Sie sind wieder da. Als ich gehört hab, das a-ha wieder ein Album rausbringen konnt ich schon garnicht mehr ruhig sitzen. Und dann als ich es mir zum ersten mal anhörte, dachte ich mir nur: "a-ha?...". Beim ersten hören, kommt das Album sehr gewöhnungsbedürftig daher. Man ist von a-ha schon ruhige Sachen, wie "slender frame", "trough that it was you" oder "hunting high and low" gewöhnt. Im allgemeinen sind die meisten Lieder der Norweger eh sehr einfühlsam, aber hier hat man sich auf eine andere Richtung konzentriert. Lieder wie "white draw", "the fine blue line", "holyground" und "birthright" sind, wenn man sich die Zeit nimmt, wunderschön, nicht zuletzt durch die klare Stimme Morton Harkets. Allerdings lehnen sie sich stark an die fast unscheinbaren Stücke ("memorial beach", "east of the sun..." oder "october")an. Dafür ist es fast unmöglich bei "cosy prison", was sich mehr an gewohnten a-ha Klänge richtet, nicht dahinzuschmelzen.
Sehr gelungen sind aber auch die rock/popigeren Lieder wie "Celice", "don’t do me any favours" und das Titellied "analogue", welche potenzielle Ohrwurmqualitäten haben. Allerdings finde ich das bei "analogue" dieser E.Gitarren-Trasch überflüssig ist. Er lässt dieses Lied sehr "komerziel ausgerichtet" erscheinen.
"over the treetops" wirkt fast wie ein Werk aus den 70er´n, ist aber ebenfalls wunderschön.
Mit "The Summers Of Our Youth" und "Halfway Through The Tour" werd ich aber nicht so richtig warm. Bei letzteren wirkt der Instrumentalteil am Schluß nervig und überflüssig.
Alles in allem ist es wie bei dem "memorial beach" Album. Man muß 2x hinhören, um den enormen Schatz des Albums zu erkennen.
Leider ist es etwas zäh geraten. Man hätte vieleicht die Rock/Pop Lieder nicht alle an den Anfang stellen sollen. Ich bin aber froh das sich a-ha nicht von der Komerzmusik beeinflussen lassen. In Zeiten von schlechten Coversongs und Gangsterrap ein rettender Anker aus einer Zeit, als Musik noch von Hand gemacht wurde.
Die ZusatzDVD ist absoluter Wahnsinn und lohnt die paar Euro mehr auf jeden fall. Blos dieses "Thomas Schumacher Radio Edit" von Celice ist absolut witzlos