Die folgende Rezension basiert auf der aufwändigen Papphüllenversion des Albums.
Mit dem Album "Amplified-A decade of reinventing the cello" ist Apocalyptica beim nunmehr sechsten angelangt. Zwischen den letzten Alben hat die Band ihren Stil und ihr Image häufig verändert, indem sie sich von Metallica-Covern zu einer international erfolgreichen, mediengeachteten Hard-Rock/Metalband hocharbeiteten und mittlerweile immer öfter auch mit Sängern kooperieren. Dieser Entwicklung zollt Apocalyptica und fasst auf den neuen zwei Scheiben das über zehnjährige finnische Werk zusammen.
Während auf der ersten CD ein bunter Instrumentalmix aus den fünf Alben zu finden ist, sind auf dem zweiten Silberling sämtliche Gesangsstücke enthalten (ausgenommen zweier weiterer Versionen von "Quutamo"):
Inhalt: Enter Sandman, Harmageddon, Nothing else matters, Refuse/Resist, Somewhere around nothing, Betrayal, Farewell, Master of Puppets, Hall of the mountain king, One, Heat, Cohkka, Kaamos, Deathzone, Angel of death. Letzteres ist extra für dieses Album gecovert worden.
Über die Stückauswahl lässt sich natürlich je nach Vorliebe streiten - so ist es etwa erstaunlich, dass Apocalyptica trotz Massen an (guter) eigener Musik auf CD 1 so viele Cover aufgenommen hat. Insgesamt bietet die CD natürlich trotzdem einen repräsentativen Rückblick.
Die zweite Scheibe im Bund mag auch auf geteilte Gemüter stoßen, weil man Apocalyptica mit Gesang entweder mögen oder nicht mögen kann:
Inhalt: Repressed (neu), Path Vol 2, Bittersweet, Hope Vol. 2, Wie weit, Faraway Vol. 2, Life Burns, Seemann. Nicht zu vergessen das Video zu "Heat", das auch auf der CD ist.
Allein, weil die meisten der Stücke bisher nur auf den Sondereditionen oder als Single zu haben waren, ist diese CD einen Blick wert.
Alles in allem ist "Amplified" für Neueinsteiger und natürlich Fans auch wegen der hübschen Ausstattung lohnenswert. Hörer, die viele/alle Alben schon haben oder keinen Wert auf die Gesangsstücke legen, brauchen "Amplified" nicht unbedingt.
F.P.