Gebraucht kaufen
Gebraucht - Gut Informationen anzeigen
Preis: EUR 3,92

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
   
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Amerika. SZ-Bibliothek Band 36
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Amerika. SZ-Bibliothek Band 36 [Gebundene Ausgabe]

Franz Kafka
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.




Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 310 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (20. November 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937793356
  • ISBN-13: 978-3937793351
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 44.702 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Am schönsten an diesem Werk ist die tiefe Melancholie, die es durchzieht: Hier ist der ganz seltene Fall, dass einer das Leben nicht versteht und Recht hat." ( Kurt Tucholsky)

Kurzbeschreibung

Prag zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der sechzehnjährige Karl Roßmann wird wegen eines undurchsichtigen erotischen Verhältnisses mit einem Dienstmädchen von seinen Eltern hart bestraft: Sie schicken ihn nach Amerika. Doch was als Strafe gedacht war, eröffnet dem Jungen ein neues Leben, fernab der konservativen Heimat. Mit großen Augen sucht er nach seinem Platz in dieser neuen Welt mit ihren Großstadtmetropolen, ihrem Optimismus und hemmungslosem Kapitalismus. Die Suche des jungen Karls wird jedoch bald zu einer Odyssee. Der reiche Onkel, der sich seiner zunächst annimmt, verstößt ihn bald wegen einer weiteren zwielichtigen Affäre. Karl wird Liftboy im "Hotel Occidental", dessen undurchschaubarer Verwaltungsapparat, von gesichtslosen, bürokratischen Kräften im Hintergrund regiert, zum Sinnbild anonymer Macht wird. Karl fühlt sich ohnmächtig angesichts dieser ganz und gar unbegreiflichen, sich stets entziehenden Organisation. Schließlich findet er Unterschlupf bei der Sängerin Brunelda , die ihn jedoch erneut in ein sexuelles Spiel der Abhängigkeiten verstrickt.
Kafkas Romanfragment "Amerika" (1927) ist eine Rarität, die lange im Schatten der bekannteren Romane stand. Leichter, weniger düster, aber nicht minder meisterhaft formuliert bietet es ein fesselndes Lesevergnügen und einen Schlüssel zu den späteren Werken.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von junior-soprano TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Offensichtlich geht es der Feuilletonredaktion mit dieser Reihe nicht so sehr darum, die besten Werke der jeweiligen Autoren zu präsentieren, sondern mitunter auch unbekanntere Bücher einem größeren Publikum nahezubringen. Das ist im Falle von Hermann Hesse, John Steinbeck und Franz Kafka so. Ein typischer Roman des Prager Juristen wäre „Der Prozeß" gewesen, der erste Band der „Trilogie der Einsamkeit" wie Kafkas bester Freund Max Brod es nannte. „Der Prozeß" und „Das Schloß" sind das, was man als „kafkaesk" bezeichnet, also die Schilderung bedrückend-absurder Geschichten. In den beiden Romanen wird die Hauptfigur schlicht K. genannt, ein Mann in den Dreißigern, mit einem gut bezahlten, angesehenen Beruf, der ohnmächtig gegen die Anfeindungen und Schikanen eines unsichtbaren Gegners ankämpft. Es wird nicht erklärt, warum K. so schlecht behandelt wird, um so beklemmender ist die Wirkung, um so nachdenklicher stimmen die Geschichten und um so stärker ist ihre Wirkung. Im Falle von „Amerika" liegen die Dinge anders. Die Hauptfigur heißt Karl Roßmann und ist ein 16-jähriger Mittelschüler, der von seinen Eltern in die USA geschickt wird. Auch diesem jungen Mann wird immer wieder Unrecht angetan, aber nie von einer unheimlichen, im Verborgenen arbeitenden Macht, sondern von konkret zu benennenden Personen, wie etwa seinen Eltern, seinen Vorgesetzten und seinen Arbeitskollegen. Somit wirkt die Geschichte sehr viel konventioneller als z.B. die großartige, verstörende Erzählung „Die Verwandlung", für Kafkas Verhältnisse ist „Amerika" fast schon leicht und unbeschwert. An mehreren Stellen, etwa als Karl einen Job als Liftboy annimmt, erinnerte mich die Geschichte an Thomas Manns „Felix Krull", besonders der gekonnte Umgang mit der Sprache drängte den Vergleich auf. Und tatsächlich gibt es auch Humor in diesem Buch, wenn auch nur an wenigen Stellen und fein dosiert. Sehr ungewöhnlich fand ich das zwar offene, aber eher fröhliche als pessimistische Ende des Romans. Zwar gibt es auch im „Prozeß" und im „Schloß" kleine Lichtblicke, in denen der Held Hoffnung schöpfen kann und Hilfe angeboten bekommt, doch in „Amerika" ist tatsächlich ein guter Ausgang der Geschichte vorstellbar. Immer wieder wird Karl der rasche Aufstieg in Amerika in Aussicht gestellt, doch immer wieder wird er enttäuscht und rennt ins nächste Unglück. Ein ständiges Auf und Ab und er gibt nicht auf, sondern glaubt an sich. Das Buch endet damit, daß Karl sich dem „Naturtheater von Oklahoma" anschließt, einer Art Wanderzirkus, in der jeder gebraucht wird und willkommen ist, unabhängig von seiner Qualifikation und bisherigen Berufslaufbahn. Am Ende steigen alle in einen Zug und werden zu ihrem nächsten Einsatzort transportiert. Das kann man unterschiedlich deuten, für mich spielt es auf den bevorstehenden Ersten Weltkrieg an, in dem ein lang ersehntes Gemeinschaftsgefühl die Menschen verband, und in dem selbst diejenigen wichtig wurden, die sich zuvor als Tagelöhner durchschlagen mußte, so wie Karl Roßmann an der Ostküste der USA.

