oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 1,40 eintauschen?
Amsterdam
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Amsterdam [Taschenbuch]

Ian McEwan , Hans-Christian Oeser
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 8,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 12 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Mittwoch, 15. Februar: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.

Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Taschenbuch EUR 8,90  
Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Amsterdam gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 1,40 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.

Hinweise und Aktionen

  • Valentinstags-Special: Zusätzlich zu Ihrem Amazon-Einkauf jetzt das Album Classical Music from Romantic Movies für nur 1 EUR herunterladen. Alle Infos zur Aktion.

  • Besuchen Sie den Diogenes Shop und finden Sie dort weitere interessante Bestseller.


Wird oft zusammen gekauft

Amsterdam + Liebeswahn + Saturday
Preis für alle drei: EUR 30,70

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Liebeswahn EUR 10,90

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Saturday EUR 10,90

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details


Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 5., Aufl. (Oktober 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257232845
  • ISBN-13: 978-3257232844
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,6 x 1,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 50.018 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Ian McEwan
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Ian McEwan auf Amazon

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nach vielen guten Romanen, die der Engländer Ian McEwan in den letzten Jahren veröffentlicht hat, die teilweise auch hervorragend verfilmt wurden, man denke an Der Zementgarten, hat er es mit seinem neuesten, jetzt auf deutsch erschienenen Werk geschafft, den renommierten Booker Prize 1998 für den besten Roman zu erhalten. Ein glänzend geschriebenes Werk um die Mechanismen der Macht, Eitelkeit, Scheinheiligkeit und Selbstdarstellung im Medienzirkus.

Nachdem sich die beiden Freunde Vernon und Clive bei der Beerdigung von Molly, einer gemeinsamen Freundin aus Jugendtagen, vor dem Krematorium wiedersehen, beschließen sie, daß sie beide auf keinen Fall einen so schrecklichen Tod wie Molly sterben wollen. Vor allem wollen sie keinem so entsetzlichen, hilflosen Leiden ausgesetzt sein. Sie versichern sich, daß sie sich gegenseitig helfen, wenn einer von ihnen selbst keine Entscheidung mehr über sein Leben treffen kann. Keiner von ihnen soll unnötig leiden, jeder muß dem anderen beim Sterben behilflich sein.

Eine gefährliche Macht, die damit jeder in die Hand des Freundes gibt, denn wer weiß, ob der Freund nicht zu völlig konträren Ansichten über das eigene Leben kommt, als man selbst? Und in der Tat, als Clive seine Jahrtausendsinfonie in Amsterdam präsentiert, Vernon gerade von seinem Stuhl als Chefredakteur durch eine politische Affäre gechasst wird, stehen am Ende der Reise zwei Doppelsärge und warten auf den Rücktransport nach England.

Amsterdam ist ein streng komponierter, vielschichtiger Roman in fünf Teilen, der dem Leser das beinharte Geschäft in den Medien glänzend präsentiert. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Mit ätzender Ironie erzählt Ian McEwan über Medienterror und wahnhafte Verstrickung. Ein rücksichtslos komischer Roman, der in der Nachfolge Jonathan Swifts die Wirklichkeit zur Kenntlichkeit verzerrt." (Focus)
"Ein sehr böser, sehr schlauer Roman." Stern
"Daran zweifelt der englische Schriftsteller Ian McEwan keinen Augenblick: Wir leben in der schlechtesten aller denkbaren Welten. Und die liefert erfreulicherweise für einen Autor, den das Makabre und Bizarre der menschlichen Existenz unwiderstehlich anziehen, phantastisches Erzählmaterial." (Sender Freies Berlin) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

 

Kundenrezensionen

20 Rezensionen
5 Sterne:
 (4)
4 Sterne:
 (5)
3 Sterne:
 (7)
2 Sterne:
 (4)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
3.5 von 5 Sternen (20 Kundenrezensionen)
 
 
 
 
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
Die hilfreichsten Kundenrezensionen

24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen "Cool Britannia" - eine brilliante Satire auf den Zeitgeist, 3. April 2001
Rezension bezieht sich auf: Amsterdam (Gebundene Ausgabe)
Ein Kapitel in Ian McEwans Buch "Ein Kind zur Zeit" aus dem Jahr 1987 handelt von einem konservativen Politiker, der sich überraschend aus der Politik zurückzieht und in einen Zustand kindlicher Regression fällt. Wenig später begeht er Selbstmord. Seine Frau, eine Physikerin, liefert eine Erklärung für sein bestürzendes Verhalten: "Er wollte berühmt sein und von Leuten gesagt bekommen, daß er eines Tages Premierminister sein würde, und er wollte der kleine Junge sein, den die Welt nichts anging, der keine Verantwortung hatte, von der Welt da draußen nichts wußte." Die Physikerin, so heißt es weiter, sieht im Scheitern ihres Mannes nur die Extremform eines allgemeinen gesellschaftlichen Problems. All das "ganze Streben und Schreien, das Manipulieren und Debattieren" diene nur dazu, seine Schwäche nicht herauszulassen.

