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Moviemans Kommentar zur DVD: Leider ziehen die zahlreichen Überbelichtungen die Kontrastwerte etwas in den Keller. Dem Soundpart fehlt es leider leicht an Kraft in Kulisse und Effekten. An den Extras gibt es absolut nichts auszusetzen. Zwar wird nicht unbedingt in die Tiefe gegangen aber das bügelt der Umfang wieder aus.
Bild: Das farblich ausgewogen gestaltete Bild muss sich des Öfteren Überbelichtungen vorwerfen lassen (Mutter auf Sofa, 00:04:50 oder Rasen, 00:05:42). Überstrahlende Konturen von Personen sind deshalb auch keine Seltenheit. Die Optiken arbeiten generell sehr schlüssig und vorbildlich. Sowohl auf Distanz wie in Großaufnahmen bieten sich klare Ansichten, die viel Platz für feinere Details lassen. Rauschen tritt wenn, dann eher in Form von milden Rauschblöcken oder Klötzchenbildung in Erscheinung. Dies aber auch nur äußerst selten und fast unscheinbar auf hellen Flächen (Küchenwand, 00:25:16).
Ton: Akustisch bietet die DVD sehr harmonisch abgemischte Klänge, die hauptsächlich durch die stimmigen Musikstücke, die aus allen Richtungen den Raum durchdringen, geprägt sind. Wenngleich sich mehr Dynamik in Effekten und Kulisse ergeben könnte, gelingt es dem Soundpart, Weiträumigkeit zu entwerfen. Die Kulisse ist von zahlreichen Feinheiten geprägt (Vogelzwitschern, 00:39:26 oder Beifall, 00:41:51), die vor allem Authentizität vermitteln. Dabei können kräftigere Effekte oder mehr als mittelmäßige Kulissendetails aber nicht erwartet werden. Das Original, das ebenso in DD 5.1 vorliegt, unterscheidet sich in all diesen Belangen nicht von der deutschen Fassung. Höchstens die Synchronisation kommt nicht ganz mit den plastischen Originalstimmen mit, die sehr authentisch wirken.
Extras: Das Bonusmaterial lässt wahrlich keine Wünsche offen. Im Audiokommentar sind Regisseur/Autor/Schauspieler Mike Binder, Schauspielerin Joan Allen sowie Moderator Rod Lurie zu hören. Ein Behind the Scenes zeigt in einzeln anwählbaren Parts (9:10, 3:06, 2:00 und 4:15 Min.) das bunte Treiben am Set, das hier unkommentiert bleibt. In den Interviews mit Cast und Crew sprechen Joan Allen (4:14 Min.), Kevin Costner (3:41 Min.), Erika Christensen (1:34 Min.), Evan Rachel Wood (1:45 Min.) Keri Russell (00:57 Min.), Alicia Witt (1:40 Min.) sowie Mike Binder (2:39 Min.) über ihre Rollen und die Arbeit am Film. Die Deleted Scenes (9:24 Min.) präsentieren ganze zehn Szenen, die nicht mit in den Film aufgenommen wurden. Glücklicherweise ist ein Audiokommentar von Mike Binder anwählbar, der uns erklärt, warum welche Szene außen vor bleiben musste. Zum Bonusprogarmm gehört des Weiteren ein Featurette namens " Creating the Upside of Anger" (27:53 Min.). Dabei handelt es sich eigentlich um ein Making Of, in dem unzählige Beteiligte zu Wort kommen. Das Material ist mit Ausschnitten des Filmes und Bildern von Dreh und Proben versehen. Außerdem bieten sich Ansichten der Techniker bei der Arbeit sowie zahlreiche Details der Schauspieler, über die sich hier viele private Kleinigkeiten erfahren lassen. Ein zusätzliches Making Of (12:11 Min.) bringt weitere Details über die Story zu Tage und bietet sozusagen eine Kurzform des vorigen Extras. Es folgen deutscher (2:07 Min.) und englischer (2:04 Min.) Trailer sowie