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Amsterdam Gebundene Ausgabe – 1999


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 221 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257062206
  • ISBN-13: 978-3257062205
  • Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 12,6 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 459.840 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot, wurde als Literaturstudent von Angus Wilson und Malcolm Bradbury gefördert, von Philip Roth für ein Schriftsteller-Stipendium nominiert und für den ersten Erzählungsband mit dem Somerset-Maugham-Preis ausgezeichnet. Der Autor lebt und arbeitet in London.

Produktbeschreibungen

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Nach vielen guten Romanen, die der Engländer Ian McEwan in den letzten Jahren veröffentlicht hat, die teilweise auch hervorragend verfilmt wurden, man denke an Der Zementgarten, hat er es mit seinem neuesten, jetzt auf deutsch erschienenen Werk geschafft, den renommierten Booker Prize 1998 für den besten Roman zu erhalten. Ein glänzend geschriebenes Werk um die Mechanismen der Macht, Eitelkeit, Scheinheiligkeit und Selbstdarstellung im Medienzirkus.

Nachdem sich die beiden Freunde Vernon und Clive bei der Beerdigung von Molly, einer gemeinsamen Freundin aus Jugendtagen, vor dem Krematorium wiedersehen, beschließen sie, daß sie beide auf keinen Fall einen so schrecklichen Tod wie Molly sterben wollen. Vor allem wollen sie keinem so entsetzlichen, hilflosen Leiden ausgesetzt sein. Sie versichern sich, daß sie sich gegenseitig helfen, wenn einer von ihnen selbst keine Entscheidung mehr über sein Leben treffen kann. Keiner von ihnen soll unnötig leiden, jeder muß dem anderen beim Sterben behilflich sein.

Eine gefährliche Macht, die damit jeder in die Hand des Freundes gibt, denn wer weiß, ob der Freund nicht zu völlig konträren Ansichten über das eigene Leben kommt, als man selbst? Und in der Tat, als Clive seine Jahrtausendsinfonie in Amsterdam präsentiert, Vernon gerade von seinem Stuhl als Chefredakteur durch eine politische Affäre gechasst wird, stehen am Ende der Reise zwei Doppelsärge und warten auf den Rücktransport nach England.

Amsterdam ist ein streng komponierter, vielschichtiger Roman in fünf Teilen, der dem Leser das beinharte Geschäft in den Medien glänzend präsentiert. --Manuela Haselberger

Pressestimmen

"Mit ätzender Ironie erzählt Ian McEwan über Medienterror und wahnhafte Verstrickung. Ein rücksichtslos komischer Roman, der in der Nachfolge Jonathan Swifts die Wirklichkeit zur Kenntlichkeit verzerrt." (Focus)
"Ein sehr böser, sehr schlauer Roman." Stern
"Daran zweifelt der englische Schriftsteller Ian McEwan keinen Augenblick: Wir leben in der schlechtesten aller denkbaren Welten. Und die liefert erfreulicherweise für einen Autor, den das Makabre und Bizarre der menschlichen Existenz unwiderstehlich anziehen, phantastisches Erzählmaterial." (Sender Freies Berlin)

