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Joan Allen , Kevin Costner , Mike Binder    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
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Rezensionen

Movieman.de

Die Story plätschert anfangs ein wenig vor sich hin und so richtige Sympathien scheinen bis zur Hälfte des Filmes nicht wirklich aufzukommen. Schließlich aber entdeckt der Zuschauer in kleinen Details doch die Tiefe in diesem absolut amerikanischen Melodram, dem es dann doch gelingt, komische Nuancen mit feinsinnigen wie ernsten Elementen zu verknüpfen. Anfangs noch vom alkoholabhängigen Erwachsenen-Klientel des Filmes angewidert, entwickelt sich im Publikum zunehmend Verständnis für die Krisen der wohlhabenden Vorort-Amerikaner, deren Schwächen man ja hinlänglich aus etwas stärkeren Produktionen wie "American Beauty" kennt. Schauspielerisch kann man nicht mehr erwarten. Die Töchter des Hauses kommen authentisch, wenn auch einzeln ein wenig zu oberflächlich beleuchtet daher, aber immerhin Kevin Costner legt an der Seite der wunderbar agierenden Joan Allen eine wirklich witzige Parodie seiner selbst ab. Das Erzählenswerte der Story, was den Film im Nachhinein erst wirklich interessant macht, das was ihm die ganze Zeit über ein wenig fehlt, bricht mit dem überraschenden Ende ganz plötzlich über Protagonisten wie Zuschauer herein. Dann endlich kann man schließlich wirklich mitfühlen. Vielleicht ein wenig zu spät? Fazit: Mitten aus dem Leben, still und alltäglich sind doch letztendlich die wahren Geschichten.

Moviemans Kommentar zur DVD: Leider ziehen die zahlreichen Überbelichtungen die Kontrastwerte etwas in den Keller. Dem Soundpart fehlt es leider leicht an Kraft in Kulisse und Effekten. An den Extras gibt es absolut nichts auszusetzen. Zwar wird nicht unbedingt in die Tiefe gegangen aber das bügelt der Umfang wieder aus.

Bild: Das farblich ausgewogen gestaltete Bild muss sich des Öfteren Überbelichtungen vorwerfen lassen (Mutter auf Sofa, 00:04:50 oder Rasen, 00:05:42). Überstrahlende Konturen von Personen sind deshalb auch keine Seltenheit. Die Optiken arbeiten generell sehr schlüssig und vorbildlich. Sowohl auf Distanz wie in Großaufnahmen bieten sich klare Ansichten, die viel Platz für feinere Details lassen. Rauschen tritt wenn, dann eher in Form von milden Rauschblöcken oder Klötzchenbildung in Erscheinung. Dies aber auch nur äußerst selten und fast unscheinbar auf hellen Flächen (Küchenwand, 00:25:16).

Ton: Akustisch bietet die DVD sehr harmonisch abgemischte Klänge, die hauptsächlich durch die stimmigen Musikstücke, die aus allen Richtungen den Raum durchdringen, geprägt sind. Wenngleich sich mehr Dynamik in Effekten und Kulisse ergeben könnte, gelingt es dem Soundpart, Weiträumigkeit zu entwerfen. Die Kulisse ist von zahlreichen Feinheiten geprägt (Vogelzwitschern, 00:39:26 oder Beifall, 00:41:51), die vor allem Authentizität vermitteln. Dabei können kräftigere Effekte oder mehr als mittelmäßige Kulissendetails aber nicht erwartet werden. Das Original, das ebenso in DD 5.1 vorliegt, unterscheidet sich in all diesen Belangen nicht von der deutschen Fassung. Höchstens die Synchronisation kommt nicht ganz mit den plastischen Originalstimmen mit, die sehr authentisch wirken.