sechs TV-Spots von jeweils 32 Sekunden Laufzeit. Die Cast und Crew Anzeige verrät uns mehr über die Filmografien der Stars und abschließend ist noch eine Bildergalerie zum Durchskippen vorhanden. Was will man eigentlich mehr? --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Apropos entspannt: Schon lange hat man Costner (hier als emotionaler Rettungsanker) nicht mehr in so sympathischer Höchstform gesehen. In seiner Rolle als ehemaliger Baseball-Star Denny (dieser Sport liegt ihm seit 'Annies Männer' im Blut) ist er witzig und verletzlich zugleich. Dabei gibt er sich angenehm zurückhaltend und überlässt Power-Schauspielerin Allen den Vortritt. Der Begräbnis-Prolog stellt sie im Off-Kommentar ihrer jüngsten Tochter Popeye (Evan Rachel Wood aus 'Thirteen') als die 'ehemals liebenswerte' Terry vor, was sich inzwischen gründlich geändert hätte. Angeknüpft wird drei Jahre zuvor, als Terry ihren vier Töchtern mitteilt, ihr Vater sei mit seiner Sekretärin nach Schweden durchgebrannt. Fortan ertränkt die zutiefst verbitterte Terry ihren Kummer und ihre Selbstverachtung in Alkohol. Zu diesen alltäglichen Zechgelagen gesellt sich bald ihr harmloser Nachbar Denny, der nebenher als Radio-DJ tätig ist. Stets dackelt er ihr brav mit einem Budweiser in der Hand hinterher und leiht ihren Tiraden ein offenes Ohr. Nach einiger Zeit fühlt Terry sich auch in seinen offenen Armen ganz wohl, wobei sie ihr Verhältnis zunächst als nicht so recht ernst zu nehmende Zweckbeziehung sieht.
Nebenher werden etwas episodenhaft die oftmals giftigen Mutter/Töchter-Konflikte (das attraktive Quartett wird von Alicia Witt, Keri Russell und Erika Christensen abgerundet) und deren persönliche Schwierigkeiten ausgerollt. Diese bestehen unter anderem aus ungeplanter Schwangerschaft, unerwiderter Liebe, einer Amour fou mit einem älteren Mann (Regisseur und Drehbuchautor Mike Binder als schleimiger Radioproduzent) und schwerer Krankheit. Dabei schwankt der Erzählton zwischen ernsthaft, heiter und dramatisch bei der überraschenden Schlussoffenbarung. Musikalisch unterlegt wird die Schicksalskomödie vom verspielten Klavierscore von Alexandre Desplat, womit die Stimmung allerdings nicht immer genau getroffen wird. Überraschend ist auch eine Fantasiesequenz in bester Gore-Manier, in der sich Terry den blutig explodierenden Kopf von Binders Figur vorstellt. Insgesamt empfiehlt sich 'The Upside of Anger' aber als amüsante Mischung aus unaufdringlicher Romanze zwischen zwei verwundeten Seelen und gefühlvoller Familiendramedy, die vermutlich vor allem das etwas ältere weibliche Publikum ansprechen wird. ara.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
Auch Nachbar Denny (Kevin Costner), ein liebenswürdiger aber auch irgendwie hoffnungsloser Ex-Baseball-Star, hat schon bessere Zeiten erlebt. Noch zehrt er vom Ruhm vergangener Tage und schlägt sich bei einem kleinen privaten Radiosender als eine Art DJ durch, aber auch er hadert mit seinem Schicksal.
Als Denny zufällig im Hause der Wolfmeyers vorbeischaut, ahnt er noch nicht, in was für einen Schlamassel er da hinein tappt. Denn so sehr er und Terry sich eigentlich nicht ausstehen können, so sehr scheinen sie sich auch anzuziehen. Ein Unglück kommt eben selten allein, und wer rechnen kann, weiß längst: Minus mal