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Amerika, dich haßt sich's besser: Antiamerikanismus und Antisemitismus in Europa
 
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Amerika, dich haßt sich's besser: Antiamerikanismus und Antisemitismus in Europa [Taschenbuch]

Andrei S. Markovits
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 239 Seiten
  • Verlag: Konkret Literatur Verlag; Auflage: 3 (Oktober 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3930786451
  • ISBN-13: 978-3930786459
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 12 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 213.163 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Andrei S. Markovits
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Produktbeschreibungen

Die Zeit (Hans-Ulrich Wehler) Nr.52 vom 16.Dezember 2004

[...]Nicht selten reist der neue Antisemitismus auch im Huckepackverfahren mit dem Antiamerikanismus – "Kerry ist auch Jude", dieses Hamburger Graffito hat Markovits für seinen Buchumschlag entdeckt. Auch wer manches Urteil für zu pointiert hält, sollte sich der beschwörenden Kritik dieses Autors stellen. Denn seine mit hoher Sensibilität,, mit Besorgtheit und Sachkunde geschriebenen Bestandsaufnahme kann selbstkritisches Nachdenken erzeugen, statt den Kopf in der irrigen Annahme abzuwenden, dass alles nur eine kurzlebige Anti-Bush-Aufwallung sei.

Die WELT (Natan Sznaider), 29. Januar 2005

[...] Andrei Markovits entlarvt in seinem Buch, was es sich mit leeren Parolen wie jener, man wolle "keine amerikanischen Verhältnisse", wirklich auf sich hat. Denn Amerika ist wie ein Pudding, den man an die Wand nageln will. Und das ist genau das, was nun viele Europäer tun. Für den europäischen Einigungsgedanken brauchen sie das Schreckbild einer homogenen globalen und amerikanisierten Kultur. In Amerika selbst gibt es aber in Wahrheit gar keinen Essentialismus dem man sich anpassen müßte. Man ist Vergangenheit (wo man herkommt) und Gegenwart (Verfassungspatriot) zugleich. Da der Assimilationsdruck oft geringer und der Fortbestand kultureller Identitäten legitim ist, muß sich die Identität von anderen Gruppen nicht unbedingt durch ihre Verbindung zum Heimatland definieren. Kein Mensch redet von Integration. Für viele Europäer ist das ein Albtraum - nämlich der Albtraum der Moderne.[...]


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43 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der amerikanische Politikwissenschaftler und Soziologe Andrei Markovits liefert in seinem neuen Buch eine umfassende Analyse des gegenwärtig wohl verbreitetesten Vorurteils in Westeuropa. Seine These ist, dass die gegenwärtige Welle des Antiamerikanismus kein Produkt der Politik von George Bush sei, sondern vielmehr in teils jahrhundertealten Ressentiments gegen die Vereinigten Staaten wurzele und in deren jetzigem Präsidenten nur eine populäre Zielscheibe finde. Amerika erscheine als das ganz Andere, das Europa auf keinen Fall sein möchte. Sei es die "Amerikanisierung" der Arbeitswelt, der Sprache, das Bildungswesen oder der Gesundheit, mit diesem Etikett liessen sich Verhältnisse eingängig als minderwertig brandmarken. So erscheine es nur folgerichtig, dass sich führende europäische Intellektuelle wie Jürgen Habermas oder Jacques Derrida bemühten, das geeinte Europa in Abgrenzung zu den Vereinigten Staaten, ja geradezu als deren Gegenteil zu definieren. Der Verrat an der eigenen Sache, der in dieser Stereotypisierung liege, werde dabei billigend in Kauf genommen. Der neue, alte Antiamerikanismus zeige sich, so Markovits weiter, vielfach in einer engen Verbindung mit antizionistischen und antisemitischen Tendenzen - die neue Unbefangenheit sei endgültig salonfähig geworden.

