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Amerika [Gebundene Ausgabe]

Franz Kafka
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

27. Februar 2009
Über Kafkas großen Amerika-Roman, den der Prager Dichter selbst in seinen Tagebüchern »Der Verschollene« nannte, schrieb Kurt Tucholsky bewundernd: »Hier ist der ganz seltene Fall, dass einer das Leben nicht versteht und recht hat«. Hauptperson ist der junge Karl Roßmann, der, von seiner Familie verstoßen, in die Neue Welt aufbricht, um die Freiheit zu suchen, nach der er sich sehnt. Diese Ausgabe präsentiert die erste Fassung, die Kafkas Freund und Nachlassverwalter Max Brod postum 1927 herausgab.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Anaconda (27. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866473745
  • ISBN-13: 978-3866473744
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 13,2 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 20.680 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Bedrohlich und unheimlich wirkt sie oft, die Prosa Franz Kafkas (geboren 1883 in Prag). Ihre Wirkung scheint dem Wesen des von Selbstzweifeln geplagten Schriftstellers zu entspringen, der sein ganzes Sein immerfort hinterfragte und in ständigem Konflikt mit seinem Vater lebte. Der jüdische Kaufmann hatte Franz veranlasst, Jura zu studieren. Der Sohn arbeitete bis zu seiner Erkrankung an Tuberkulose als Wirtschaftsjurist. Als Schriftsteller erlangte Kafka mit der Erzählung "Das Urteil" erstmals öffentliche Anerkennung. Es folgten Werke wie "Die Verwandlung" und "Der Prozess", die zu den bedeutendsten der Weltliteratur zählen. Der Autor wollte, dass man nach seinem Tod (1924) sein Werk vernichtet. Sein Freund Max Brod entsprach diesem Wunsch nicht.

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

1883
Franz Kafka wird am 3. Juli als erstes Kind von Julie Kafka, (geb. Löwy, 1856-1934) und Hermann Kafka (1852-1931) in Prag geboren. Hermann Kafka war der tschechich erzogene Sohn eines jüdischen Fleischers und betrieb einen Laden für modische Accessoires ("Galanteriewaren"); Julie Kafka war die deutsch erzogene Tochter eines jüdischen Brauereibesitzers. Die beiden Brüder Georg (1885-87) und Heinrich (1887-88) sterben früh. Von den drei Schwestern Gabriele (Elli, verh. Hermann, 1889-1942?), Valerie (Valli, verh. Pollak, 1890-1942?) und Ottilie (Ottla, verh. David, 1892-1943), die alle in Auschwitz ermordet wurden, wird die Jüngste zu seiner besonderen Vertrauensperson innerhalb der Familie.

1889-1893
Besuch der "Deutschen Volks- und Bürgerschule", einer deutschen Knabenschule, am Prager Fleischmarkt.

1893-1901
Besuch des "Altstädter Deutschen Gymnasiums" im Kinsky-Palais; Abitur. Im August 1901 verläßt Kafka zum ersten Mal Böhmen und reist mit seinem Lieblingsonkel Siegfried Löwy nach Norderney und Helgoland.

1901-1906
Jurastudium an der Deutschen Universität in Prag; Promotion zum Dr. iuris.
Zwischenzeitlich studiert Kafka ein Semester Germanistik und besucht kunsthistorische Vorlesungen.

1902-1904
Briefwechsel mit dem Schulfeund Oskar Pollak (1883-1915); darin die älteste erhaltene Erzählung, die vertrackte Geschichte vom schamhaften Langen und dem Unredlichen in seinem Herzen (Dezember 1902) und die Ankündigung, "ein Bündel" vorzubereiten, in dem "nichts fehlen" wird als die "Kindersachen": "Du siehst, das Unglück sitzt mir von früh an auf dem Buckel" (6. 9. 1903).

1902
Erste Begegnung mit Max Brod (1884-1968), der zu seinem engsten Freund und Vertrauten werden wird.

1904-1905
Die früheste erhaltene umfangreichere Prosaarbeit, die erste Fassung der Novelle Beschreibung eines Kampfes, entsteht.

1907
Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande (Romanfragment). Eintritt in die Versicherungsgesellschaft "Assicurazioni Generali" (Oktober 1907 bis Juli 1908).

1908
In der "Zweimonatsschrift" Hyperion erscheinen als erste Veröffentlichung Kafkas acht Prosastücke unter dem Titel "Betrachtung". Ende Juli: Eintritt in die "Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für das Königreich Böhmen in Prag", wo Kafka bis zu seiner Frühpensionierung am 1. Juli 1922 angestellt bleibt.

