Ich möchte hier mir aller Deutlichkeit die kurze und furchtbar einseitige Rezension der Amazon-Redaktion zu einem höchst unfachlichen Schnellschuss erklären!! Ich frage mich allen Ernstes wie man, wenn man die Kritik von Musik zu seinem Beruf gemacht hat, zu solch vorschnellen Urteilen kommen kann??
Damit gleich zum Thema, der guten "Amputechture" nämlich. Es braucht natürlich wieder sehr viel Zeit sie vollends aufzunehmen, vor allem, wenn man den "The Mars Volta-Sound" bisher noch gar nicht an sich herangelassen hat. Aber man kann nur immer wieder wiederholen: Damit wird man am Ende umso reichhaltiger belohnt und dreht vor Freude an diesen genialen Kompositionsstrukturen beinah durch. Ernsthaft! Der Schlüssel dafür ist Geduld. Komplexität bedarf auch ein wenig Investition. Damit sei ganz klar gesagt, dass dieses Werk anfangs auf gar keinen Fall zum Nebenbeihören gedacht ist. Wer Musik nur als bereicherndes Nebenbei empfindet, wird mit diesem Album keineswegs sofort glücklich, wenn überhaupt.
Für mich als Progressive-, Alternative- und Art-Rock-Hörer ist diese Scheibe nach dem durchschnittlich 100sten Durchlauf die beste Neuerscheinung des Jahres 2006. Was hier wieder an musikalischem Ideengeist und an Können versprüht wird ist schier unglaublich und sucht leider Seinesgleichen. Darin steckt so viel Energie, Freude und Genialität, dass man gar nicht zum Lebensverneiner werden kann! Einfach herrlich was die Welt in der Lage ist hervorzubringen! Damit steht die Scheibe Ihren Vorgänger-Alben in Nichts nach. Meinem persönlichen Empfinden nach ist sie noch energiegeladener als die "De-Loused" und die "Frances". Doch wird die kniffelige Struktur der "Frances" beibehalten, was sie für mich gar zum Besten der 3 Alben macht. Doch das ist wohl reine Geschmackssache.
Fakt ist nur eins: mit der "Amputechture" holt man sich wahre Qualität und ein weiteres Über-Werk des noch relativ unpopulären Meilensteins der mordernen "Rockmusik" der Marke "The Mars Volta" ins Haus. Von "Krach" kann nur ein vorschnell urteilender, ungeduldiger Gelegenheitsmusikhörer sprechen. Schade, dass so die eigene Urteilskraft vieler eventueller Liebhaber negativ getrübt wird. Wer Interesse an komplexer, kopflastiger, belebender Musik hat, der sollte sich um solche Stimmen nicht scheren, sondern "The Mars Volta" einfach selbst entdecken ... und ... ja nicht zu früh aufgeben!! ;)