„Amerika" von Franz Kafka ist ein flüssig zu lesender Roman, der durch seine klare und schöne Sprache besticht. Eine Geschichte über das Erwachsen werden und die Probleme eines naiven und sensiblen Teenagers in einer oft groben Welt, in der die meisten nur an ihr persönliches Vorankommen denken. Mal ein anderer, Mut machender, Franz Kafka.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Freiheit = Isolation? 12. Dezember 2004
Kafka war angeblich nie in Amerika. Er wählt Amerika als lichtesten und hoffnungsfrohesten Ort seiner "Trilogie der Einsamkeit". Karl Rossmann, ein von den Eltern verstossener, introvertierter Teenager, landet mit dem Schiff in Amerika und muss sich von nun an durchschlagen. Dies gelingt ihm nur unter Wert . Er setzt auf Vertrauen und Ehrlichkeit um den reichen Onkel oder Fremde auf der Wanderschaft als Freunde zu gewinnen. Keinem kann er trauen, keinem gegenüber zeigt er die Härte, die notwendig ist um sich Respekt zu verschaffen. Karl bleibt ein Getriebener, phasenweise bis zur unwürdigen Knechtschaft unter seinen zeitweiligen Weggefährten. Er nimmt den einen Job an und verliert ihn wieder, weil er nicht egoistisch oder nicht diszipliniert genug handelt.

Kafka hat in seinem -leider unvollendeten Werk- die Kehrseite des "American Dream" vorweg genommen: Nicht die Belohnung für Ehrgeiz und Fleiss sondern für den richtigen Deal, ein Verkäufertalent, die richtigen Beziehungen und das nötige Maß an Kaltschnäuzigkeit. Sehr gut beschrieben ist auch die innere Zerrisenheit Karls einerseits die Idee eines Traumjobs zu haben, anderseits nur Jobs zu bekommen, für die er (freudlose) Erfahrungen vorweisen kann.

Sehr interessant auch das letzte Kapitel "Das Naturtheater von Oklhoma": Ein riesiger Wanderzirkus (mit viel Phantasie eine in diesem Zusammenhang vorweggenomme Mischung aus Disney World und New Economy) zieht über die Städte um Personal für das grosse Schauspiel einzusammeln. Sie haben für jeden Verwendung und verbreiten buchstäblich mit Pauken und Trompeten viel Hoffnung unter den Arbeitssuchenden. Die Frage Karls, wie sich denn all der Marketingaufwand rechnen könne, wo das eigentlich Geschäft doch noch sehr unsicher sei wird beantwortet mit: "Darum mache dir mal keine Sorgen." Leider hat Kafka das Werk nicht zu Ende gebracht...

