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Amerikanisches Idyll [Taschenbuch]

Philip Roth , Werner Schmitz
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. September 2000
Für «Amerikanisches Idyll» erhielt Philip Roth den Pulitzer-Preis. Philip Roth legt hier einen unvergleichlichen Roman vor, eine Klage über die in diesem Jahrhundert gegebenen und gebrochenen Versprechen von Wohlstand, öffentlicher Ordnung und häuslichem Glück. Die Hauptfigur ist Swede Levov, ein legendärer Sportler an der Highschool in Newark, der in den boomenden Nachkriegsjahren aufwächst, eine ehemalige Miss New Jersey heiratet, die Handschuhfabrik seines Vaters erbt und in ein Haus im idyllischen Dörfchen Old Rimrock zieht. Und dann verlässt ihn eines Tages im Jahr 1968 sein amerikanisches Glück. Über Nacht wird Swede aus dem ersehnten Idyll gerissen und in eine uramerikanische Raserei geworfen. «Ein Meisterwerk: der psychologisch grandios ausgefeilte Roman von Philip Roth – ein Buch, das nach der Lektüre noch lange nachbebt.» BRIGITTE

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Amerikanisches Idyll + Der menschliche Makel + Portnoys Beschwerden
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 576 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 8. Aufl. (1. September 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349922433X
  • ISBN-13: 978-3499224331
  • Originaltitel: American Pastoral
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 11,6 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 16.137 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Philip Roth ist Träger der wichtigsten US-amerikanischen Literaturpreise und hoch geehrt von der internationalen Schriftstellervereinigung P.E.N. Oft wird er in einem Atemzug mit Faulkner, Bellow und Dos Passos genannt. Der 1933 in Newark, New Jersey, geborene Autor mit europäisch-jüdischem Hintergrund schreibt unermüdlich, schonungslos und in drastischer Sprache über seine Landsleute. Das erste Buch mit Short Storys erschien 1959. Die folgenden Romane und Erzählungen über die jüdische Mittelklasse der Nachkriegszeit, über ihre Beziehungen, Zwänge und Neurosen, lösten oft Skandale aus. Bis 1992 unterrichtete Roth an verschiedenen Universitäten. Liebe, Sexualität und Tod sind bis heute die Themen seines Werks. Philip Roth lebt - nach Stationen in Rom, Chicago, London und New York - in Connecticut.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Nie hat Philip Roth einen überzeugenderen Roman geschrieben. (Time Magazine)

