Die Musik von Clannad in Worte zu fassen oder zu erklären hat so wenig Sinn wie versuchen, das Paradies zu erklären.
Deshalb versuche ich einfach mal in Worte zu fassen, woran mich die Musik erinnert und wie es ist, sie zu hören.
"Anam" klingt wie das Land aus dem es kommt, und es fängt alles ein, was Irland so zauberhaft, unvergesslich und episch macht.
Das fängt mit "Ri Na Cruinne" an, das klingt wie ein aufrollender Donner, der einen Sturm und ein Gewitter ankündigt. Der Himmel verdunkelt sich. Man wähnt sich in dieser wilden, weiten Landschaft, es weht ein beunruhigend frischer Wind und gleich wird der Regen niederprasseln.
"Anam" wiederum ist sanft und lieblich wie ein kleiner, plätschernder Bach, der sich verspielt durch eine grüne Wiese schlängelt.
Die restlichen Stücke auf der CD nehmen ihren Zuhörer mit auf eine Reise zwischen Folk, Pop, mit einer Prise Gregorian, auf jeden Fall aber sind es Lieder fern irgendeines Genres, einer Zeit oder einer Definition. Sie haben alle etwas episches, essentielles, unerklärliches.
Den Abschluss bildet das Instrumentalstück "Dobhar", einfach nur Klavierspiel. Wer schon einmal in Irland war, denkt spätestens jetzt an diese Zeit zurück, an alles Schöne, das wenige Traurige und vielleicht an eine Liebe, die man dort zurückgelassen hat. Zumindest geht es mir so. Melancholisch ist es, aber nicht deprimierend, und bildet einen perfekten Abschluss zu dieser CD.
Das ist Musik, die reicht über Raum und Zeit. Lässt uns in uns selbst blicken, das Wichtigste erkennen und vielleicht sogar unser Leben überdenken. Auf der anderen Seite ist es die ruhigste Musik, die ich kenne. Wenn ich rastlos bin oder nicht schlafen kann, höre ich diese CD und sie bringt Ruhe in meine Seele.
Ich würde diese CD jedem empfehlen. Denn das ist Musik für die Ewigkeit und man hört sie immer wieder gern.