...obwohl der Inhalt spannend klingt. Dieses Buch ist leider so ein Fall. Die Grundidee der Geschichte klingt gewitzt und einfallsreich, auch das Cover ist verheißungsvoll (das Auge liest ja manchmal doch auch mit). Doch der Inhalt hält ganz und gar nicht, was das Äußere verspricht. Schon ziemlich bald hat mich der verkünstelte und dabei ziemlich bemüht originelle Schreibstil des Autors genervt. Man hat das Gefühl, er sei selber ganz aus dem Häuschen darüber, dass er tatsächlich gerade ein Buch schreibt. Die Story wackelt so daher, alles passiert irgendwie, eine Spannungskurve baut sich nicht auf. Die Personen sind absolut flach und stereotyp, es nervt, dass man nur die Sichtweise des Protagonisten verfolgen kann, der gefühlt die meiste Zeit der Story in seiner Wohnung sitzt und grübelt. Auch die Auflösung ist absolut an sämtlichen verfügbaren Haaren herbeigezogen. Die Hauptfigur bestellt alle Beteiligten, Ganoven wie Polizisten, einmütig in eine alte Fabrikhalle und erklärt Ihnen und uns in einem seitenlangen Monolog, wie die Geschichte gelaufen ist und wer der Täter war. Wie er darauf gekommen ist, bleibt sein Geheimnis. Dieses mehr als lahme Ende beweist leider, dass auch der Autor seine eigene Geschichte anscheinend nicht in einem sinnvollen Handlungsverlauf schriftstellerisch inszenieren konnte, da er wohl selber gemerkt hat, wie konstruiert und zu großen Teilen unlogisch das Ganze ist.
Fazit: Was anderes lesen!