FAZ, 12.10.2001
Seine lebenslange Suche nach den Mechanismen der modernen Welt hat V.S. Naipaul zum Literatur-Nobelpreis geführt. Als die Königlich Schwedische Akademie am Donnerstag bekannt gab, dass der 69-jährige britische Autor 2001 die begehrte Auszeichnung erhält, würdigte sie ihn als "literarischen Weltenumsegler", dessen Werke die "Gegenwart verdrängter Geschichte" sichtbar machten. Naipauls Novellen und Romane kreisen um Rassenfragen, postkoloniale Probleme und die Entwurzelung und Verlogenheit des Menschen.
Kurzbeschreibung
Besuchen Sie doch auch unser Special über V.S.Salim, ein indischer Kaufmannssohn von der Ostküste Afrikas, sehr sensibel für politische Veränderungen, verläßt seine Heimat, kurz bevor sich hier ein Umbruch vollzieht, und übernimmt in einer innerafrikanischen Stadt ein heruntergekommenes Geschäft. Er versucht Wurzeln zu schlagen und Perspektiven zu gewinnen, aber die Verhältnisse bleiben labil.Der berühmteste und erfolgreichste Roman des großen Erzählers V.S. Naipaul.
Der Verlag über das Buch
Nobelpreis für Literatur 2001
Über den Autor
Vidiadhar Suraiprasad Naipaul wurde am 17. August 1932 in in Chaguanas in der Nähe von Port of Spain auf Trinidad geboren und lebt sei 1950 in Großbritannien. . An der renommierten Oxford University studierte er englische Literatur. Seine Reisen führten ihn in die indische Heimat seiner Eltern, nach Afrika, Südamerika, auf die Antillen und in den Orient. V.S. Naipaul hat eine Vielzahl von Literatur-Preisen erhalten, u.a. den Bookerpreis 1971 und T.S. Eliot Award for Creative Writing 1986. Er ist Ehrendoktor des St. Andrew's College und der Columbia University sowie der Universitäten in Cambridge, London und Oxford. Im Jahre 1990 wurde er von Königin Elizabeth geadelt.