Dieses Motiv aus "Ein Kind zur Zeit" findet sich in abgewandelter Form in McEwans neuesten Roman Amsterdam wieder, für den McEwan Ende 1998 der Booker-Preis verliehen wurde. Hier ist es ein erzkonservativer Außenminister, der durch kompromittierende Fotos, die ihn in Frauenkleidung zeigen, zu Fall gebracht wird. Unfähig, sich selbst zu verteidigen, zieht er sich wie ein frustrierter Teenager in sein Bett zurück, während seine Frau, eine erfolgreiche Ärztin, die Verteidigung ihres Mannes gegenüber einer sensationslüsternen Presse in die Hand nimmt. Beide Szenen verweisen auf ein Grundmotiv im Werk des britischen Schriftstellers: Formen der Regression, sexuelle Normverstöße, spontane Ge-waltausbrüche und moralische Heuchelei kennzeichnen in seinen Büchern die Unfähigkeit der (männlichen) Protagonisten, den Ansprüchen einer chaotischen Gesellschaft gerecht zu werden.

Gesellschaftskritik hat schon immer eine wichtige Rolle bei McEwan gespielt, entzog sich aber oft der Aufmerksam-keit seiner Kritiker. Lange Zeit galt dieser 1948 als Sohn eines Armeeangehörigen in Aldershot Geborene, der seine Kindheit auf Militärstützpunkten in Singapur und Libyen verbracht hat, als Meister der "Gothic Novel", der englischen Variante des Schauerromans. Ins-besondere seit seinem Romandebüt "Der Zementgarten" - der Geschichte einer inzestuösen Geschwisterbeziehung - aus dem Jahr 1978, das ihm das Lob Stephen Kings und den Spottnamen "Ian McCaber", Ian der Makabre, einbrachte, klebt dieser zweifelhafte Ruf an ihm. Noch heute, klagte er unlängst in einem Interview, wolle man ihn in England ständig neben einem Müllberg oder einer toten Ratte fotografieren, obwohl er doch inzwischen "ganz andere" Bücher schreibe. Daran ist McEwan aber keineswegs unschuldig. Lange Zeit schien er unwillig, das Graue und Wiederholbare des Alltags zu sehen. Immer lief alles auf spektakuläre, schockierende Effekte zu. Erst später öffnete sich sein Schreiben neuen Themen, unter anderem einer kritischen Erforschung patriarchalischer Machtstrukturen in der heutigen Gesellschaft. Im Rückblick, in einem Interview, stellte sich ihm dieser Prozeß als eine Reifung dar: "I stepped out into the world". In seinen letzten Büchern wie "Ein Kind zur Zeit" (der einfühlsam beschriebenen Geschichte einer Kindesentführung), "Unschuldige" (1989), "Schwarze Hunde" (1992) und dem gefeierten Roman "Liebeswahn" (1997) über einen von religiösen und erotischen Phantasien be-sessenen Mann, läßt sich sogar ein verhalten optimistischer, manchmal fast sentimentaler Ton vernehmen, der allerdings, sehr leise, schon immer im Chaos und der Gewalt seiner Geschichten mitschwang.

