Die Geschichte von Noahs Arche ist ja hinlänglich bekannt, aber was passiert eigentlich, wenn plötzlich drei statt zwei Pinguinen mit aufs Schiff wollen? Wie kann man das schaffen und was hat das für Konsequenzen? Und überhaupt: Wer ist eigentlich Gott und isst er wirklich gerne Käsekuchen? Oder ist Gott doch eher so eine Art Toaster?!
Fragen über Fragen, die dem einen oder anderen vielleicht gotteslästerlich erscheinen mögen und es nicht sind. Es sind ganz natürliche Fragen, wenn man sich Gedanken zu Gott macht und das ist auch gut so.
Ulrich Hub, der vor allem im Theaterbereich arbeitet (u.a. als Autor und Regisseur) ist hier ein wunderbares Buch gelungen, das sich ganz ohne Angstballast und ohne erhobenen Zeigefinger dem Thema "Gott" annähert. Es geht aber auch um Freundschaft - über alle Gattungsgrenzen hinweg.
Hub schreibt klar, witzig und wahrhaftig. Die drei Pinguine und auch die Taube haben alle einen unverwechselbaren Charakter. Der vorwitzige kleine Pinguin ist natürlich der Sympathieträger - aber nicht nur er wächst dem Leser im Laufe der Geschichte ans Herz.
Jörg Mühle hat das Büchlein kongenial illustriert. Die zauberhaften scharz-weißen Zeichnungen sind ebenso einfach wie genial. Auch der Illustrator schafft es, die einzelnen Figuren lebendig und unverwechselbar werden zu lassen.
Ein schönes, kluges und witziges Buch für Groß und Klein. Was für ein Glücksfall!