Der Helikopter:
Der Skyrider-M ist quasi der Firestorm nur aus Metall. Die wichtigen Stangen und Verbindungen sind aus Metall, einige aber auch aus Plastik. Die Kufen sind aus Metall, die Verbinder zum Heli hin aus elastischem Plastik - was auch gut ist, denn das Plastik sitz dort, wo es aufgrund von Stößen den Heli abfedern kann. Der Motor hat hörbar mehr Power als der Firestorm, der Heli ist auch fühlbar schwerer. Die Flugzeit beträgt je nach Flugweise trotzdem 7-10 Minuten - wer kurz Landepausen macht fliegt in Summe länger. Die Fernbedienung muss sich beim Einschalten erst am Heli anmelden, was man durch eine Aufwärtsbewegung am linken Hebel auslöst - erst dann reagiert der Heli. Das hat nichts mit verzögerter Reaktion zu tun - der Heli reagiert auf die FB absolut zuverlässig und schnell. Die Hebelbewegungen werden allerdings sehr abrupt umgesetzt - was ein sehr viel feinfühligeres Bewegen der Hebel erwartet, wenn man "geschmeidig" durch die Gegen fliegen will und nicht wie eine wilde Hummel - der Firestorm hatte da mehr Spiel - ist aber nur Gewöhnung. Links/Rechsdrehung kann somit von langsam bis sehr schnell erfolgen. Vorwärts kann er sehr schnell, aber auch sehr langsam. Beim Rückwärtsfliegen hat er allerdings seine Probleme. Ich habe hier den Eindruck, das Gyro koppelt sich derart gegen diesen "Widerstand" des Heckrotors, dass der Heli eher sinkt als Rückwärtsfliegt - entsprechend gegengesteuert gehts aber ganz annehmbar nur eben sehr langsam. Der Heli steht nach dem Abheben und ca. 30 cm über dem Boden still in der Luft, wenn der Bodeneffekt überwunden ist. Mit dem analogen Trimmrad kann man Drehungen komplett beseitigen. Im Gegensatz zum Firestorm muss die Justierung nicht bei jedem Einschalten erfolgen. Am Heli selbst sollte man mittels des mitgelieferten Schraubenziehers die Schrauben nachziehen - da diese sich sonst teilweise schnell lösen. Bei mir war gleich eine zu Beginn weg (hatte eine Seite des Plastikkörpers gehalten), ich hatte sie später am Motor klebend wiedergefunden ;).
Die Fernbedienung:
Prima - liegt zwar nicht so gut in der Hand (Hände sind ja nicht rund..) wirkt aber optimal für das Produkt. Hebel sind stabil genug, Plastik ist ordentlich verarbeitet. Es gibt einen Leuchtkreis, der den Aufschub/trieb anzeigt, ist aber Unfug, weil kein Mensch sich die FB ansieht, wenn er fliegt... Der linke Hebel läss den Heli steugen und fallen; er geht mittels Feder auch automatisch Richtung "Aus" - wenn man den Hebel also loslässt stürzt der Heli ab. Der rechte Hebel ist zum link/rechtsdrehen und vorwärts/rückwärtssteuern.
Das Batteriefach wird mit Schraube gehalten (was mich immer sehr nervt), aber das Ladekabel ins im Vergleich zum Firestorm top!. Die Klappe kann man abnehmen und das Kabel aus einem Loch herausziehen, laden und zurück lassen. Klappe wieder drauf und fertig. 6 AA Batterien konnten bei mir den Heli ca. 5-6 mal laden - ein teurer Spaß, zum Glück liegt diesem Heli endlich ein USB-Ladekabel bei.
Aufladen:
Das Aufladen über FB ist ok - dauer etwas länger ca. 30 Minuten und kostet eine Menge Batterien. Das mitgelieferte USB-Kabel funktioniert prima!. DIe LED im Kabel-Stecker leuchtet, wenn der Heli voll ist und ist aus, wenn er geladen wird. Das dauert ca. 20 Minuten. Vor und nach dem Laden immer 7-10 Minuten den Akku abkühlen lassen vor oder nach dem Fliegen.
Achtung: Benutzt keine USB-Ladekabel von anderen Herstellern - die Zerstören zumeist den Akku! Auch LAdegeräte von Torro funktionieren hier nicht. Wer mit Steckdose laden will, sollte sich für ca. 5,-¤ ein USB-Ladegerät holen und das hier mitgelieferte Kabel daran benutzen.
Flugverhalten/Spaßfaktor:
Ja, es ist total g..l, dieses Teil durchs Wohzimmer zu jagen. Ich habe mir vorgenommen, ab jetzt immer mindestens einen Heli zuhause zu haben ;-). Sei es das langsame Abheben vom Boden und Landen auf den kleinsen Tischen, auf dem Sofa, auf dem Fehrnseher etc. Man kann auch vom Wohnzimmer in die Küche auf den HErd und dann weiter in den Flur die Treppe hoch - das ist zwar sehr frickelich, aber es geht! Der Bodeneffekt ist auch sehr witzig, da der Heli klapp über dem Boden durch seine eigene Luftverwirbelung extrem empfindlich wird - wer dann den Heckrotor nutzt kann so richtig schnell werden. An der Decke muss man allerdings aufpassen, denn er saugt sich dort fest. Da die Flügel einklappbar sind (was grundsätzlich sehr gut ist) ist spätestens hier Schluss - meistens wird es mit einem Totalabfall beloht - den der Heli aber gut übersteht. Vorsicht ist immer bei "Luftzug" im Zimmer geboten, da hier jeder kleinste Windstoß das Teil abdriften lässt. Wenn der Heli also nicht ganz still steht, liegts an Luftwirbeln, nicht am Heli.
Der Heckrotor ist übrigens bei mir nach über einer Woche nicht kaputt - vielleicht sollte man das fliegen vorher üben und mit dem Rotor nicht jede Gardiene, Pflanze oder Wand rasieren.... ok, billiges Plastik ist er schon, aber wenn man konzentriert fliegt, nicht alle paar Minuten aus 2 Metern abstürzt, sollte er schon halten...
Lieferumfang:
- Helikopter
- Fernbedienung
- USB-Ladekabel
- Anleitung
- 2 Ersatz-Heckrotoren
- 1 Schraubvenzieher
Fazit:
Absolut zu empfehlen. Für den Preis viel Spaß. Die Metal-Variante gefällt mir sehr viel besser als die Plastik (wie der Firestorm). Sollte dieser mal hinüber sein, werde ich mir einen 4-Kanal zulegen....
Nachtrag:
Nachdem beim Heli der Heckmotor ganz den Geist aufgab (wie gesagt, Rückwärtsflug war nicht möglich offenbar aufgrund mangelnder Umdrehung) schickte ich ihn zurück und hatte einen neuen bestellt. Bei dem funktiniert alles ganz wunderbar: Auch Rückwärtsfliegen geht genauso rasant wie vorwärts. Mit dem Modell bin ich nun bestens zufrieden.