Der Verlag über das Buch

Newark, New Jersey: Seymour Levov, Leiter einer weltberühmten Handschuhfabrik, lebt zufrieden mit seiner Frau Dawn und seiner Tochter Merry. Als die verwöhnte Merry in den Untergrund gerät und sich an einem Bombenanschlag beteiligt, bei dem ein Mensch getötet wird, bricht die Idylle zusammen. In großartigen, unvergeßlichen Szenen beschreibt Roth, wie sich der amerikanische Traum vom erfolgreichen, glücklichen Leben jäh in einen Alptraum verwandelt. Der Roman wurde mit dem Pulitzer-Preis 1998 ausgezeichnet. »Sein wahrscheinlich differenziertestes Buch. Er war nie so gut.« DIE WELT -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mal brillant, mal quälend 13. März 2006
Format:Taschenbuch
Was Umfang, Ehrgeiz und Inhalt angeht, erscheint AMERIKANISCHES IDYLL (im Original 1997 als "American Pastoral" erschienen) tatsächlich wie ein klarer Kandidat für einen "großen" Roman. Die Handlung verspricht Spannendes, Fesselndes - den Werdegang eines verwöhnten Kindes zu einer skrupellosen Terroristin.
Das Mädchen, das zur Terroristin wird, ist Merry, Tochter und einziges Kind des Ehepaares Levov, das im Amerika der Fünfziger und Sechziger eine ruhige Kindheit genießt, bis die Eindrücke des Vietnamkrieges sie Ende der Sechziger fanatisieren und als 16jährige Schülerin zur marxistisch motivierten "68er"-Terroristin werden lassen. Zentrales Thema des Buches ist aber nicht jener Terror, der "68er"-Zeitgeist und seine Begleiterscheinungen - wenngleich sie gestreift werden -, ebensowenig Merrys Schicksal selbst - ihr Untertauchen in den Untergrund und weiteres terroristisches Wirken -, sondern der innere Konflikt von Merrys Vater im Zusammenhang mit den schrecklichen Taten seiner Tochter.
Seymour Levov, seit Highschoolzeiten aufgrund seines Äußeres von den meisten nur "Der Schwede" genannt, ist als Nachfolger seines Vaters Besitzer und Betreiber einer exquisiten Handschuhfirma in Newark, New Jersey, und als Mensch die Vernunft in Person: korrekt, fleißig, zielstrebig, nüchtern, sachlich, tolerant. Diese Attribute haben ihn zu einem erfolgreichen Menschen werden lassen.
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hiob des Rationalismus 2. März 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Man muß sich mal durch ca. 100 Seiten durchackern, in denen Roth versucht, den Leser mit Detailinfos über Baseball und die Produktion von Handschuhen abzuschrecken - nur die Tapfersten sollen da durchkommen - ein Reich Raniczki hat es nicht geschafft! (Das Buch wurde einmal im Lit.Quartett besprochen).
Danach jedoch, während sich die Geschichte entwickelt, erfährt der Leser die Hiobsbotschaft der amerikanischen liberalen und rationalen Nachkriegsgesellschaft. Seymour Levov, der ganz untypische amerikanische Jude, wird zum Hiob der aufgeklärten Neuzeit. Im Bewußtsein, die letzten irrationalen Auswüchse des Jahrhunderts mit NAZI-Deutschland vernichtet zu haben, scheint dem liberalen und sekularisierten Bürgertum alles machbar. Gütig und kompromißbereit im Umgang mit dem Nachwuchs, ist dessen Ziel religionsübergreifende moralische und ethische Ziele zu vermitteln und zu festigen. Die Allgemeingültigkeit dieser Regeln scheint so evident, daß jedes Mißlingen eines solchen Versuchs undenkbar anmutet.
Doch das Undenkbare passiert. Merry, die hochbegabte und gutbehütete Tochter der erfogreichen Familie, schlägt sich auf die andere Seite - wird Bombenlegerin - sprengt den kleine Laden im ländlichen Idyll und taucht unter. Seymours bis dahin glücklich-banales Leben zerfällt. Und wie an so vielen Eltern seiner Generation nagt die eine große Frage auch an ihm: "Was haben wir falsch gemacht?"
Wer die Geschichte der ausgehenden 60er Jahre in Amerika kennt, weiß, wieviele Gruppen durch Manipulation leichte Opfer unter der idealistischen Jugendlichen fanden. Doch Merry ist weit weg von einer zweiten Petty Hearst.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckende und fesselnde Charakterstudie 19. August 2011
Von MM1981
Format:Taschenbuch
Seymour "Swede" Levov, Unternehmer und legendärer ehemaliger Higschoolsportler, scheint dauerhaft den Erfolg gepachtet zu haben. Als Abkömmling hart arbeitender jüdischer Einwanderer in der Gesellschaft Amerikas angekommen und als Inhaber einer Handschuhfabrik und Ehegatte einer ehemaligen Miss New Jersey lebt er, wie es scheint, den amerikanischen Traum schlechthin. Als Seymours Tochter einen terroristischen Anschlag auf eine Postfiliale verübt, bei dem ein Mensch stirbt, beginnt für ihn jedoch ein Alptraum, an dem sein Leben vollständig zu zerbrechen droht. Getrieben von Selbstvorwürfen und Zweifeln stellt Seymour sich fortan die Frage nach seiner Verantwortlichkeit für die Entwicklung seiner Tochter und den Niedergang seiner Lebensträume...

