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Amerika. ( Ges. Werke.)
  
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Amerika. ( Ges. Werke.) [Gebundene Ausgabe]

Franz Kafka
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 262 Seiten
  • Verlag: Fischer S. Verlag GmbH; Auflage: N.-A. (Dezember 1983)
  • ISBN-10: 3100381017
  • ISBN-13: 978-3100381019
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.560.431 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
35 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Schon lange nicht mehr an die Oberfläche meines Bewußtseins geschwemmte Kinderträume tauchten auf, als ich dieses Buch las. Die Körperhaltung, die ich beim Lesen einnahm, war die eines Zusammengekauerten, der nach Atem ringt und meint, er müßte sich schützen. Und das, obwohl Karl Roßmann, die kindlich jugendliche Hauptperson in Franz Kafkas Roman "Amerika", redlich bemüht ist, sich zu wehren und so seinen Peinigern zu entgehen.

In verschlungenen, stringierenden Engführungen kommt er immer wieder in Situationen, in denen ihm Unrecht getan wird. Aber das eigentlich ihn grob Bedrohende ist in ihm und sich dem durch Flucht zu entziehen, ist unmöglich. So taucht man als Leser in Alptraumwelten und Labyrinthe menschlicher Unberechenbarkeit, in ein Ausgeliefertsein, das einen bitten und betteln läßt, es möge vorübergehen.

Für mich schreibt Franz Kafka das schönste und klarste Deutsch, das jemals geschrieben wurde. Seine Sprache ist von bezwingender, suggestiver Kraft. Der Klang seiner Worte ist unbeirrbar. Satz für Satz ist ein Kunstwerk für sich, das man immer wieder staunend vor sich hin sagen kann, ohne zu ermüden. Kafka holt die Bilder aus einer Tiefe, die im Dunkeln liegt und die sich schnellen, fraglosen Blicken entzieht. Er zwingt zum Hinuntersteigen in die eigene Empfindlichkeit und nur wenn man es wagt sich der auszusetzen, erschließt sich dieser Roman in seinem vollen narkotisierenden Rausch.

Die Geschichte von Karl Roßmann hat keinen Anfang und kein Ende. Sie ist unsere eigene unüberhörbare nicht zum Verstummen zu bringende Stimme, ein kurzes Aufleuchten in einer sonst finsteren Welt.

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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Kafka war angeblich nie in Amerika. Er wählt Amerika als lichtesten und hoffnungsfrohesten Ort seiner "Trilogie der Einsamkeit". Karl Rossmann, ein von den Eltern verstossener, introvertierter Teenager, landet mit dem Schiff in Amerika und muss sich von nun an durchschlagen. Dies gelingt ihm nur unter Wert . Er setzt auf Vertrauen und Ehrlichkeit um den reichen Onkel oder Fremde auf der Wanderschaft als Freunde zu gewinnen. Keinem kann er trauen, keinem gegenüber zeigt er die Härte, die notwendig ist um sich Respekt zu verschaffen. Karl bleibt ein Getriebener, phasenweise bis zur unwürdigen Knechtschaft unter seinen zeitweiligen Weggefährten. Er nimmt den einen Job an und verliert ihn wieder, weil er nicht egoistisch oder nicht diszipliniert genug handelt.

Kafka hat in seinem -leider unvollendeten Werk- die Kehrseite des "American Dream" vorweg genommen: Nicht die Belohnung für Ehrgeiz und Fleiss sondern für den richtigen Deal, ein Verkäufertalent, die richtigen Beziehungen und das nötige Maß an Kaltschnäuzigkeit. Sehr gut beschrieben ist auch die innere Zerrisenheit Karls einerseits die Idee eines Traumjobs zu haben, anderseits nur Jobs zu bekommen, für die er (freudlose) Erfahrungen vorweisen kann.

Sehr interessant auch das letzte Kapitel "Das Naturtheater von Oklhoma": Ein riesiger Wanderzirkus (mit viel Phantasie eine in diesem Zusammenhang vorweggenomme Mischung aus Disney World und New Economy) zieht über die Städte um Personal für das grosse Schauspiel einzusammeln. Sie haben für jeden Verwendung und verbreiten buchstäblich mit Pauken und Trompeten viel Hoffnung unter den Arbeitssuchenden. Die Frage Karls, wie sich denn all der Marketingaufwand rechnen könne, wo das eigentlich Geschäft doch noch sehr unsicher sei wird beantwortet mit: "Darum mache dir mal keine Sorgen." Leider hat Kafka das Werk nicht zu Ende gebracht...

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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ein etwas anderer Kafka 24. Oktober 2004
Format:Taschenbuch
Dieser Roman zeigt Kafka aus einem anderen Blickwinkel.
In "Amerika" werden zwar die selben Problematiken aufgerufen, die nach hermeneutischer Sichtweise auch in seinen anderen großen Werken zu finden sind, wie Anpassung, Labyrinth-komplex, Autorität als Waffe gegen das Individuum, doch gibt Franz Kafka hiermit, ohne je in Amerika gewesen zu sein eine naturalistisch, wohlgemerkt anmutende Sozialstudie über Amerika und dessen großen Traum. Der Erzählstil ist klar und rein, sodass es dem Leser leicht fällt, die intertextuell-topographischen Türen zu finden, die er hier baut zu finden und zu öffnen. Doch man darf nicht annehmen, dass dieser Roman, trotz des scheinbaren Optimismus ein positives Werk von Kafka ist. Der Protagonist ist ebenfalls dem Untergang unterlegen, doch trifft ihn diesmal keine Schuld an seiner Tragödie. Er wird einfach so hineingeworfen und ist zum Handeln verurteilt. Der existentialistische Aspekt in diesem Roman ist meiner Meinung nach viel umfangreicher, als in seinen anderen Werken. Ich will durch Amerika Kafkas andere Werke nicht in den Schatten stellen, oder irgendwie behaupten, sie sein schlechter als Amerika, das wäre Blasphemie, aber Amerika ist anders als die Anderen, und darum ein beeindruckendes Werk.
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Vor 8 Monaten von Bücher-Liebhaberin veröffentlicht
unvollendeter Roman
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Vor 18 Monaten von Andreas Frommeyer veröffentlicht
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Veröffentlicht am 9. April 2007 von Matthias Schlegel
Kafka's
modernster Roman. Streckenweise nicht auf der Höhe seiner sonstigen Werke, aber das letzte Kapitel, "das Naturtheater von Oklahoma" könnte (um 1912 geschrieben), eine... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Juni 2003 von "sebloboy"
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