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Kundenrezensionen

3.5 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Oliver Wieters am 3. April 2001
Format: Gebundene Ausgabe
Ein Kapitel in Ian McEwans Buch "Ein Kind zur Zeit" aus dem Jahr 1987 handelt von einem konservativen Politiker, der sich überraschend aus der Politik zurückzieht und in einen Zustand kindlicher Regression fällt. Wenig später begeht er Selbstmord. Seine Frau, eine Physikerin, liefert eine Erklärung für sein bestürzendes Verhalten: "Er wollte berühmt sein und von Leuten gesagt bekommen, daß er eines Tages Premierminister sein würde, und er wollte der kleine Junge sein, den die Welt nichts anging, der keine Verantwortung hatte, von der Welt da draußen nichts wußte." Die Physikerin, so heißt es weiter, sieht im Scheitern ihres Mannes nur die Extremform eines allgemeinen gesellschaftlichen Problems. All das "ganze Streben und Schreien, das Manipulieren und Debattieren" diene nur dazu, seine Schwäche nicht herauszulassen.
Dieses Motiv aus "Ein Kind zur Zeit" findet sich in abgewandelter Form in McEwans neuesten Roman Amsterdam wieder, für den McEwan Ende 1998 der Booker-Preis verliehen wurde. Hier ist es ein erzkonservativer Außenminister, der durch kompromittierende Fotos, die ihn in Frauenkleidung zeigen, zu Fall gebracht wird. Unfähig, sich selbst zu verteidigen, zieht er sich wie ein frustrierter Teenager in sein Bett zurück, während seine Frau, eine erfolgreiche Ärztin, die Verteidigung ihres Mannes gegenüber einer sensationslüsternen Presse in die Hand nimmt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Danny B. TOP 1000 REZENSENT am 4. Januar 2010
Format: Taschenbuch
Wie bei seinem Roman "Liebeswahn" (meinem persönlichen Lieblingsbuch) versteht Ian McEwan als 'Meister der Erzählkunst' auch in "Amsterdam" sein Handwerk perfekt! Es geht um zwei Freunde (Clive Linley, Komponist, und Vernon Halliday, Chefredakteur eines angesehenen Blattes), die sich gegenseitig ein schwerwiegendes Versprechen geben: jeweils den anderen vor dem geistigen Verfall oder einer anderen schweren Krankheit zu bewahren, indem man sich gegenseitig (aktiv) Sterbehilfe leistet bzw. den jeweils anderen zu einem Ort bringt, an dem ein solches Vorhaben möglich ist (z. B. in den Niederlanden). Was für eine verheerende und schwere Last, die die beiden Freunde mit einem solchen Versprechen von nun an auf sich geladen haben! Als es zum Bruch der Freundschaft kommt, droht der einst geschlossene Pakt den beiden Freunden zum Verhängnis zu werden...

Auslöser für das Abringen eines solchen Versprechens war das Begräbnis einer gemeinsamen Freundin von Clive und Vernon (Molly Lane), die nach dem raschen Fortschreiten ihrer Demenz-Erkrankung sich nicht mehr dagegen wehren konnte, von ihrem eigenen Ehemann unter einem sehr strengen und menschenunwürdigen Regiment "gepflegt" und bis zu ihrem Tod gefangen gehalten zu werden. Ein wahrer Albtraum!

Ian McEwan versteht es geschickt, den Leser durch die so unterschiedlichen Charaktere in seinen Romanen und die super-spannenden Handlungen, in die er seine Akteure stets hineingeraten lässt, derart zu fesseln, dass es nahezu unmöglich ist, ein einmal begonnenes Buch auch nur einen Moment aus der Hand zu legen. Das Jahr 2010 wird für mich keineswegs langweilig werden, da die weiteren Bücher von Ian McEwan bereits darauf warten, von mir gelesen zu werden...
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von euripides50 TOP 500 REZENSENT am 15. Oktober 2005
Format: Taschenbuch
Clive Linley und Vernon Halliday, zwei Angehörige der „glücklichen Generation" treffen sich am Grabe der überraschend verstorbenen Molly, die vor ihrer Ehe mit dem reichen Presse-Unternehmer Georg Lane mit ihren Reizen nicht gegeizt hat. Beide, nicht nur durch ihre Liebe zur verstorbenen Molly sondern auch durch eine langjährige Freundschaft miteinander verbunden, stehen unmittelbar vor einem großen Karriereschritt: Clive komponiert in offiziellem Auftrag eine Milleniumssinfonie, die ihn endgültig in die Kategorie von Beethoven und Bach erheben soll, und Vernon versucht als Chefredakteur des „Judge" den allseits verhassten populistischen Außenminister Garmony durch die Veröffentlichung kompromittierender Bilder als Premierminister zu verhindern. Über die moralische Frage, ob man ein politisches Ekelpaket oder das, was Clive und Vernon dafür halten, durch die Veröffentlichung privater Sexualvorlieben an den Pranger stellen und erledigen darf, kommt es zwischen den beiden Freunden zum Bruch. Aber es kommt noch schlimmer: der Skandalangriff des „Judge" auf den Außenminister verpufft, und Vernon verliert seinen Job, Clives Milleniumssinfonie entpuppt sich wegen eines vollkommen verpatzten Schlusssatzes als plagiativer Schrott. So weit so gut erzählt. Ein echter Mc Ewan, präzise, ungemein unterhaltsam und blitzgescheit, ein intellektueller Genuss, wenn man nur an die zahlreichen, in den Text eingestreuten Ausführungen über die glückliche Generation der 68er, die moderne Presse oder die zeitgenössische Musik denkt.Lesen Sie weiter... ›
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