War diese Rezension für Sie hilfreich?
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Kafka erzählt die Geschichte des sechzehnjährigen Karl Roßmann. Dieser wird von seinen Eltern dazu angehalten zu Beginn des letzten Jahrhunderts in die USA auszuwandern, nachdem ihn eine ältere Hausangestellte verführt hat und daraufhin schwanger geworden ist. In Amerika angekommen wird er alsbald mit den übergroßen Erwartungshaltungen Dritter, wie auch den drastischen Folgen, wenn er diese nicht zu deren Zufriedenheit erfüllt, konfrontiert. So geht sein reicher Onkel, bei dem er vorübergehend Unterschlupf findet, ebenso unbarmherzig mit Karl um, wie später dann zwei Tagelöhner, die sich als seine Kumpane aufspielen, sich gleichwohl aber ungeniert seiner Habe und anschließend gar seiner Arbeitskraft bemächtigen. Der gutwillige, naive Karl wird, wo immer auch er sich aufhält, unfair behandelt, gnadenlos ausgenutzt und fallen gelassen. Als Liftjunge in einem gut besuchten Hotel ergeht es ihm nicht viel besser, wie später als versklavter Diener einer heruntergekommenen , selbstsüchtigen Opernsängerin. Obgleich er immerfort als " Mittel" für die eigennützigen Zwecke anderer eingesetzt wird, stellt dieser stets hilfsbereite junge Mann das niederträchtige Verhalten seiner Gegenüber nicht in Frage, sondern ist bemüht vernünftige Argumente zu finden, um deren Tun auf irgend eine Weise zu exkulpieren. Karl erscheint als einer der wenigen feinen Menschen unter einer Herde egoistischer Rohlinge.
Dieser Roman Kafkas ist ein Fragment. Dennoch ist erkennbar, dass der Autor Kritik nimmt am so genannten " amerikanischen Traum " und sich mehr mit der amerikanischen Wirklichkeit befasst, so etwa den dortigen sozialen Missständen zu Anfang des letzten Jahrhunderts, insbesondere der bitteren Armut, der Verelendung der Einwanderer und dem erbarmungslosen Kampf eines jeden gegen jeden um eine vermeintliche Chance des Vorwärtkommens. In Kafkas Amerika mangelt es den meisten Menschen an ethischen Wertvorstellungen und an Höflichkeit. Ob das " Naturtheater von Oklahoma" , dem sich der Europäer Karl irgendwann anschließt, eine Möglichkeit ist, der vorangegangen Unbill zu entfiehen, bleibt offen.
Ein sehr dicht geschriebener, packender Roman!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
"Amerika" als verborgener Bodenschatz - Kafka versuchte sich immer...
Der 15-jährige Karl Roßmann wird von seinen Eltern in Deutschland nach Amerika verfrachtet, da er ein Dienstmädchen verführt hat und ihm dies zum... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Bücher-Liebhaberin veröffentlicht
Kafka ist einfach nicht das meine....
Der Roman an sich hat mich schlichtweg kalt gelassen. Karlchen geht nach Amerika fällt auf die Nase, fällt wieder auf die Nase und fällt erneut auf die Nase.... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. September 2008 von Janie
Kafka scheitert an sich selbst
Dieses Buch is wohl sehr umstritten, sowohl bei Kafka-Fans als auch bei den armen Schülern die z.T. gezwungen sind dieses Buch zu lesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. September 2006 von J. Mor
Verpatztes Erstes Date!
Ich habe dieses Buch auf Empfehlung der SZ hin gekauft. Für mich war dies die erste Begegnung mit Kafka. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. April 2006 von THX
Kafkas "Ausrutscher"
Als Kafka-Fan war dieser Roman eine große Enttäuschung für mich.
Was Kafka in seinen anderen beiden Romanen, "Der Prozess" und "Das Schloss", noch gelingt -der... Lesen Sie weiter...
Am 7. April 2005 veröffentlicht
Ein Alptraum
Der Optimismus, der sich auf den ersten Seiten breit macht, ist freilich Illusion: So unbeschwert, zumindest für Kafkas Verhältnisse, "Amerika" auch starten mag: es wird... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. März 2005 von Christian Förster
großer Name-kleine Literatur
Ich persönlich, fand dieses Werk von Kafka einfach nur totlangweilig, im wahrsten Sinne des Wortes. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. März 2005 von fritz_82
Typisch amerikanischer Lebenslauf
Anders als der Bonner Politikwissenschaftler Chr. Hacke, der in seinem Buch über amerikanische Außenpolitik den Lebenslauf Bill Clintons als typisch amerikanisch... Lesen Sie weiter...
Am 25. November 2004 veröffentlicht
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar