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Der Iran. Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer
 
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Der Iran. Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer (Broschiert)

von Stephan Grigat (Herausgeber), Simone Dinah Hartmann (Herausgeber)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 292 Seiten
  • Verlag: Studienverlag Gmbh; Auflage: 1 (14. März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3706545993
  • ISBN-13: 978-3706545990
  • Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 15,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 482.981 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 51 in  Bücher > Politik & Geschichte > Politik nach Ländern > Iran
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Dieser Band versteht sich als Einspruch gegen die indifferente Haltung großer Teile der europäischen Öffentlichkeit: gegenüber dem Terror gegen die iranische Bevölkerung und der Vernichtungsdrohung gegen Israel seitens der Teheraner Mullahs. Zum einen geht es um eine Analyse und Kritik der islamischen Diktatur im Iran. Zum anderen geht es um das Verhältnis Europas und insbesondere Deutschlands und Österreichs zu Teheran. Während sich die meisten aktuellen Publikationen zum Thema Iran auf das Atomprogramm konzentrieren, stellt der Band die Diskussion über das iranische Nuklearprogramm in den breiteren Kontext einer Analyse der iranischen Diktatur in Geschichte und Gegenwart. Das Verhalten Österreichs und Deutschlands gegenüber dem Iran wird vor dem Hintergrund der vergangenheitspolitischen Debatten in diesen Ländern diskutiert. Neben den Beiträgen von deutschen und österreichischen PolitikwissenschaftlerInnen und GesellschaftskritikerInnen finden sich mehrere Aufsätze von iranischen Oppositionellen. Der Band macht auch erstmals zwei Texte israelischer Autoren einem deutschsprachigen Publikum zugänglich. Ganz bewusst stehen dabei wissenschaftliche Analysen, Essays und Kommentare nebeneinander. Ergänzt werden diese durch die Dokumentation politischer Stellungnahmen zur iranischen Bedrohung durch prominente Autorinnen und Autoren wie Leon de Winter, Henryk M. Broder, Wolfgang Neugebauer, Benny Morris oder Beate Klarsfeld.


Klappentext

Dieser Band versteht sich als Einspruch gegen die indifferente Haltung großer Teile der europäischen Öffentlichkeit: gegenüber dem Terror gegen die iranische Bevölkerung und der Vernichtungsdrohung gegen Israel seitens der Teheraner Mullahs. Zum einen geht es um eine Analyse und Kritik der islamischen Diktatur im Iran. Zum anderen geht es um das Verhältnis Europas und insbesondere Deutschlands und Österreichs zu Teheran. Während sich die meisten aktuellen Publikationen zum Thema Iran auf das Atomprogramm konzentrieren, stellt der Band die Diskussion über das iranische Nuklearprogramm in den breiteren Kontext einer Analyse der iranischen Diktatur in Geschichte und Gegenwart. Das Verhalten Österreichs und Deutschlands gegenüber dem Iran wird vor dem Hintergrund der vergangenheitspolitischen Debatten in diesen Ländern diskutiert. Neben den Beiträgen von deutschen und österreichischen PolitikwissenschaftlerInnen und GesellschaftskritikerInnen finden sich mehrere Aufsätze von iranischen Oppositionellen. Der Band macht auch erstmals zwei Texte israelischer Autoren einem deutschsprachigen Publikum zugänglich. Ganz bewusst stehen dabei wissenschaftliche Analysen, Essays und Kommentare nebeneinander. Ergänzt werden diese durch die Dokumentation politischer Stellungnahmen zur iranischen Bedrohung durch prominente Autorinnen und Autoren wie Leon de Winter, Henryk M. Broder, Wolfgang Neugebauer, Benny Morris oder Beate Klarsfeld.

