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Amerika Tag und Nacht: Reisetagebuch 1947 Taschenbuch – Januar 1988


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 374 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 1. (Januar 1988)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499122065
  • ISBN-13: 978-3499122064
  • Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 2,3 x 19,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 487.409 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Geboren am 9.1.1908 in Paris. Ihre ursprünglich wohlhabenden Eltern lebten nach dem Ersten Weltkrieg aufgrund von Fehlspekulationen unter wenig üppigen Verhältnissen in der Rue de Rennes. Mit fünfeinhalb Jahren kam Simone an das katholische Mädcheninstitut, den Cours Désir, Rue Jacob; als Musterschülerin legte sie dort den Baccalauréat, das französische Abitur, ab. 1925/26 studierte sie französische Philologie am Institut Sainte-Marie in Neuilly und Mathematik am Institut Catholique, bevor sie 1926/27 die Sorbonne bezog, um Philosophie zu studieren. 1928 erhielt sie die Licence, schrieb eine Diplomarbeit über Leibnitz, legte gemeinsam mit Merleau-Ponty und Lévi-Strauss ihre Probezeit als Lehramtskandidatin am Lycée Janson-de-Sailly ab und bereitete sich an der Sorbonne und der École Normale Supérieure auf die Agrégation in Philosophie vor. In ihrem letzten Studienjahr lernte sie dort eine Reihe später berühmt gewordener Schriftsteller kennen, darunter Jean-Paul Sartre, ihren Lebensgefährten seit jener Zeit. 1932-1936 unterrichtete sie zunächst in Rouen und bis 1943 dann am Lycée Molière und Camille Sée in Paris. Danach zog sie sich aus dem Schulleben zurück, um sich ganz der schriftstellerischen Arbeit zu widmen. Zusammen mit Sartre hat Simone de Beauvoir am politischen und gesellschaftlichen Geschehen ihrer Zeit stets aktiv teilgenommen. Sie hat sich, insbesondere seit Gründung des MLF (Mouvement de Libération des Femmes) 1970, stark in der französischen Frauenbewegung engagiert. 1971 unterzeichnete sie das französische Manifest zur Abtreibung. 1974 wurde sie Präsidentin der Partei für Frauenrechte, schlug allerdings die «Légion d'Honneur» aus, die ihr Mitterrand angetragen hatte. Am 14.4.1986 ist sie, 78-jährig, im Hospital Cochin gestorben. Sie wurde neben Sartre auf dem Friedhof Montparnasse beigesetzt.

Auszug aus dem ersten Kapitel. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Aus dem Franzosischen von Heinrich Wallfisch

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Jörg Liemann am 1. April 2008
Format: Taschenbuch
"L'Amérique au jour le jour - Amerika Tag und Nacht" ist ein Reisetagebuch von besonderer Schönheit und Intensität. Simone Lucie-Ernestine-Marie-Bertrand de Beauvoir gilt als eine der Mütter der Frauenbewegung und ist eine der ersten Lehrerinnen der Philosophie in Frankreich.
Vier Monate verbringt sie in den USA. Nicht zu irgendeiner Zeit, sondern bald nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, 1947. Amerika ist für das geschundene Europa ein Vorbild. Die Französin spaziert das erste Mal durch New York und stellt fest, dass sie zwar nicht mehr in Paris ist, aber auch noch nicht wirklich in New York angekommen:
"Auf diesen Gehsteigen ist kein Platz für mich, diese fremde Welt, in die ich überraschend gefallen bin, erwartete mich nicht, sie war voll ohne mich - sie ist ohne mich voll, es ist eine Welt, in der ich nicht bin: in meiner vollkommenen Abwesenheit begreife ich es. Diese Menschenmenge, die ich streife, ich gehöre ihr nicht an; ich fühle mich allen Blicken unsichtbar. Ich habe das Inkognito eines Phantoms. Wird es mir gelingen, wieder ein lebender Mensch zu werden?"
Jedenfalls wird sie sich verlieben und eine Affäre mit N.A. haben, wie sie den polnisch-stämmigen Nelson Algren diskret bezeichnet. Zwei Jahre später veröffentlicht er den Roman "Der Mann mit dem goldenen Arm".
Ihr Tagebuch, das sie über diese Reise verfasst, ist zutiefst menschlich, voller Neugierde, Diskussionsfreude und Beschreibungslust. Noch heute erfährt man mehr über New York und über andere Städte und Menschen der USA aus diesen Notizen als aus den meisten modernen Reiseberichten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Dr.Blauklexer am 6. Juni 2011
Format: Taschenbuch
Simone de Beauvoirs Werke zu lesen ist wie ein guter Sekt, so auch die Amerikareise, prickelnd grandios erzählt, nie süffig, aber schnell zu Kopfe steigend und führt nie zu einem Kater, allerdings zu klugen Erkenntnissen und Einsichten...keine lebende Schriftstellerin kann ihr das Wasser reichen...
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Metalporcus am 23. November 2005
Format: Taschenbuch
Eine glänzende, intime Reportage über das geistige Amerika. Eine Reise durch den gewaltigen Kontinent kreuz und quer, im Pullmann, Im Greyhound, im Flugzeug, im Auto, hat die berühmte französische Autorin Simone de Beauvoir gerade mit der Schicht des amerikanischen Volkes ins Gespräch und in Verbindung gebracht, von der wir wenig hören, nämlich mit der amerikanischen Intelligenz....
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Natürlich ändert sich über die Jahrzehnte auch die Sprache und die Art zu schreiben, aber die "BE"-schreibung hätte mit mehr Aussagekraft haben können.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von J. Fromholzer TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 11. Februar 2007
Format: Taschenbuch
Simone de Beauvoir bestätigt auf ihrer langen und ausführlich beschriebenen Reise durch Amerika 1947 so ziemlich alle Vorurteile, die wir Europäer in bezug auf Amerika haben. JEDOCH läßt sie sich dadurch nicht die Sicht auf die Ausnahmen verbauen. Ernüchternd beschreibt sie die amerikanische Alltagswelt in den Metropolen und auf dem Land. Sie läßt sich (temporär) begeistern, vor allem von New York. Der Leser wird hineingezogen in den Sog dieser amerikanischen Reise. Und, ja natrürlich (!) , ist froh in Europa zu leben.
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