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Amsterdam, Keizersgracht 333, Querido Verlag - Erinnerungen eines Verlegers
 
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Amsterdam, Keizersgracht 333, Querido Verlag - Erinnerungen eines Verlegers [Gebundene Ausgabe]

Fritz H. Landshoff
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 559 Seiten
  • Verlag: Aufbau-Verlag; Auflage: 2. Aufl. (1991)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351005857
  • ISBN-13: 978-3351005856
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 13,4 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 756.476 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Fritz Helmut Landshoff
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Fritz Landshoff geh”rte zu den herausragendsten Verlegerpers”nlichkeiten des 20. Jahrhunderts. 1927 bis 1933 Mitinhaber und Gesch„ftsinhaber des Gustav Kiepenheuer Verlages Potsdam/Berlin, grndete er im Frhjahr 1933 im Amsterdamer Querido Verlag eine Abteilung fr deutschsprachige Literatur und bot verfolgten Autoren, wie Heinrich und Klaus Mann, Anna Seghers und Lion Feuchtwanger, eine verlegerische Heimat im Exil. Landshoffs Erinnerungen atmen Zeitgeist, geben Auskunft ber Erfolge und Niederlagen bei dem Bemhen, humanistischer antifaschistischer Literatur Geltung zu verschaffen, ber beglckende Freundschaften und den aufreibenden Alltag im Exil. Erg„nzt durch eine Auswahl aus dem Briefwechsel mit seinen Autoren sind sie "ein bewegendes und unersetzliches Dokument dieser Zeit" (Sddeutsche Zeitung). -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Format:Taschenbuch
Fritz H. Landshoff war eine Verlegerpersönlichkeit, wie sie heute wohl kaum mehr zu finden ist. Er war integer und diplomatisch, zurückhaltend und zugleich charismatisch. Nach dem er einige Jahre Verlagsleiter bei Kiepenheuer war, gründete er nach der Machtübernahme der Nazis im Querido-Verlag in Amsterdam eine eigene Abteilung für exilierte deutsche Schriftsteller, die bald zur bedeutendsten Stimme innerhalb der aus Deutschland vertriebenen Literatur wurde.

Gemeinsam mit Klaus Mann entstand unter seiner Ägide die wichtigste Literaturzeitschrift jener Zeit, die "Sammlung", die zum intellektuellen Sprachrohr des Exils wurde. Heinrich und Thomas Mann gehörten genau so zu den Autoren, wie Lion Feuchtwanger, Anna Seghers und Hermann Kesten.

Fritz H. Landshoff sicherte mit seinem Unternehmen, dass sich immer nur ganz knapp finanziell über Wasser halten konnte, die Existenz vieler Autoren, die in Deutschland keine Daseinsberechtigung mehr hatten. So ist seine Bedeutung für die Literatur des 20. Jahrhunderts kaum hoch genug einzuschätzen. Dazu kommt, dass sich dank seines Engagements viele Autoren nicht völlig verloren fühlten, da sie durch Querido noch eine Publikationsmöglichkeit hatten.

Mit Witz und Wärme, aber auch mit Distanz blickt Fritz H. Landshoff in seinen Erinnerungen auf diese turbulenten Jahre zurück. Er bleibt loyal auch gegenüber den Autoren, die bald eigene Wege gingen und Querido den Rücken kehrten. Eine Auswahl aus dem Briefwechsel mit seinen Autoren runden die persönlichen Erinnerungen ab, die sich wie ein "Who is who" des Exils lesen! Ihm selbst wurde 1938 die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt, nach dem Einmarsch der Nazis in den Niederlanden emigrierte auch er in die USA, wo er gemeinsam mit Bermann Fischer ein ähnliches Projekt wie bei Querido startete. Sein Neuanfang in Amerika war steinig, aber letztlich erfolgreich. Dort leitete er viele Jahre einen Kunstverlag.

Seine wichtigste Zeit war aber doch sein Engagement bei Querido. Mit Mut zum Risiko und immer nah am Abgrund schaffte er dort einen Platz der Hoffnung in hoffnungslosen Zeiten!
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