Wer Mortan Veiland kennt, weiß dass man zur musikalischen Ausrichtung dieser Platte nicht viele Worte verlieren muss. Gothic Metal, wie man ihn liebt oder hasst. Mehrstimmiger Gesang, viele und dominante Keyboards und Violinen, hartes aber unspektakuläres Gitarrenspiel (Hier gibts keine großartigen Soli oder sowas) Bass und Drums halten sich eher unfauffällig im Hintergrund.
Nichts neues also, aber bewährtes auf durchgehend hohem Niveau. Zwar wird auch auf Sirenias Zweitwerk nicht annähernd das alte Tristania-Level erreicht, aber ich bezweifel sowieso, dass das überhaupt noch mal irgendwer schafft.
Hauptsächlich liegt das daran, dass zwar großartige Gesangslinien vorhanden sind, aber das Spiel mit den verschiedenen Stimmen eher wie ein "Nebeneinander" als ein "Miteinander" klingt.
Weiterhin fehlen, die wirklich einprägsamen Gitarrenriffs. Zwar ist die Gitarrenarbeit weit von Monotonie entfernt, aber so richtig mitreißen kann sie irgendwie nicht.
Man kann keine wirklich Schwächen im Material ausmachen, trotzdem hat man nach fast jedem Lied das Gefühl, dass der letzte Funke irgendwie gefehlt hat.
Schade, aber man merkt deutlich, dass man vielleicht doch noch mal mit einer Großtat wie "Beyound the Veil" rechnen muss ...