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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Iranisch-europäische Machenschaften, 3. Februar 2009
Von Roman Nies (Helibrunna) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Mittlerweile weiß man, die iranische Revolution vor 30 Jahren war mehr als nur eine nationale Erhebung. Die Rückkehr des greisen Imam Khomeni aus dem Exil hatte Weltbedeutung. Es war der Beginn einer Art Renaissance des Islam. Seither hält der Islam die Welt in Schrecken und hat seinen Einfluss erweitern können.
Dieses Buch beleuchtet in verschiedenen Beiträgen die Situation im Iran und das Verhalten Europas. Es sind Texte renommierter Autoren, die nachdenklich stimmen. Demnach ist Iran 30 Jahre nach Khomeni immer noch eine Diktatur, in der es nicht mehr Recht gibt als zu Beginn. Oppositionelle werden immer noch an Baukränen aufgehängt. Mit dem Streben nach der Atombombe und dem erklärten Ziel, Israel und das jüdische Volk zu vernichten, internationalisiert die iranische Führung ihre Hasspolitik auf aggressivste Weise. Millionen Muslime sind radikalisiert. Ich war 2008 im Iran udn habe dort feststellen können, dass sehr viele Iraner nicht mit ihrer radikalen Regierung einverstanden sind. Die Radikalen scheinen im Klerus, in der Armee und in der verarmten Landbevölkerung konzentriert, also in den Machtzentren und bei einer breiten Schicht ungebildeter Wähler.
Der Antisemitismus ist nach den Autoren als ein Kern der Hassideologie in der islamischen Welt weithin Bestandteil der öffentlichen Meinung. Auf der ganzen Welt agieren islamische Terrorkommandos und militärische Verbände gegen Ungläubige". Die Hisbollah im Libanon, die Hamas im Gazastreifen, die Taliban in Afghanistan, Al Qaida und die Muslimbrüderschaft in vielen Ländern und Terrorkommandos auf der ganzen Welt, alle geeint unter dem Ruf Allah uh Akhbar. Dabei bekennen sie sich offen zu ihren Zielen, nicht so wie Hitler damals.
In vielen islamischen Ländern sind die Regime von diesem Fanatismus angesteckt, z.B. in Syrien. Im Libanon hat die vom Iran finanzierte Hisbollah die Herrschaft über weite Landesteile übernommen. Und in vielen arabischen Staaten gibt es militante islamische Gruppierungen, die nur mit der Gewalt der diktatorischen Regime an der Machtübernahme gehindert werden können.
Die Unterteilung der Menschen durch den radikalen Islam in Muslime und Unreine wurde durch Khomeni Politik. Seither ist die Freiheit der Religion und des Worts in der islamischen Welt vollends abgeschafft. Khomeni sagte auch, es gehe ihm nicht um den Iran als Nation, sondern um die Gemeinschaft, die das Märtyrertum begrüßt. Der Islam müsse den Sieg im Kampf gegen die Ungläubigen davontragen.
Der Politikwissenschaftler Mathias Küntzel dokumentiert in erschreckender Klarheit, dass Europa den Iran vor einem wirksamen Embargo bewahrt. Teils aus ökonomischen Erwägungen heraus, teils aus politischen. Aber auch weil es einem alles genehmigenden Toleranzverständnis huldigt, das das Böse nicht mehr erkennen und benennen will. Bis ins Einzelne zeichnet Küntzel in einem Text die würdelose Haltung der Europäer, insbesondere Deutschlands, nach.
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16 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Die Islamische Republik Iran - Eine klerikalfaschistische Diktatur, 13. November 2008
Von Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Die Islamische Republik Iran rückte zuletzt im Zusammenhang mit der US-Präsidentschaftskandidatur Senator John McCains ins Rampenlicht, um als Gespenst eines möglichen weiteren Krieges in der Region zu dienen. Doch um Stephan Grigat zu zitieren (S. 36): "Der War on Terror den die USA seit 9/11 und Israel seit einigen Jahrzehnten führen, ist ein Krieg gegen den islamischen Faschismus. Er muss dann kritisiert werden, wenn er nicht als solcher geführt und benannt wird. Ansonsten verdient er die Unterstützung eines jeden, dem eine über sich selbst aufgeklärte Aufklärung und die Orientierung auf die allgemeine Emanzipation nicht schon völlig egal ist." Das soll nicht heißen, dass man unbedachten Äußerungen wie "Bomb, Bomb Iran" zustimmen sollte, sondern dass ein Regimewechsel im Iran durchaus wünschenswert und zur Stabilisierung der Region nötig wäre.

Studien haben sehr eindrucksvoll bewiesen, dass dieser Regime Change nicht durch Waffengewalt erzwungen werden muss, sondern bereits möglich wäre, hätte man die UN-Sanktionen gegen den Iran wirklich eingeführt. Das klerikalfaschistische Regime wäre bereits nach wenigen Monaten ruiniert und könnte sich kaum mehr an der Macht halten. Doch viele halbstaatliche Unternehmen wie die OMV würden dann um ihre lukrativen Geschäfte fürchten, weshalb viel daran gesetzt wird, den Iran in der Öffentlichkeit möglichst gut darzustellen. Doch ein Land dass gegen alle Atomwaffensperrverträge verstoßen hat, denen es beigetreten ist und sich in einer antisemitischen Rhetorik übt, die der des Dritten Reichs in nichts nachsteht, während es Hisbollah und Hamas unterstützt, um Israel und das Judentum auszurotten, kann man ein solches Regime nicht als Schurkenstaat bezeichnen?

