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Amnesiac

72 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Audio CD (1. Juni 2001)
  • Erscheinungsdatum: 4. Juni 2001
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Parlophone Label Group (Plg) (Warner)
  • Spieldauer: 44 Minuten
  • ASIN: B00005B4GU
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Hörkassette  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (72 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 14.994 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Packt like sardines in a crushd tin box
2. Pyramid song
3. Pulk/pull revolving doors
4. You and whose army?
5. I might be wrong
6. Knives out
7. Amnesiac/Morning bell
8. Dollars & cents
9. Hunting bears
10. Like spinning plates
11. Life in a glass house

Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

Amnesiac

Amazon.de

Radioheads Amnesiac ist eher auf Songs und auf akustische Elemente hin orientiert als Kid A. Es ist zwar nicht unbedingt "Kid B", aber es ist unbestritten aus demselben Holz geschnitzt, wenn die Band sich in faszinierend witzigen Einfällen einerseits und dem Elend des Nihilismus andererseits ergeht. Zum ersten Mal in der Karriere von Radiohead bedeutet eine neue Platte nicht den totalen Erdrutsch in den künstlerischen Zielsetzungen. Ganz unabhängig davon, welche der beiden zuerst herausgegeben wurde, verdienen beide unsere Beachtung; denn schließlich ist Amnesiac ebenso wie Kid A ein erstaunliches Meisterwerk. Songs wie "You and Whose Army?" und "I Might Be Wrong" setzen nur ein wenig mehr Elektronik ein und klingen sonst fast nach einer typischen aus fünf Musikern bestehenden Rockband. Man könnte fast meinen, dass die Band immer noch einen Gitarristen beschäftigt, wenn man Jonny Greenwoods wehmütige Passagen bei "Knives Out" hört oder seine subtilen, aber bemerkenswerten Beiträge bei der antikapitalistischen Tirade "Dollars and Cents". Aber die Band wechselt permanent die Gänge und bewegt sich in das Terrain von Boards of Canada bei "Like Spinning Plates" und bietet düstere, vom Bass geprägte Kuriositäten wie "Pulk/Pull Revolving Doors", ein elektronisch verzerrtes Stück im Stil von Avantgarde-Techno, das auch bei einer Platte von Autechre oder Aphex Twin nicht überraschen würde. Die halb gesungene, halb gesprochene Stimme wurde entweder von einem total entstellten Thom Yorke übernommen oder vielleicht auch von einem redegewandten Mikrowellengerät. Was immer es auch sein mag, die Musik verliert nie ihren Elan, ganz gleich ob sie von Menschen oder von Technik angetrieben wird. Radiohead hat den Dreh raus, Rockmusik wieder interessant zu machen, und darum geht es letztlich immer, wenn sie Amnesiac oder Kid A aufnehmen. Es ist mehr als von dem miserablen Pop-Punk, dem Teen-Pop und der seelenlosen Techno-Maschinerie gesagt werden kann, die zurzeit die Charts beherrschen. Also verdient Radioheads verblüffende Expedition in die Sorgen und Nöte des 21.Jahrhunderts unsere Anerkennung. --Matthew Cooke