1909
Das Gespräch mit dem Beter und das Gespräch mit dem Betrunkenen aus der Beschreibung eines Kampfes erscheinen im Hyperion. Ferienaufenthalt mit Max und Otto Brod in Riva am Gardasee; gemeinsamer Besuch der Flugwoche in Brescia. Die Aeroplane in Brescia, eine auf Anregung Brods entstandene Reportage, wird in der deutschprachigen Prager Tageszeitung Bohemia abgedruckt. - Beginn der überlieferten Tagebuchaufzeichnungen.

1910
Brod rettet das Manuskript der Beschreibung vor der Vernichtung durch den Autor. Im Tagebuch entsteht Unglücklichsein, die Schlußerzählung von Betrachtung. - Reisen nach Paris und Berlin.

1911
Freundschaft mit dem ostjüdischen Schauspieler Jizchak Löwy (1887-1942, Treblinka), dessen Truppe bis 1912 in Prag gastiert. Die Beschäftigung mit der jiddischen Theatertradition regt ihn Ende des Jahres zu seinen im Tagebuch festgehaltenen Gedanken über "kleine Litteraturen" an. Eine nicht überlieferte "erste Fassung" des Amerikaromans entsteht.

1912
Im Februar veranstaltet Kafka einen Vortragsabend mit Löwy und hält einen Einleitungsvortrag über Jargon (mit "Jargon" ist die jiddische Sprache gemeint), der, zusammen mit den Fragmenten über "kleine Litteraturen", eine der wichtigsten Äußerungen Kafkas über sein Verhältnis zur Sprache und zur Literatur darstellt.
Betrachtung, Kafkas erste Buchveröffentlichung, erscheint im Rowohlt (ab 1913: Kurt Wolff) Verlag. Am 13. August lernt er seine spätere Verlobte Felice Bauer (ab 1919 verh. Marasse, 1887-1960) bei Max Brod kennen; seinen ersten Brief an sie schreibt er am 20. September. In der Nacht vom 22. auf den 23. September entsteht Das Urteil, bis zum Ende des Monats Der Heizer, das erste Kapitel des Verschollenen ("Amerika"). Kafka schreibt Die Verwandlung und die meisten weiteren Kapitel des Amerikaromans. Bei einem "Prager Autorenabend" der Herdervereinigung am 4. Dezember trägt er öffentlich Das Urteil vor.

1913
März: erster Besuch bei Felice Bauer in Berlin. Der Heizer erscheint in der Buchreihe Der jüngste Tag, Das Urteil in dem von Brod herausgegebenen literarischen Jahrbuch Arkadia. September: Reise Wien-Triest-Venedig-Riva. Dort Affäre mit G. W. (das ist Gerti Wasner, die "Schweizerin"). Im Tagebuch (21. Oktober) erster Hinweis auf den Jäger-Gracchus-Stoff ("Im kleinen Hafen eines Fischerdorfes ..."). Zwischen Februar 1913 und Juli 1914 stagniert die literarische Arbeit. Die Beziehung zwischen Kafka und Felice Bauer entwickelt sich krisenhaft. Beginn eines intensiven Briefwechsel mit Grete Bloch (1892-1944, Auschwitz), einer Freundin Felice Bauers, die zwischen beiden vermittelt.

1914
1. Juni: Offizielles Verlöbnis mit Felice Bauer in Berlin. 12. Juli: Auflösung des Verlöbnisses im Hotel "Askanischer Hof"; Kafka spricht später vom "Gerichtshof im Hotel". Noch im Juli beginnt Kafka die Arbeit an dem Proceß-Roman; zum ersten Mal kann er außerhalb der elterlichen Wohnung in eigenen Zimmern bei seinen älteren Schwestern arbeiten. Der ausbrechende Erste Weltkrieg findet in dem Tagebucheintrag vom 2. August 1914 seinen Niederschlag: "Deutschland hat Rußland den Krieg erklärt. - Nachmittag Schwimmschule". - Oktober: Das "Oklahama"-Kapitel [!] des Verschollenen und In der Strafkolonie entstehen. Wiederaufnahme des Briefwechsels mit Felice Bauer. Dezember: Vor dem Gesetz, Der Dorfschullehrer.

1915
Das Blumfeld-Fragment entsteht. Kafka mietet ein eigenes Zimmer. Er trifft Felice Bauer (Mai/Juni). Die Verwandlung erscheint in der Monatsschrift Die weißen Blätter und im Dezember in Der jüngste Tag. Carl Sternheim gibt das Preisgeld für den Fontane-Preis an Kafka weiter.

