Als erstes Buch dieser Autorin las ich "Aischa oder die Sonne des Lebens". Da mir dieses sehr gut gefallen hat, ging ich mit einer gewissen Erwartung an das Buch "Anahita" heran. Es ist bereits ein paar Monate her, seit ich dieses Buch las, aber es fiel mir gerade in die Hand und jetzt werde ich noch einmal meine Meinung dazu schreiben.
Das, was als Buchbeschreibung hier bei Amazon stand, gefiel mir gut. Ich musste dann allerdings feststellen, dass diese maßlos übertrieben war. Es heißt, dass ihre Eltern auf gar keinen Fall wollen, dass Anahita Medizin studiert - was allerdings so gar nicht stimmt. Denn lediglich ihrer Mutter ist dieses Studium zuwider, ihr europäischer Vater unterstützt seine Tochter.
Am Anfang braucht das Buch ewig, um mit der Handlung loszulegen. Es dauert die knappe Hälfte des Buches, bis Anahita sich entschließt, das Studium zu beginnen und es dann antritt. Davor dümpelt die Geschichte die meiste Zeit vor sich hin, nur einmal gibt es eine spannende/interessante Stelle.
Der Schluss hingegen ging mir dann viel zu schnell. Ich will jetzt nicht zu viel verraten, deshalb schildere ich es nicht genau. Aber hier kam es mir vor, als brauchte die Autorin ein Ende, hatte die Lust am Schreiben aber eigentlich schon verloren und schnell ein Happy-End hingeklatscht, ohne sich die Protagonistin groß um vorangegangene Verluste kümmern zu lassen.
Fazit:
Der Anfang ist viel zu langatmig, was jedoch durch das Ende ausgeglichen wird, denn das wird ruck-zuck abgewickelt.
Trotzdem bekommt das Buch von mir drei Sterne für die Story, dessen Idee und Elemente mir gut gefallen haben und für den angenehmen, einfach zu lesenden Schreibstil, der auch für Jüngere gut geeignet ist. (Ich selber war 15, als ich das Buch las).