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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 29. Mai 2001
Format: Audio CD
radiohead werden wohl damit leben müssen, dass all ihre alben an ihrem monströsem meisterwerk "ok computer" gemessen werden. mit "kid a" eröffnete sich die band die welt der elektronik, fern ab von ihrem klassischen rocksound.was auf "kid a" noch wie ein eigenwilliger versuch klingt, erreicht auf "amnesiac" eine bei radiohead noch nie dagewesene perfektion. die soundkollagen "kid a's" vermischen sich mit klassischen radiohead sounds und bilden gemeinsam eine nahezu sphärische leichtigkeit.das album beginnt mit dem wohl poppigsten aller radiohead songs,packt like sardines in a crushed tin box.mit dem pyramid song sinkt man auf die tiefen des ozeans.you and who's army bildet den melancholischen höhepunkt des albums.der ware höhepunkt des albums findet sich jedoch erst am ende des albums,like spinning plates überzeugt durch seine elektronische verspieltheit in kombination mit yorks intensiver stimme.mit einer mischung aus bar-jazz und todesmarsch gipfelt dieses album im grandiosen life in a glasshouse. einen vergleich mit ok computer muss dieses album nicht scheuen.vielleicht ist es nicht besser, sondern nur die elektronische version von ok computer, aber jedes album, dass sich mit diesem album messen kann ist ein meisterwerk.amnesiac wird auch noch in jahren eins der faszinierensten und verstörensten alben sein.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "madizon" am 7. September 2002
Format: Audio CD
Radiohead und nichts als Radiohead! Seit ihrem Meisterwerk "Kid A" rätselte die gesamte Welt, was die Kultband aus England, die es geschafft hatte, die vordefinierten Bande der Musikindustrie von sich abzustreifen und ihren ganz eigenen, unkonventionellen Weg zu gehen, wieder veröffentlichen würde. Und sie wurde nicht enttäuscht.
"Amnesiac" ist die logische Fortsetzung von "Kid A" und spiegelt all das wieder, was Thom Yorke und seine Bandmitglieder seit ihrer Trennung vom BritPop haben erleben müssen: Triumph, aber, meiner Meinung nach, auch etwas Sehnsucht.
Im Gegensatz zu "Kid A" sind fast alle Tracks bei "Amnesiac" ruhig, fast schon psychedelisch und brechen nur selten aus ihrer vorgegebenen Bahn heraus. Die einzelnen Instrumente kann man meistens an einer Hand abzählen, weswegen die Tracks im positiven Sinne monoton, aber auch auf faszinierende Weise differenziert klingen; lediglich das phantastische "Life in a Glasshouse" und der auch als Single erschienene "Pyramid Song" werden von einem ganzen Orchester begleitet, was ihnen eine monumentale Note gibt und ihre Melancholie noch unterstreicht.
Möchte man "Amnesiac" verstehen, muss man auch "Kid A" verstanden haben, weswegen man eigentlich beide CDs zu Hause im Rack haben müsste. Ist jedoch nicht erforderlich; man würde nur ein grandioses Stück Musik übergehen und eine Band links liegen lassen, die sich von der Musikindustrie angeekelt fühlte und deswegen ihren ganz eigenen Weg ging und damit auch noch Erfolg hatte.
Radiohead gehört die Welt.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "florian_heinen" am 23. Dezember 2003
Format: Audio CD
Wie oft haben wir schon die verlogenen Gefühlsbekenntnisse heutiger Pop-Musiker ertragen müssen? Jene, welche die Musik von heute schreiben (z.B. Dieter Bohlen) oder jene die sie performen (man denke an Britney Spears) schmücken sich mit einem Titel, der ihnen nicht zusteht: Künstler. Wenige aus dem Musik-Geschäft sind es würdig diesen Namen zu tragen und ganz oben auf dieser Liste der Würdigen lassen sich RADIOHEAD anfinden.
Dieses Album, dessen Tracks aus derselben Aufnahmezeit stammen, in der auch "KID A" entstand, entführt einen erneut in die Welt des "Kid A", welches vieles aus der Vergangenheit dem Titel des Albums entsprechend, vergessen oder verdrängt hat. Als Beweis dafür könnte man die Anmesiac-Version des Songs "Morning Bell" anführen, welches nunmehr wie ein Traum klingt, wie eine böse Erinnerung aus der Vergangenheit. Wer weiß, vielleicht meint Thom Yorke mit dem "Kid A" gar das "Kid Amnesiac"...
Doch auch, wenn dem nicht so wäre, so könnte man dennoch behaupten dieses Album klingt so, wie Musik eigentlich klingen sollte. In Songs wie "Pyramid Song" "Knives Out" oder "Spinning Plates" wird einmal mehr von dieser Band zelebriert, wie man mit den heute zur Verfügung stehenden technischen Mitteln wahre Gefühle vermittelt. Gesellschaftskritik wird ebenfalls nicht ausgelassen, was sich an Kapitalismuskritischem Meisterwerk "Dollars and Cents" oder an der Friedenshymne "You and Whose Army" zeigt.
Also was ist dieses Album jetzt? Weiterführung von Kid A oder ein eigenständiges Album? Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten: Beides. Und noch mehr, denn auch diese Eigenschaft ist Kunst zu eigen, Mehrdeutigkeit.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 18. Juni 2001
Format: Audio CD
Und zum erneuten Male werfen Radiohead Perlen vor die Säue. Gemeint sind jene, die es immer noch nicht begriffen haben wollen, dass hier etwas bislang einzigartiges vor sich geht, dass hier Musikgeschichte geschrieben wird, dass hier überirdische Kräfte an einem Werk waren, das seine Umsetzung fand durch eine Handvoll zum Understatement neigender Musiker, allen voran der hinter den Reihen wandelnde Thom Yorke, der mit der naiven Sicherheit eines Blinden den freien Fall in die Tiefen der Seele zelebriert. Gemeint sind jene Kritiker, die spätestens seit `OK Computer` hinter jedem neuen musikalischen Aufschrei dieser Band lediglich einen weiteren Aufruf zum Depressiven zu entdecken glauben und sich in gewohnt sachlicher Gelassenheit hinter undurchlässigen Mauern (vorläufig?) schützender Ignoranz in Sicherheit wähnen. Sollen sie dort zu Stein erstarren, diese ewigen Langweiler, vermissen werde ich sie hier bestimmt nicht in diesem wundervollen Haus aus Glas, das, einer Amnesie gleichend, jedes Flirren althergebrachter Geborgenheiten abschirmt, bis hin zur einstweiligen Läuterung einer Weltreise. Platten wirbeln herum, erzeugen Geräusche vergangener Zeitalter, vereinigen sich zu einem neuen Ganzen, dem Yorke mit seiner sich dem tiefsten aller Gefühle verbeugenden Stimme neues Leben einhaucht. Selbstverloren im absoluten Gedächtnisschwund ist zu vermuten, daß die Tränen der Ergriffenheit dann sogar Steine zum Schmelzen bringen könnten.
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