1916
Kafka bemüht sich vergeblich um eine Aufhebung seiner "Reklamation", d. h. der Befreiung vom Kriegsdienst, die er als Beamter der Versicherungsanstalt genießt. Im Juli Aufenthalt mit Felice Bauer in Marienbad, im November in München, wo er In der Strafkolonie vorträgt. Von November 1916 bis Mai 1917 arbeitet Kafka in einem Häuschen in der Prager Alchimistengasse, das ihm seine Schwester Ottla zur Verfügung stellt. In den sogenannten "acht Oktavheften" (in Wirklichkeit wohl neun, da mindestens eines nicht überliefert ist) entstehen dort u. a. die Texte des Landarzt-Bandes (außer den älteren Vor dem Gesetz und Ein Traum), der Kübelreiter, das Jäger-Gracchus-Fragment, Beim Bau der chinesischen Mauer und der Nachbar.

1917
Kafka beginnt Hebräisch zu lernen. Im Juli zweite Verlobung mit Felice Bauer. August: Heftiger Bluthusten, als dessen Ursache im September Tuberkulose diagnostiziert wird. Den Ausbruch der Krankheit nimmt Kafka zum Anlaß, das Verlöbnis mit Felice Bauer endgültig zu lösen (offiziell im Dezember); letzter Brief an sie am 16. Oktober. In den Oktavheften entstehen u. a. zahlreiche Aphorismen und der Sirenen-Text (23. oder 24. Oktober). Ab September lebt Kafka für acht Monate auf dem Land bei Ottla in Zürau (Nordböhmen).

1918
Die letzten beiden Oktavhefte entstehen, darin u. a. der Prometheus-Text (Januar) und das Tempelbau-Fragment (Frühjahr). Kafka stellt ein Konvolut mit Aphorismen zusammen, das er 1920 um weitere acht Zettel ergänzt. Im Mai nimmt er seine Arbeit in der Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt wieder auf. - Die militärische Niederlage der Mittelmächte beschleunigt den endgültigen Zerfall der Donaumonarchie. Am 28. Oktober wird die Tschechische Republik ausgerufen.

1919
Kafka verlobt sich mit der jüdischen Tschechin Julie Wohryzek (1891-1939). Der für November anberaumte Hochzeitstermin scheitert; die Verlobung wird im Juli 1920 aufgelöst. Kafka verfaßt den sogenannten Brief an den Vater, den dieser allerdings nie zu lesen bekommt. In der Strafkolonie erscheint im Kurt Wolff Verlag.

1920
Der Band Ein Landarzt erscheint im Kurt Wolff Verlag (mit Impressum 1919). Die Er-Aphorismen und zahlreiche Erzählungen, darunter Zur Frage der Gesetze, Die Truppenaushebung, Poseidon, Das Stadtwappen, Die Prüfung, Der Geier, Kleine Fabel und Der Kreisel, entstehen. Liebesbeziehung und Beginn des Briefwechsels mit der tschechischen Journalistin Milena Jesenská (verh. Pollak, 1896-1944, Ravensbrück), die, als erste Übersetzerin von Kafka überhaupt, einige Dichtungen Kafkas ins Tschechische überträgt.

Dezember 1920 bis August 1921
verbringt Kafka in Matliary in einem Lungensanatorium in der hohen Tatra, wo er den jungen Mediziner Robert Klopstock (1899-1972) kennen lernt, der dort auch Patient ist. Ab Ende August noch einmal zwei Monate Büroarbeit, dann Beurlaubung bis zur Pensionierung am 1. Juli 1922. Im Spätjahr verfaßt Kafka das erste der sogenannten zwei "Testamente", in denen er von dem als Nachlaßverwalter eingesetzten Max Brod die Vernichtung seines gesamten literarischen Nachlasses verlangt. Brod wird diese Testamente 1925 im Nachwort zu seiner Edition des Proceß-Romans veröffentlichen und begründen, warum er Kafkas Wunsch nicht nachgekommen ist.