Andrei Markovits kann für dieses Buch auf seine reichhaltigen Erfahrungen als Grenzgänger zwischen der alten und der neuen Welt bauen: In Wien und New York aufgewachsen, ist er einer der führenden amerikanischen Experten für europäische und besonders deutsche Politik. Ihn treibt die Sorge an, dass sich das gegenwärtige Zerwürfnis zwischen den USA und (West-)Europa verfestigen könnte - mit fatalen Folgen für beide Seiten. Als Europäer ist die Lektüre des Buches nicht eben angenehm. Zu stringent ist die Darstellung seiner Argumentation, zu viele der reichhaltigen Beispiele für einen teilweise grotesken Antiamerikanismus kennt man aus eigener Anschauung. Aber gerade deswegen ist dieses Buch notwendig; interessiert man sich für die Wurzeln des gegenwärtigen transatlantischen Grabens, kommt man an ihm nicht vorbei.

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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
"Amerika, dich haßt sich's besser" ist ein ausgezeichnetes Buch - die beste Analyse, die ich zum Phänomen des europäischen Antiamerikanismus gelesen habe.

Andrei S. Markovits ist Professor für Vergleichende Politikwissenschaften und Deutsche Studien an der University of Michigan in Ann Arbor (USA). Seine Hauptthese lautet, dass die Europäer Amerika nicht für sein konkretes Handeln hassen, sondern für sein Dasein. Zum Beleg führt er unzählige Beispiele aus den vergangenen Jahren an. Ob im Bereich der Politik, der Wirtschaft, der Kultur oder des Sports: Amerika und die Amerikaner werden immer wieder als gewalttätig, rüpelhaft, dumm, konsumversessen, oberflächlich oder künstlich charakterisiert - um nur einige Beispiele zu nennen.

Immer mehr Europäer bekämpfen eine vermeintliche "Amerikanisierung" der Gesellschaft oder fürchten sich vor "amerikanischen Verhältnissen". Beispiel: Als Jürgen Klinsmann Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wurde, kritisierten einige Kommentatoren die geplanten "amerikanischen Trainingsmethoden" - für den deutschen Fußball sei das nichts. Manchmal äußert sich der Antiamerikanismus auch widersprüchlich: Viele Menschen schimpfen über die so genannte "Hollywood-Kultur", schauen aber begeistert die entsprechenden Filme. Ebenso viele hassen McDonald's, lassen sich die Burger aber trotzdem schmecken. Amerika kann es einfach nicht richtig machen, wie Markovits schreibt: "Damned if you do and damned if you don't".

Markovits zeigt, dass der Antiamerikanismus nur wenig mit der Realität zu tun hat, mit US-Präsident Bush und der derzeitigen Regierungspolitik. Vielmehr handelt es sich um ein vorurteilsgeladenes und stereotypes Klischee-Bild. Amerika wird für sämtliche "bösen" Dinge auf der Welt verantwortlich gemacht: Es steht für Kapitalismus und Globalisierung. Aber warum ist der Antiamerikanismus gerade heutzutage so erfolgreich? Er hilft bei der Ausformung einer europäischen Identität. Viele Europäer haben keine Ahnung, für was das vereinigte Europa stehen könnte. Sie wissen nur eins: Dass es nicht wie Amerika sein soll.

Es ist traurig, aber wahr: Der Antiamerikanismus ist zur europäischen "lingua franca" geworden. Markovits' tiefgründiges und hervorragend geschriebenes Buch ist ein Muss für jeden, der dieses Phänomen verstehen will.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Von George Washington stammt das Zitat: "Die Nation, die sich an die Liebe oder den Haß gegenüber einer anderen Nation gewöhnt, wird zur Sklavin ihres Hasses oder ihrer Liebe". Obwohl dieses Zitat von Washington in einem völlig anderen Kontext gehört, passt es dennoch gut zu diesem Thema. Es bringt meiner Ansicht nach das Verhältnis zwischen Europa und Amerika exakt auf den Punkt. Wirklich leidenschaftslos wird das Verhältnis mit den Vereinigten Staaten niemals sein.