Um den Status des Iran zu verstehen, muss man sich die zahlreichen Fakten vor Augen führen, die man aus Staatsräson vielleicht geneigt wäre zu vergessen. Der Iran trägt nicht nur zur Förderung des Terrorismus bei, seine Revolutionsgarden werden von den USA auch als Terrororganisation geführt, zumal sie ähnlich der SS Konglomerate gebildet haben, die sie sowohl wirtschaftlich als auch politisch zu einer treibenden Kraft hinter dem Regime und seiner Politik machen. Es ist natürlich eine Frage, ob und inwiefern man der martialischen Rhetorik mancher politischer Würdenträger trauen kann, die davon sprechen, einen Nuklearschlag gegen Israel auf jeden Fall durchführen zu wollen, auch wenn das einen Gegenangriff nach sich zieht, der hohe zivile Verluste nach sich zieht, denn das iranische Volk sei opferbereit und willig bis zum letzten zu kämpfen. Mit Präsidentschaftswahlen und dergleichen gibt man sich einen demokratischen Anstrich, der sehr gut verdeckt, dass der Revolutionsführer und Ayatollah als vierte Gewalt über allen anderen steht und Politiker, wie Richter jederzeit abberufen und ernennen kann. Der einzige Unterschied zur Monarchie ist in der Islamischen Republik dass die Führerrolle nicht vererbbar ist. Der Wächterrat als neben dem institutionalisierten Revolutionsführer, 5. Gewalt hat ein Vorschlag- und Vetorecht in Legislative, Judikative und Exekutive, wobei er nur dem Führer selbst unterstellt ist.


"Während es zur intellektuellen Fingerübung Linker aller Couleur gehört, Nazis als pseudosoziale Schlägertruppen des Großkapitals zu enttarnen, scheint eine authentische Volksgemeinschaft im islamischen Kollektiv ein legitimes Ziel zu sein, liest man die kulturwissenschaftlichen und linksradikalen Schwärmereien über islamische 'Sozialbewegungen' oder gar über einen 'islamischen Feminismus'. Als islamischer Armenpriester und Ankläger von Konsumismus und Pornographie entwickelt der moderne Antisemit Ausstrahlungskraft in ganz andere politische Milieus denn in seiner traditionellen europäischen Gestalt: als Herrenmensch.
Während der postfaschistische europäische Weltbürger den offenen eliminatorischen Antisemitismus den 'Modernisierungsverlierern' im Nahen Osten und anderswo überlässt, insistiert er dafür umso vehementer auf seinem sozialmoralischen Part in der Anklage gegen die USA."
(S. 243)

"Der Iran: Eine Diktatur und ihre europäischen Förderer" ist keine einfache Lektüre, zumal sich die Autoren an die Aufgabe herangewagt haben, Argumente für die Sanktionen zu sammeln, was mancher zurecht als Einseitigkeit auslegen mag. Doch voreingenommene Lektüre kann dazu führen, dass man eine der grausamsten Diktaturen der Welt in Schutz nimmt, deren Modernität sich unter anderem darin äußert, dass jugendliche Straftäter und Homosexuelle mittlerweile an Baukränen erhängt werden. Oppositonellen, Kritikern, Politikwissenschaftlern und Journalisten, aus dem Iran, Europa und Israel kommen in diesem Buch zu Wort und zeichnen ein düsteres Bild. Dabei befürwortet trotz scharfer Worte keiner einen Krieg gegen den Iran, jedoch unumstößliche Sanktionen, denn schon "im September 2006 hatte ein 100-seitiger Bericht des iranischen Parlaments das Offenkundige bestätigt: Dass die iranische Ökonomie unter dem Druck westlicher Wirtschaftssanktionen innerhalb von drei bis vier Monaten paralysiert und die iranische Staatsführung zu einem Einlenken in der Atomfrage gezwungen wäre." (S. 194-195)

Warum gerade das atomare Aufrüsten des Irans derart kontrovers ist, sollte jedermann offenkundig sein, handelt es sich doch beim geheimen Atomwaffenprogramm des Irans um einen Bruch mit sämtlichen UN-Verträgen, die das Land ratifiziert hat. Und ein solches Verhalten könnte andere Länder animieren gleichzuziehen, was einmal mehr in ein nukleares und verhängnisvolles Wettrüsten führt.

Fazit:
Ein brisantes Werk und faszinierend heftiges Plädoyer für die Verhängung von wirklich scharfen Sanktionen gegen den Iran, das sich der Thematik unter verschiedenen Gesichtspunkten annähert.
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