Sein neuester Roman könnte Anlaß sein, das einstige Vorurteil endgültig zu revidieren. Denn in "Amsterdam" stehen McEwans Leitmotive - Beziehungen, Sexualität, Feminismus, Zivilisationskritik, der Gegensatz zwischen Stadt und Land, Kunst und Macht - im Dienst eines ätzenden Porträts von Tony Blairs "Cool Britannia". Das Ende der Major-Thatcher-Jahre erlaubt ihm erst eine umfassende gesellschaftliche Deutung all der Obsessionen und Probleme, die er zuvor zum Thema seiner Bücher gemacht hat. Dabei zeichnet er ein sehr wirklichkeitsnahes Bild der sozialen Milieus, denen seine vier Protagonisten - ein Politiker, ein Komponist, ein Journalist und ein Zeitungsverleger - enstammen. Dem Buch ist auf jeder Seite anzumerken, wieviel Spaß es McEwan gemacht haben muß, "in der Welt der Arbeit", wie er es selbst einmal ausdrückte, zu schreiben. Auch die Frage, die im Mittelpunkt des Romans steht, hat einen realen Hintergrund: Sie lautet, ob das Privatleben eines Politikers, besonders seine sexuellen Vorlieben, Gegenstand öffentlichen Interesses sein darf. Daß es sich dabei um ein Problem mit weitreichenden Folgen handeln kann, hat vor wenigen Jahren die Clinton-Lewinsky-Affäre gezeigt. Schonungslos legt Mc-Ewan die gesellschaftliche Heuchelei offen, die solchen "Skandalen" innewohnt. "Schockierend" wie McEwans frühe Erzählungen ist am ehesten die Brutalität, mit der die Protagonisten des Buches - alles ehemalige Liebhaber der frühverstorbenen Molly Lane - ihre Ziele durchzusetzen versuchen: Der Komponist, Clive, greift nicht ein, als eine Frau vergewal-tigt wird, weil er gerade eine Inspiration für eine neue Komposition hat, der Chefredakteur, Vernon, startet eine Schmutzkampagne, um die Auflagenhöhe seiner Zeitung zu steigern, und in Gang gebracht wird alles von dem eifersüchtigen Zeitungsverleger, der durch die Veröffentlichung kompromittierender Fotos den Außenminister und ehemaligen Liebhaber seiner verstorbenen Frau Molly zu Fall bringen will. Vor diesem Hintergrund steht der vermeintliche Freundschaftspakt, den Clive und Vernon nach Mollys Tod schließen: Sollte einer von ihnen jemals so leiden wie Molly, solle ihm der jeweils andere Freund den Gnadenstoß versetzen. Doch als die Freundschaft zerbricht, offenbart die Abmachung ihren teuflischen Kern: In Amsterdam, wo die Euthanasiegesetze liberaler als in anderen Ländern gehandhabt werden, kommt es zu einem makabren Showdown. McEwan hat seine bisherigen Bücher vor einiger Zeit in einem Interview als "Romane der Krise und Verwand-lung, der Durchgangsriten von großer Intensität für die Charaktere" bezeichnet; von "Liebeswahn" gehe sogar die Bedrückung eines Alptraums aus. Demgegenüber schlägt Amsterdam - bei allem schwarzen Humor - einen leichteren und insbesondere ironischeren Ton an. Leicht, aber nicht seicht, wie Kritiker behauptet haben. Amsterdam ist keine "Fünf-Finger-Übung" wie Mc-Ewans Schriftstellerkollege Will Self bei der Verleihung des Booker-Preises an McEwan gespottet hat. Während für McEwans frühere Bücher Autoren wie Franz Kafka, Thomas Mann, Nabokov oder E. M. Forster Pate gestanden haben mögen, erinnert Amsterdam vielmehr an die frühen Werke des englischen Satirikers Evelyn Waugh und an die Gesellschaftskommödien des Amerikaners John Updike. Brillant sind seine sarkastischen Beschreibungen der Londoner High Society, fesselnd seine Darstellung des Lake District, beeindruckend auch sein Porträt des künstlerischen Schaffens von Clive, dem Komponisten. Welchen Weg McEwan in den vergangenen Jahrzehnten zurückgelegt hat, zeigt der Gewinn des Booker-Preises. McEwans Werk ist zu einem festen Be-standteil der englischen Gegenwartsliteratur geworden. Möglich wurde dies nicht zuletzt deshalb, weil er sich neuen Themen und Stilen geöffnet hat. Sein Schreiben läßt sich heute mit Recht als "sardonische, aber weise Untersuchung der Moral und der Kultur unserer Zeit" verstehen, wie die Booker-Preis-Jury ihre Entscheidung begründete. Mit dem Verschwinden drastischer Schockeffekte und der Aufmerksamkeit für Zwi-schentöne hat sich sein Blick für die Probleme der zeitgenössischen Gesell-schaft geschärft.

Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Booker Prize für Ian McEwan, 16. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Amsterdam (Taschenbuch)
Clive Linley ist ein bekannter, gefeierter Komponist, der gerade mit dem Auftrag, eine Millenium-Symphonie zu komponieren, beschäftigt ist; Vernon Halliday ist Chefredakteur beim Judge, einer Zeitung am absteigenden Ast.