Ich habe mir das Buch von Andrei S. Markovits: "Amerika, dich haßt sich's besser" eigentlich aus reiner Neugier gekauft. Ich wollte mal wissen wie es um das Verhältnis mit den Vereinigten Staaten steht. Nach dem ich das Buch von Markovits gelesen habe, bin ich schockiert: Es sieht nicht gut aus! Markovits führt unter anderem aus welche der (deutschen) Intellektuellen sich antiamerikanisch geäußert haben. Das Resultat liest sich wie das "who is who" deutschen Gedankengutes: Angefangen von Friedrich Hegel über Heinrich Heine, Friedrich Nietzsche, Martin Heidegger, bis hin zu Max Weber, und Robert Michels reicht die Phalanx antiamerikanischen Denken und Fühlens. Markovits führt sehr überzeugend aus, wie über die letzten zwei Jahrhunderte der Antiamerikanismus in Europa gedanklich kultiviert wurde. Er straft somit diejenigen Lügen die da Glauben, Antiamerikanismus wäre ein jüngeres Phänomen, das durch die Politik des Präsidenten George W. Bush geschuldet sei. Was mich vor allem entsetzt hat, war wie unverschämt, ehrverletzend und beleidigend zuweilen über die Vereinigten Staaten geurteilt wird.

Allerdings enthält dieses Buch auch Schwächen. Markovits hält einerseits überzeugend den Spiegel hoch und zeigt dem Betrachter die hässliche Fratze des Antiamerikanismus, in Tateinheit zusammen mit dem Antisemitismus! Andererseits unterlässt er es, sich substantiell mit der antiamerikanischen Kritik auseinanderzusetzen. Besonders offensichtlich wird dieser Mangel auf Seite 108 (bezieht sich auf die Taschenbuch Ausgabe, 3. Auflage) so lobt er dort völlig zu Recht das Buch von Alexis de Tocqueville: "Über die Demokratie in Amerika" (1835/1840) als das beste und herausragendste Buch über die USA, geht aber kein deut auf dessen Kritik ein, und diese Kritik ist gewaltig. Er handelt Tocqueville mit keinen zwölf Zeilen ab und vergibt damit viel Potential sich jener Kritik zu stellen die bis zum heutigen Tage bestand hat. Tocqueville lobt Amerika, aber er kritisiert unter anderem die Allmacht und die Tyrannei der Mehrheit. Er beschreibt wie öffentliche Ämter zur "Beute" der jeweiligen Mehrheitspartei und ihrer Kompagnons und Protegés werden. Seine Kritik gipfelt mit der Aussage: "Was ich der demokratischen Regierung, wie man sie in den Vereinigten Staaten organisiert hat, am meisten zum Vorwurf mache, ist nicht ihre Schwäche, wie viele Leute in Europa behaupten, sondern im Gegenteil ihre unwiderstehliche Kraft. Und was mich in Amerika am meisten abstößt ist nicht die dort herrschende äußerste Freiheit, sondern der geringe Schutz gegen die Tyrannei."

Genau das ist der Punkt. Die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges sich in den USA häufenden strukturellen Defekte wie z.B.: McCarthy Ära, Plutokratie, Watergate, Permanent War Economy, Vietnam, Irakkrieg. Sind jene Gründe die den Argwohn gegenüber den Vereinigten Staaten begründen, darauf nicht einzugehen ist die größte Schwäche dieses Buches von Markovits. Ein wichtiges, notwendiges Buch ist es dennoch! Ich würde es mir wiederkaufen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Unbedingt empfehlenswert
Markovits' "Amerika, dich hasst sich's besser" ist eine schon oft gelobte (u.a. von Joschka Fischer und Josef Joffe) und mittlerweile in etliche Sprachen übersetzte Studie... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Dezember 2008 von Ina Klingenberg
1 Stern ist zu viel
Dieses Buch beweist wieder einmal den irrigen Gedanken der USA das Europa jederzeit und überall das Schoßhündchen zu spielen habe. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Dezember 2008 von Versus
Ein gutes, interessantes und sehr wichtiges Buch!
Ich habe das Buch von Andrei Markovits über den europäischen Antiamerikanismus mit großem Gewinn gelesen. Er hat nicht nur eine klare und deutliche Sprache. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Januar 2008 von Kojakwillnotforget
Ein Standardwerk
Das Buch von Andrei Markovits, der an der University of Michigan / Ann Arbor lehrt, bietet sowohl eine gut lesbare und profunde Einführung in die Thematik des... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Dezember 2007 von Sebastian Voigt
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Veröffentlicht am 27. November 2005 von "cheni120"
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Am 1. Dezember 2004 veröffentlicht
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