Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Das Problem ist das Thema, 20. Juni 2008
Nach den auf ganz unterschiedliche Art und Weise beeindruckenden, gar verstörenden Werken "Evil" und "Beutezeit" habe ich mich wie ein Kind auf die neue deutsche Veröffentlichung von Jack Ketchum gefreut. Leider wurde diese Vorfreude nicht ganz erfüllt. Und dies ist meiner Meinung nach nicht Ketchums Verschulden, sondern ganz einfach die Folge des Laufs der Zeit. Das Thema des amoklaufenden, gnadenlosen Serienkillers wurde in den letzten Jahren durch Film und Literatur derart überstrapaziert und ausgelutscht, dass kaum mehr neue Facetten gewonnen werden können. Wäre der Roman vor einigen Jahren erschienen, hätte mich die Geschichte bestimmt in stärkerem Masse berührt.
Auf jeden Fall muss dem Autor zugute gehalten werden, dass er nicht ellenlange Seitenschinderei betreibt, wenn es um die Ermittlungen geht - letzten Endes gleicht da ohnehin ein Thriller dem andern. Schnell springt er zwischen Protagonisten und Antagonisten herum, lässt uns also durch die Augen des Killers, des Cops und der Opfer die Geschichte erleben. Eine Technik, die durchaus zum Denken anregen kann. Auch ist Ketchums präziser, knapper Schreibstil dem Inhalt und dem unausweichlichen Ende nur dienlich.
Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf den nächsten Roman "Blutrot", der im November erscheinen wird.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Beutezeit für einen Killer, 20. Juni 2008
Ich war sehr gespannt auf das "neue" Buch von Jack Ketchum, da ich die beiden ersten Bücher von ihm, die hier erschienen sind, einfach nur genial fand.
Und so freute ich mich natürlich wie ein Schnitzel auf Amokjagd.
Habe, nachdem ich es mir gekauft hatte, auch gleich angefangen zu lesen und wieder begeisterte mich Ketchum's direkter und schnörkelloser Schreibstil.
Doch bis zur Hälfte des Buches ist etwas passiert, was ich bei Ketchum nicht erwartet hatte: es kam tatsächlich etwas Langeweile auf.
Es passierte einfach nicht wirklich viel. Sicher gibt es hier und da durchaus spannende Stellen, aber diese sind in den ersten 150 Seiten rar gesät. Es wäre ja schön gewesen, wenn in dieser ersten Hälfte die Charaktere etwas mehr Tiefe spendiert bekommen hätte, aber diese bleiben in der ersten, wie auch in der zweiten Hälfte blass und platt. Tiefgang ist hier ganz klar Fehlanzeige.
Nur die Psyche von der Hauptfigur Wayne wird etwas mehr beleuchtet, was auch durchaus interessant ist. Doch auch er kommt nicht über den Durchschnitt hinaus. Ich muss aber auch sagen, dass die Geschichte sehr gut anfängt und alles ziemlich schnell auf den Punkt gebracht wird.
Die zweite Hälfte des Buches ist wesentlich interessanter und hält einen ständig auf Trab. Gekrönt wird es mit einem furiosen, kompromisslosen Finale, was leider etwas kurz geraten ist.
Alles in allem liest es sich aber sehr gut, flott und spannend.
Hätten die Charaktere etwas mehr Tiefe (allen voran Hauptcharakter Wayne), wäre Amokjagd ein echter Knaller geworden.
Somit landet dieses Buch in meiner Ketchum-Liste auf Platz 3.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Der neue Ketchum..., 14. Juni 2008
Mit mehr Vorfreude als auf die Fussball-EM habe ich den neuen Ketchum erwartet und muss nun leider sagen, ich bin enttäuscht!
Wie schon bei "Beutezeit" macht Ketchum meiner Meinung nach den Fehler, dass die Charaktere wieder absolut keine Tiefgründigkeit besitzen und somit dem Leser auch fast völlig egal ist, wer "auf der Strecke" bleibt und wer nicht. Darunter leidet natürlich dann auch die Spannung.
Ich muss dem vorigen Kritiker Recht geben, man kann die Romane nicht vergleichen, aber bei "Evil" hat man wirklich mitgefiebert, bei "Amokjagd" nicht!
Was bleibt ist ein gut geschriebener, nach Ketchum-Art sehr harter Thriller, allerdings ziemlich oberflächlich.
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