Beiden gemeinsam ist eine sehr alte Freundschaft - und Molly Lane, auf deren Beerdigung sie sich treffen. Auch ein anderer Liebhaber Mollys ist dort anzutreffen: Julian Garmony, Außenminister und heißer Tip für den künftigen Premierminister.

Kurz nach diesem Treffen werden Vernon Fotos von Julian zugespielt - Fotos, die ziemlich sicher dessen politische Karriere endgültig zerstören. Beinahe eine moralische Pflicht, diese Fotos gegen Julian zu verwenden, da dieser politisch streng rechts angesiedelt ist. Auf Clives entsetzte Reaktion, damit zutiefst unmoralisch zu handeln, reagiert Vernon nur mit Wut und Ärger.

Clive fährt nach dem Streit in die Berge. Er hat ohnehin einen Kreativitätsstop und hofft dies in den Bergen beenden zu können. Und wirklich - nach ein paar Stunden fühlt er die richtige Melodie in sich. Nur jetzt schnell aufschreiben, damit sie nicht wieder verloren ist! Gerade in diesem Moment sieht er eine Frau auf dem Wanderweg, die offensichtlich in heftigem Streit mit einem Mann da steht. Soll Clive eingreifen? Und damit vielleicht sein Meisterwerk, seine Symphonie zerstören? Ein Streit zwischen Liebenden, befindet er kurzerhand, und kehrt um.

Als er Vernon diese Episode erzählt, reagiert dieser nicht gleich. Doch später am Tag fällt ihm ein, daß genau an besagtem Tag ein Vergewaltiger in den Bergen unterwegs war. Er findet, es wäre Clives moralische Pflicht, nun zumindest der Polizei zu helfen...

Wo sind die Grenzen einer Freundschaft? Wo ziehen wir die Grenze zwischen moralisch und unmoralisch, richtig und falsch? Große Fragen.

Und in diesem Buch sehr glaubhaft und realistisch dargestellt. Die Verdrängung, die wohl jeder schon erlebt hat, die Versuche, das eigene Handeln, das man im Hinterkopf durchaus als falsch erkennt, vor sich selbst zu rechtfertigen - und zwar um Gottes Willen nicht damit, dass es einem selbst Profit verspricht - kennt wohl jeder in irgendeiner Form.

Und das alles auch noch meisterhaft geschrieben! Den Booker-Preis hat Ian McEwan dafür bestimmt nicht umsonst erhalten - auch wenn gemunkelt wird, dass er ihn für Liebeswahn mehr verdient hätte.

Ein Urteil darüber, für welchen der beiden Romane er den Booker nun verdient hat, will ich nicht aussprechen - mir haben beide Romane sehr großes Lesevergnügen bereitet, mich zum Nachdenken gebracht und mich stilistisch überzeugt. McEwan ist und bleibt eine Ausnahmeerscheinung unter den heutigen Autoren!



Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Nicht auf der Höhe!, 7. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Amsterdam (Taschenbuch)
Wer kennt sie nicht: Die Bücher, die man immer lesen wollte und die einem doch immer wieder entgehen:
"Amsterdam" von Ian MacEwan, der mich mit "Liebeswahn", "Abbitte" und vorallem "Saturday" wirklich begeistert hat, gehört für mich dazu. Diese Lücke habe ich nun geschlossen.
"Amsterdam" ist ein Roman mit perfektem, dramatischen Aufbau. MacEwan "hat" den Leser von den ersten Sätzen an, aber er verliert sein Ziel immer wieder aus den Augen. Während er die beiden Gegenspieler des Romans am Anfang doch sehr lebensnah zu schildern versteht, gerät die Geschichte irgendwann aus den Fugen und plätschert bis zum arg konstruierten Schluss ziemlich dahin.
Trotzdem ist schon bei "Amsterdam" erkennbar, wie viel Potential in Ian MacEwan steckt. Außerdem hat er ein Geschick und Gespür für die Tiefen der Psyche, die er schon in diesem Buch unter Beweis zu stellen vermag.
Alles in allem ist "Amsterdam" ein Buch, dass sich zu lesen lohnt -- nicht zuletzt, weil man daran ablesen kann, wie sich Ian MacEwan gesteigert hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
 
 
Die neuesten Kundenrezensionen











Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen



Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   


Lieblingslisten

Legen Sie Ihre eigene Lieblingsliste an

Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de