Extras: Das Bonusmaterial lässt wahrlich keine Wünsche offen. Im Audiokommentar sind Regisseur/Autor/Schauspieler Mike Binder, Schauspielerin Joan Allen sowie Moderator Rod Lurie zu hören. Ein Behind the Scenes zeigt in einzeln anwählbaren Parts (9:10, 3:06, 2:00 und 4:15 Min.) das bunte Treiben am Set, das hier unkommentiert bleibt. In den Interviews mit Cast und Crew sprechen Joan Allen (4:14 Min.), Kevin Costner (3:41 Min.), Erika Christensen (1:34 Min.), Evan Rachel Wood (1:45 Min.) Keri Russell (00:57 Min.), Alicia Witt (1:40 Min.) sowie Mike Binder (2:39 Min.) über ihre Rollen und die Arbeit am Film. Die Deleted Scenes (9:24 Min.) präsentieren ganze zehn Szenen, die nicht mit in den Film aufgenommen wurden. Glücklicherweise ist ein Audiokommentar von Mike Binder anwählbar, der uns erklärt, warum welche Szene außen vor bleiben musste. Zum Bonusprogarmm gehört des Weiteren ein Featurette namens " Creating the Upside of Anger" (27:53 Min.). Dabei handelt es sich eigentlich um ein Making Of, in dem unzählige Beteiligte zu Wort kommen. Das Material ist mit Ausschnitten des Filmes und Bildern von Dreh und Proben versehen. Außerdem bieten sich Ansichten der Techniker bei der Arbeit sowie zahlreiche Details der Schauspieler, über die sich hier viele private Kleinigkeiten erfahren lassen. Ein zusätzliches Making Of (12:11 Min.) bringt weitere Details über die Story zu Tage und bietet sozusagen eine Kurzform des vorigen Extras. Es folgen deutscher (2:07 Min.) und englischer (2:04 Min.) Trailer sowie sechs TV-Spots von jeweils 32 Sekunden Laufzeit. Die Cast und Crew Anzeige verrät uns mehr über die Filmografien der Stars und abschließend ist noch eine Bildergalerie zum Durchskippen vorhanden. Was will man eigentlich mehr? --movieman.de

VideoMarkt

Eigentlich könnte Terry Wolfinger mit ihren vier fast erwachsenen Töchtern im luxuriösen Eigenheim einer Vorstadtsiedlung ein beschauliches Leben führen. Doch seit der Vater und Ehemann vor vier Jahren mit der Sekretärin nach Schweden durchgebrannt ist, ertränkt sie ihren Kummer in Alkohol. Das bekommen auch die Töchter zu spüren, die mit Affären, Schwangerschaft, Liebeskummer und Krankheiten schon selbst genug Probleme haben. Da taucht plötzlich Nachbar Denny auf und leistet Terry bei ihren Zechgelagen Gesellschaft.

Video.de

Thematisch durchaus mit dem Melo-Klassiker "Zeit der Zärtlichkeit" verwandt, erweist sich die Regiearbeit des Autors und Schauspielers Mike Binder ("Minority Report") als wesentlich lockerer und humorvoller. Dabei funktioniert der Film sowohl als unaufdringliche Romanze zwischen Joan Allen und einem schon lange nicht mehr so gut aufgelegten Kevin Costner, als auch als gefühlvolle Familiendramödie, in der einmal mehr Lachen und Weinen ganz nahe zusammenliegt. Vor allem die weiblichen Filmfreunde werden sich hier wiederfinden.

Blickpunkt: Film

'Was uns auseinander reißt, kann uns auch wieder zusammen führen.' Damit wird der Titel der charmant-eigenwilligen Dramedy erklärt, in der Joan Allen eine von Wut zerfressene verlassene Ehefrau mimt, die von einem abgehalfterten Baseball-Star in Gestalt von Kevin Costner getröstet wird. Darüber hinaus lässt die Protagonistin ihren aufgestauten Ärger an ihren vier Töchtern aus, die jeweils mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben. Gewisse Vergleiche mit 'Zeit der Zärtlichkeit' sind unvermeidbar, wobei hier allerdings insgesamt weniger Melodram, dafür mehr entspannter Humor geboten wird.

