Wer "American Gods" mochte, wird es mit diesem Buch ebenfalls tun, denn es handelt sich um eine Art lose Fortsetzung, die sich der Person des Mr. Nancy / Anansi widmet, den man schon in "American Gods" kennen lernen durfte.
Hier in diesem Buch besticht Neil Gaiman vor allem durch seinen Humor, der teils doch sehr an die Arbeiten von Sir Terry Pratchett erinnert - auch wenn wir uns nicht in der Scheinbenwelt befinden, sondern im sehr realen Groß Britannien, genauer gesagt im Leben eines jungen Buchhalters namens Charles Nancy, dem seit seiner Kindheit der Spitzname "Fat Charly" anhaftet.
Charles ist ein ernsthafter Mann, der kurz vor seiner Hochzeit steht - und zu solchen Anlässen sollte man die ganze Familie einladen, so die Meinung von Charles' Verlobter Rosie. Das sieht Charles durchaus ein, doch er zögert, seinen einzigen Verwandten, nämlich seinen Vater einzuladen. Grund hierfür ist, dass Charly in seiner Kindheit oft der Mittelpunkt der Streiche von Nancy sen. war - dennoch siegt der Familiensinn des jungen Mannes und er will seinen Erzeuger einladen. Dazu kommt es jedoch nicht, denn vorher erhält er die Nachricht vom Tod seines Vaters.
Charles reist zur Beerdigung, die von mehreren skurrilen älteren Nachbarinnen organisiert wurde - und muss dort verblüffenderweise erfahren, dass er einen Bruder habe. Und um ihn zu kontaktieren, müsse er nur mit einer Spinne sprechen ...
Charles kann dies natürlich nur schwer glauben, dennoch wagt er den Versuch - und bald darauf steht Spider vor der Tür, der sich als sein Bruder zu erkennen gibt und so ganz anders als Charles scheint.
Gemeinsam stolpern sie in mehrere skurrile Abenteuer, die Charly mehr als unangenehm sind, da Spider zudem versucht, mit seiner Verlobten anzubandeln. Und genug ist genug, er will seinen Bruder loswerden, koste es, was es wolle.
Nur ob das so eine gute Idee war, dafür mit den bereits von der Beerdigung seines Vaters bekannten älteren Nachbarinnen (die allesamt praktizierende Hexen sind) eine Art Zauber zu wirken ...?
Zum Ende des Buches sei nur so viel verraten: Damit hätte zu Anfang wohl niemand gerechnet^^.
Empfehlen kann man das Buch eigentlich jedem und es ist auch verständlich, sollte man American Gods nicht gelesen haben, da es durch die Weiterführung der Geschichte des Mr. Nancy nur lose darauf aufbaut.