"Amores Perros" ist - wie der Titel sagt - ein Film über Liebe und Hunde, ein mexikanisches Grossstadt-Epos, das im brutalen Dschungel der Metropole Mexico City spielt. Drei Liebesgeschichten werden nacheinander erzählt. Die erste Teil handelt von Octavio, der Susanna, die Frau seines Bruders, liebt, und mit Hundekämpfen sich das Geld für eine gemeinsame Zukunft verdient. Im zweiten Teil geht es um die Liebe des verheirateten Verlegers Daniel zum Modell Valeria. Im letzten Teil sucht der Obdachlose El Chivo die Liebe seiner Tochter Maru. Dabei handelt es sich nicht um kitschige Liebesgeschichten, denn sie stehen alle unter dramatischer Hochspannung, welche die Zuschauer berühren und fesseln. Jede Geschichte hat ihre Hunde: Kampfhunde, Schosshündchen, Strassenhunde. Alle Liebesgeschichten bleiben irgendwie offen, wobei allerdings am Schluss Hoffnung auf eine bessere Zukunft besteht.
Die Geschichten sind zwar voneinander unabhängig, streifen sich jedoch immer wieder, und werden vor allem durch einen Autounfall miteinander verbunden. Der Autounfall ist der Dreh- und Angelpunkt des Film, worum alle Geschichten kreisen. Die Struktur des Films ist sehr raffiniert gemacht. Die Geschichten laufen nicht einfach chronologisch ab, sondern es erfolgen immer wieder kleinere zeitliche Sprünge. Der Film ist häufig mit Handkamera gefilmt, was nervös und hektisch wirkt, schnell geschnitten und bei den blutigen Kampfhundeszenen mit Hip Hop-Musik unterlegt, was die Brutalität des Grossstadtlebens verdeutlicht. Die Inszenierung ist meisterhaft. Sehr interessant ist auch die Dokumentation, wo der Regisseur geschnittene Szenen präsentiert und erläutert. Dabei erklärt er viel über die Geschichten und Machart des Films.