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An einem Tag wie diesem, [Unbekannter Einband]

Peter: Stamm
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Frankfurt/Main, S. Fischer 2006, (2006)
  • ASIN: B002BYP0F8
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)

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Peter Stamm
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25 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Peter Stamms neues Buch "An einem Tag wie diesem" ist eine sehr gelungene Erzählung über einen Menschen, den Überdruss und Einsamkeit, das Leiden an einem Leben ohne Verantwortung und ohne Ziel dazu treiben, von einem Tag auf den anderen ganz neue Wege zu gehen. Dabei formuliert der Schweizer Stamm brillant und klar und lässt den Protagonisten Andreas in seiner Konturlosigkeit scharf erscheinen.

Andreas ist in der Schweiz aufgewachsen und lebt als Deutschlehrer in Paris. Sein Leben ist klar strukturiert, er hangelt sich an dem immer gleich bleibenden äußeren Rahmen entlang. Er trifft sich mit verschiedenen Frauen, weit entfernt davon, ernsthafte Beziehungen mit ihnen zu unterhalten. Von Zeit zu Zeit denkt er an die große Liebe seiner Jugend, die ihn zugunsten seines besten Freundes verließ.

Andreas erkrankt und ist überzeugt davon, dass ihm nicht mehr allzu viel Zeit bleibt. Eine deutsche Schülerlektüre fällt ihm in die Hand und erinnert ihn an Fabienne, die er unbedingt noch einmal sehen möchte.

So entschließt er sich, die Brücken in Paris abzubrechen und erneut in das kleine Schweizer Dorf zurück zu kehren.

Eine junge Kollegin, die in ihn verliebt ist und die sich um ihn kümmert, als sie erfährt, dass er erkrankt ist, begleitet ihn. Doch er empfindet Delphine als Störung.

Er muss zunächst alleine etwas für sich klären, bis sich für ihn neue Wege ergeben...

Peter Stamms Geschichte zieht den Leser von der ersten Seite an in ihren Bann. Stamm erzählt klar und präzise von einer bleiernen Einsamkeit. Aber er zeigt auch auf, dass auch ein unbeteiligt gelebtes Leben irgendwann eine Wende bekommt, in der Stellung bezogen werden muss!

