Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig ob dieses Buch gut ist oder nicht. Es ist ganz bestimmt nichts für Anfänger. Manche der Rezepte (wie zum Beispiel das für Grape Jelly) erwähnen Schritte die zu tun sind, aber sie beschreiben nicht wie man sie tun soll, in diesem Beispiel die Gelierprobe. Wenn man als Leser dann noch nicht weiß wie eine Gelierprobe zu machen ist, ist man ganz schnell aufgeschmissen oder sucht nach einer Google Anleitung dafür. Andere erwähnen Zutaten in der Zutatenliste, die weder in der Rezepteinleitung noch in der Rezeptanleitung jemals wieder zur Sprache kommen.
Der Ruf der Amerikanischen Küche ist hierzulande nicht besonders hoch und die Rezeptauswahl in diesem Buch tut nicht viel dazu, das zu ändern. Das Buch konzentriert sich für meinen Geschmack zu sehr auf street food und Dips. Wer schon andere Amerikanische Kochbücher besitzt, wie zum Beispiel "Amerika - Das Land und seine Küche" von Joanne Weir (leider nun nicht mehr in Druck) oder der Band "San Francisco" aus dem Christian Verlag, kann sich glücklich schätzen einen guten Einblick in eine Küche bekommen zu haben, die wesentlich mehr zu bieten hat als Burger und Hot Dogs.
Viele der Rezepte sind mehr originell als original (obwohl einige authentisch sind, wie zum Beispiel das Cincinnati Chili), und von den letzteren ist eine große Anzahl in stark vereinfachter Version aufgeführt (Chicken a la King - war es wirklich nötig, fertige Zutaten zusammenzuschmeißen, Lisa?). Es wäre in meiner Meinung auch besser gewesen, die originalen Zutaten in der Zutatenliste aufzuführen und Ersatzzutaten zu erwähnen wo nötig. Das Buch gibt den Eindruck dass die Autorin Rezepte aus verschiedenen Kochbüchern und Frauenzeitschriften in ihrem Besitz ausgewählt und dann für dieses Buch zusammengeschmissen hat. Die Rezeptauswahl ist einfach zu inkonsistent. Mehr als 3 Sterne sind da wirklich nicht drin.