"Amerikanisches Idyll" ist einer der besten Romane, die ich bisher gelesen habe. Philip Roth beeindruckt mit einer feinsinnigen und facettenreichen Charakterstudie, die so ergreifend und spannend geschrieben ist, dass das Leben der Hauptfigur Seymour im wahrsten Sinne des Wortes real und dem Rahmen der Fiktion enthoben scheint. Selten hat man an einer Romanfigur, die sich ihrem Niedergang entgegenstellt, menschlichere Züge entdecken können, als sie hier Seymour verliehen werden. Roth gelingt ein komplexes und fein ausziseliertes Psychogramm mit Gefühl und Tiefgang, das mich völlig begeistert hat. Fünf Sterne für diesen mitreißenden Roman!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von euripides50 TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Alles fing damit an, dass die kleine Tochter der Levovs im Fernsehen Bilder brennender Mönche sieht, die in Vietnam gegen den Diktator Diem demonstrierten. Es handelte sich um die kleine Merry Levov, die leicht stotternde, aber aufgeweckte und intelligente Tochter von Seymour und Dwan Levov, einem Lederwarenfabrikantenehepaar aus den obersten Gesellschaftsschichen. Und ehe sich die Eltern versehen, ist es schon passiert. Das bis dahin freundliche Kind entdeckt plötzlich seinen Hass gegen das eigene Land, verflucht seine Repräsentanten und preist totalitäre kommunistische Diktaturen in Asien. "Du w-w-wahnisnniger Irrer. Du mi-mi-mieses gemeines Monster," geifert das erregte Kind vor dem Fernseher, wenn Präsident Johnson auf dem Bildschirm auftaucht (S.143). Doch wie wir heute wissen, war Merrys Aufbegehren kein Einzelfall, er war Teil eines massenhaften Protestes namentlich der Mittel- und Oberschichtenjugend gegen den Krieg in Vietnam. Gerade die junge Generation, die so nachsichtig und liebevoll aufgezogen worden war wie keine Generation vor ihr, begann plötzlich ihren eigenen Eltern Hass und Verachtung entgegenzuschreien.
Wie viele andere Eltern auch sind Seymour und Dwan Levov von dieser Entwicklung vollkommen überrascht. Ihre Tochter beginnt ihnen zu entgleiten, aus irgendwelchen Quellen kommen extremistische Schriften ins Haus, Kontakte zu radikale Kommunisten in New York bahnen sich an, und endlose Streitigkeiten erfüllen das Haus, ob und wie lange die minderjährige Tochter in die große Stadt fahren darf. In der Hochdruckzone ihres ideologischen Wahns verliert Merry bald jedes Maß und versucht, im Jahre 1969 unter Anstachelung ihrer Kumpane "den Krieg in das eigene Land zu tragen".
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Philip Roth - Amerikanisches Idyll
Das Buch kam in der angegebenen Zeit bei uns an.

Philip Roths Bücher sind lesenswert. Er beschreibt glasklar amerikanische Zustände.
Vor 10 Monaten von Karin Wendt veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Philip Roth: Amerikanisches Idyll - Sittengemälde der Zeit um...
Inhalt: sehr komplex, Roth beschreibt den Zustand der amerikanischen Gesellschaft um 1970 in all ihren Facetten. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von francophil veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Demontage des amerikanischen Traums
Roth enttäuscht nicht. Wie gewohnt, die pointierte, bis auf den Grund gehende psychische Analyse seiner Protagonisten, oder in diesem Fall, des Protagonisten, genannt "der... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Andrea Stobl veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Suddenly Seymour: Idyllische Horrorshow des Jedermann
Er wird schon lange als Aspirant für den Literaturnobelpreis gehandelt. So fragte sich auch Iris Radisch bereits im Jahre 2004, kurz nach der damaligen Nobelpreisbekanntgabe,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. September 2010 von Helmut Schmid
4.0 von 5 Sternen Gut, aber irgendwie unrund!
Amerikanisches Idyll erzählt von Seymour Levov. Mitglied der dritten Generation von Juden in Amerika und gut betuchter Besitzer einer Handschuhfabirk. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Januar 2009 von deathdealer92618
5.0 von 5 Sternen Großartiges Buch!
Ich kann mich den positiven Vorrednern nur anschließen. Wer US-Autoren wie Updike, Roth, Ford oder auch Irving verehrt, der muss zuallererst dieses Werk gelesen haben... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. November 2007 von Michael Wirt
2.0 von 5 Sternen Zuviel von einen Mann und für einen Mann...
Es fängt an mit zwei Männern, die sich jahrzehnte nach ihrem Highschoolabschluss wiederbegegnen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. November 2007 von Chris West
5.0 von 5 Sternen Die ergreifende Schilderung eines amerikanischen Albtraums
Die Geschichte des Seymour Levov, genannt "der Schwede", erscheint auf den ersten Blick etwas banal: Der jüdische Starathlet und reiche Fabrikantensohn heiratet eine... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Februar 2007 von Rolf Dobelli
3.0 von 5 Sternen Atemberaubend zähflüssig
Die Geschichte einer militant gewordenen Tochter aus gutem Hause ist an sich ganz spannend, nur ist die Story mit ihren fast 600 Seiten definitiv viel zu lang. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. April 2006 von noemie_26
1.0 von 5 Sternen Langweilig
Nachdem ich "Der menschliche Makel" gelesen hatte, das mir durchaus gefallen hatte, war ich gespannt auf dieses Buch. Lesen Sie weiter...
Am 22. August 2005 veröffentlicht
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