Apropos entspannt: Schon lange hat man Costner (hier als emotionaler Rettungsanker) nicht mehr in so sympathischer Höchstform gesehen. In seiner Rolle als ehemaliger Baseball-Star Denny (dieser Sport liegt ihm seit 'Annies Männer' im Blut) ist er witzig und verletzlich zugleich. Dabei gibt er sich angenehm zurückhaltend und überlässt Power-Schauspielerin Allen den Vortritt. Der Begräbnis-Prolog stellt sie im Off-Kommentar ihrer jüngsten Tochter Popeye (Evan Rachel Wood aus 'Thirteen') als die 'ehemals liebenswerte' Terry vor, was sich inzwischen gründlich geändert hätte. Angeknüpft wird drei Jahre zuvor, als Terry ihren vier Töchtern mitteilt, ihr Vater sei mit seiner Sekretärin nach Schweden durchgebrannt. Fortan ertränkt die zutiefst verbitterte Terry ihren Kummer und ihre Selbstverachtung in Alkohol. Zu diesen alltäglichen Zechgelagen gesellt sich bald ihr harmloser Nachbar Denny, der nebenher als Radio-DJ tätig ist. Stets dackelt er ihr brav mit einem Budweiser in der Hand hinterher und leiht ihren Tiraden ein offenes Ohr. Nach einiger Zeit fühlt Terry sich auch in seinen offenen Armen ganz wohl, wobei sie ihr Verhältnis zunächst als nicht so recht ernst zu nehmende Zweckbeziehung sieht.
Nebenher werden etwas episodenhaft die oftmals giftigen Mutter/Töchter-Konflikte (das attraktive Quartett wird von Alicia Witt, Keri Russell und Erika Christensen abgerundet) und deren persönliche Schwierigkeiten ausgerollt. Diese bestehen unter anderem aus ungeplanter Schwangerschaft, unerwiderter Liebe, einer Amour fou mit einem älteren Mann (Regisseur und Drehbuchautor Mike Binder als schleimiger Radioproduzent) und schwerer Krankheit. Dabei schwankt der Erzählton zwischen ernsthaft, heiter und dramatisch bei der überraschenden Schlussoffenbarung. Musikalisch unterlegt wird die Schicksalskomödie vom verspielten Klavierscore von Alexandre Desplat, womit die Stimmung allerdings nicht immer genau getroffen wird. Überraschend ist auch eine Fantasiesequenz in bester Gore-Manier, in der sich Terry den blutig explodierenden Kopf von Binders Figur vorstellt. Insgesamt empfiehlt sich 'The Upside of Anger' aber als amüsante Mischung aus unaufdringlicher Romanze zwischen zwei verwundeten Seelen und gefühlvoller Familiendramedy, die vermutlich vor allem das etwas ältere weibliche Publikum ansprechen wird. ara.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Charmante Dramedy mit Anleihen an "Zeit der Zärtlichkeit" mit Joan Allen als frustrierte verlassene Ehefrau, die sich an Kevin Costners Schulter ausweint.

Kurzbeschreibung

Terry Wolfinger könnte eigentlich mit ihren vier fast erwachsenen Töchtern im luxuriösen Eigenheim einer Vorstadtsiedlung ein beschauliches Leben führen. Doch seit der Vater und Ehemann vor vier Jahren mit der Sekretärin nach Schweden durchgebrannt ist, ertränkt sie ihrem Kummer im Alkohol. Das bekommen auch die Töchter zu spüren, die mit Affären, Schwangerschaft, Liebeskummer und Krankheiten schon selbst genug Probleme haben. Da taucht plötzlich Nachbar Denny auf und leistet Terry bei ihren Zechgelagen Gesellschaft...

Produktbeschreibungen

Zusammen mit ihrem Ehemann und vier fast erwachsenen Töchtern (Erika Christensen, Evan Rachel Wood, Keri Russell und Alicia Witt) lebt Terry Wolfmeyer (Joan Allen) im imposanten Eigenheim in einer beschaulichen Vorstadtsiedlung. Ja, man könnte sie wohl als den Prototyp der glücklichen, amerikanischen Hausfrau bezeichnen. Doch als ihr Mann urplötzlich von einem Tag auf den anderen verschwindet, kennt Terrys Wut keine Grenzen. Schlimmer noch: sie muss den Töchtern erklären, dass der geliebte Vater mit seiner sehr viel jüngeren Sekretärin nach Schweden durchgebrannt ist und nicht mehr in den Schoß der Familie zurückkehren wird. Während die Töchter versuchen, selbst mit der neuen Situation zurecht zu kommen, müssen sie von nun an auch noch die unberechenbaren Launen der Mutter ertragen.

Auch Nachbar Denny (Kevin Costner), ein liebenswürdiger aber auch irgendwie hoffnungsloser Ex-Baseball-Star, hat schon bessere Zeiten erlebt. Noch zehrt er vom Ruhm vergangener Tage und schlägt sich bei einem kleinen privaten Radiosender als eine Art DJ durch, aber auch er hadert mit seinem Schicksal.
Als Denny zufällig im Hause der Wolfmeyers vorbeischaut, ahnt er noch nicht, in was für einen Schlamassel er da hinein tappt. Denn so sehr er und Terry sich eigentlich nicht ausstehen können, so sehr scheinen sie sich auch anzuziehen. Ein Unglück kommt eben selten allein, und wer rechnen kann, weiß längst: Minus mal
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