Ich bin sicher, dass Stamms Buch in diesem Sommer Furore machen wird und ich würde es diesem klugen Buch auch wirklich wünschen!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von JKH
Format:Gebundene Ausgabe
Für mich war "An einem Tag wie diesem" einer der eindruckvollsten und im positiven Sinne überraschendsten Romane 2006. Der lakonisch-knappe Schreibstil des Peter Stamm bildet einen wohltuenden Kontrast zu vielen andern Romanen und lässt der Handlung genug Raum zur Entfaltung, statt mit blumig-überbordenden Formulierungen den Inhalt zu ersticken. Auf mich hat dieser Erzählstil aber trotz seiner minimalistischen Art nie platt gewirkt - genau das Gegenteil ist der Fall: Durch jene Einfachheit der Sprache gewinnt das einzelne Wort wieder an Bedeutung und somit der gesamte Text an Aussagekraft. Liest man einige Passagen zum wiederholten Male, fällt einem oft erst die ganze Kraft eines Satzes auf. Und es gibt viele extrem starke Sätze in diesem Buch, das von der Liebe, der unbestimmten Bedrohung des Todes und der Leere der immer gleichen Routine erzählt. Ganz abgesehen von all den andern Faktoren, die ein gutes Buch ausmachen, erzeugt "An einem Tag wie diesem" beim Lesen eine angenehm-melancholische Grundstimmung, die sich durch den ganzen Roman zieht und ihm die richtige Atmosphäre verpassst. Ein sehr gelungenes Buch, auch wenn die kontroversen, weit auseinander gehenden Meinungen durchaus nachvollziehbar sind - denn ein simpler bis minimalistscher Sprachstil sagt nicht unbedingt jedem zu.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von zueribueb TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Peter Stamms dritter Roman "An einem Tag wie diesem" polarisiert. Manche finden das Buch gut, manche schlecht. Ich denke, dass hat mit Stamms minimalistischen Stil zu tun. Vieles wird nur knapp skizziert und lakonisch hingeworfen. So kreiert Stamm eine Projektionsfläche, bei der die Lücken durch die Vorstellungskraft der Leser gefüllt werden müssen. Entweder man kann sich im Buch wiedererkennen oder man kann es nicht. Wenn man sich selbst darin erkennt, dann findet man das Buch super.
Im Zentrum steht Andreas, Lehrer in Paris, jenseits der 40 und in einer Midlife-Crisis. Andreas ist  wie bei Peter Stamm häufig  ein einsamer Charakter. Er ist total beziehungsunfähig. Seine Frauengeschichten sind keine Liebesgeschichten. Irgendwie ist er auch heimatlos, lässt sich ziellos durch sein Leben treiben, geht Problemen (Krankheit) aus dem Weg. Sein Leben ist leer. Doch dann beginnt er über sein Leben nachzudenken. Existenzielle Fragen: Wer bin ich? Was will ich? War mein bisheriges Leben richtig? Bin ich glücklich? So führt ihn sein Weg zurück zu seinen Wurzeln in die Schweiz und zu seiner ersten und einzigen grossen Liebe. Sein gegenwärtiges Leben wird an der Vergangenheit gespiegelt. Schliesslich bricht er zu neuen Ufern auf, allerdings ohne Antworten auf die gestellten Fragen zu geben.
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Öde und monoton
Ein Satz von Friedrich DÜRRENMATT umschriebt dieses Buch recht gut: "Ich begreife ihn, während ich ihn lese, und habe ich ihn gelesen, habe ich vergessen, was ich... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Aldo Matteucci veröffentlicht
Ungelogen das schlechteste Buch, was ich seit langem laß
Ich hatte mir das Buch damals als "Blindkauf" zugelegt, da ich vorher (und auch nachher) nie etwas von Stamm gelesen hatte. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von dama veröffentlicht
Locker zu lesen
Es ist die Geschichte eines aus der Schweiz stammenden Lehrers, der in Paris unterrichtet und sich dort seine Leben geruhsam eingerichtet hat. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Carla veröffentlicht
Belanglose Geschichte eines gefühlsarmen Einzelgängers
Peter Stamm schreibt in seinem Roman "An einem Tag wie diesem" die Geschichte eines Einzelgängers, der von einem Tag auf den anderen beschliesst, seine bisherigen Zelte in... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von P.Hastings veröffentlicht
Gemeinsam und doch allein...
Ich war gespannt auf den Roman des Autors, der mich bereits mit Agnes und Ungefähre Landschaften begeistert hat. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Kiepura veröffentlicht
"Es ist ein Tag wie dieser hier, an dem alles beginnt, an dem alles...
Der Schweizer Autor Peter Stamm war 43 Jahre alt, als er den Roman "An einem Tag wie diesem" schrieb. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von jury veröffentlicht
Ich hatte mir mehr versprochen
Tja. Die Geschichte hätte durchaus Potential. Kein vernünftiger Mensch erwartet im 21. Jh. eine neue Geschichte. Das Rad ist erfunden. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Torben Kolb veröffentlicht
Gute Idee, aber langsame Geschichte
Die Idee des Buches, das von einem Aussteiger handelt, finde ich sehr interessant. Leider wartet man vergebens auf den grossen Wendepunkt oder wenigstens ein kleines Bisschen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. März 2010 von Enheduanna
Ein Mann und eine fixe Idee
Andreas lässt seine alte Liebe zu Fabienne nicht los. In Paris kann er deshalb nicht befreit aufleben und führt lange Jahre ein Schattendasein. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Dezember 2009 von T. Lehmann
Ohne Liebe ist alles nichts
Dieses ist mein erstes Buch von Peter Stamm, dessen Schreibstil mich ein wenig an den von Wilhelm Genazino erinnert (und das ist äußerst positiv gemeint!). Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. November 2009 von Andrea Koßmann
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