1922
Februar bis August: Arbeit am Schloß-Roman. Weiterhin entstehen u. a. Erstes Leid, Fürsprech... -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein guter Einstieg in Kafkas Welt 12. November 2008
Von G. J. Matthia VINE-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
»Als der sechzehnjährige Karl Roßmann, der von seinen armen Eltern nach Amerika geschickt worden war, weil ihn ein Dienstmädchen verführt und ein Kind von ihm bekommen hatte, in dem schon langsam gewordenen Schiff in den Hafen von New York einfuhr, erblickte er die schon längst beobachtete Statue der Freiheitsgöttin wie in einem plötzlich stärker gewordenen Sonnenlicht. Ihr Arm mit dem Schwert ragte wie neuerdings empor, und um ihre Gestalt wehten die freien Lüfte.«

So beginnt ein Roman, der kein Ende hat. Die Erzählung bricht ab, unvermittelt, weil der Autor nicht dazu gekommen ist, einen Schluss zu verfassen. Er hat das Fragment unvollendet beiseite gelegt. Der Leser wird am Ende des Buches mitten auf der Strecke allein gelassen. Die letzten Sätze:

»Am ersten Tag fuhren sie durch ein hohes Gebirge. Bläulich-schwarze Steinmassen gingen in spitzen Keilen bis an den Zug heran, man beugte sich aus dem Fenster und suchte vergebens ihre Gipfel, dunkle, schmale, zerrissene Täler öffneten sich, man beschrieb mit dem Finger die Richtung, in der sie sich verloren, breite Bergströme kamen, als große Wellen auf dem hügeligen Untergrund eilend und in sich tausend kleine Schaumwellen treibend, sie stürzten sich unter die Brücken, über die der Zug fuhr, und sie waren so nah, daß der Hauch ihrer Kühle das Gesicht erschauern machte.«

Und dann? Und nun? Wohin geht die Reise? Was wartet am Zielbahnhof auf uns? Kommen wir wirklich im Theater in Oklahoma an? Wir werden es von Franz Kafka nicht erfahren, es bleibt uns allerdings unbenommen, mittels unserer Phantasie diese Geschichte fortzusetzen.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bodenlose Bedrückung und Hoffnungslosigkeit 27. September 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
„Willst du dir denn nicht den Aufzug unten ansehn?" sagte sie und schob ihn vor sich an das Geländer. „Weißt du, um was es sich handelt?" hörte sie Karl hinter sich sagen und machte ohne Erfolg eine unwillkürliche Bewegung, um sich ihrem Druck zu entziehn. Traurig sah er auf die Gasse hinunter, als sei dort der Grund seiner Traurigkeit.
Meisterhaft, ja wie kein anderer versteht es Franz Kafka auch in diesem begonnenen Roman den Leser in seinen Bann, in die Tiefen des Irrsinns menschlichen Seins zu ziehen. „Die Geschichte, die ich schreibe...ist allerdings ins Endlose angelegt.", schrieb Kafka sinngemäß einmal über dieses Werk, welches er bereits 1912 begonnen, jedoch nie vollendet hat. Diese Aussage charakterisiert vielleicht wie keine andere die Richtung, welche das Fragment von Anfang an nimmt, das Moment welches dieser Geschichte als zentrales zugrunde liegt. Gerade in der „Fassung der Handschrift" sind allerdings noch Kafkas letzte Arbeiten zu diesem Roman enthalten, welche ihn abrunden und sich auch als ein, wenngleich zwar vorläufiges, Ende lesen lassen. Die Unvollständigkeit des Manuskripts ist daher dabei kein Hindernis bei der Lektüre, und vielleicht wurde es deshalb bereits 1927 von Max Brod mit dem Titel „Amerika" veröffentlicht. Kurt Tucholsky jedenfalls äußerte über diesen Roman: „Am schönsten an diesem Werk ist die tiefe Melancholie, die es durchzieht: hier ist der ganz seltene Fall, daß einer >das Leben nicht versteht< und recht hat.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr dicht geschriebener, packender Roman ! 5. März 2008
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Kafka erzählt die Geschichte des sechzehnjährigen Karl Roßmann. Dieser wird von seinen Eltern dazu angehalten zu Beginn des letzten Jahrhunderts in die USA auszuwandern, nachdem ihn eine ältere Hausangestellte verführt hat und daraufhin schwanger geworden ist. In Amerika angekommen wird er alsbald mit den übergroßen Erwartungshaltungen Dritter, wie auch den drastischen Folgen, wenn er diese nicht zu deren Zufriedenheit erfüllt, konfrontiert. So geht sein reicher Onkel, bei dem er vorübergehend Unterschlupf findet, ebenso unbarmherzig mit Karl um, wie später dann zwei Tagelöhner, die sich als seine Kumpane aufspielen, sich gleichwohl aber ungeniert seiner Habe und anschließend gar seiner Arbeitskraft bemächtigen. Der gutwillige, naive Karl wird, wo immer auch er sich aufhält, unfair behandelt, gnadenlos ausgenutzt und fallen gelassen. Als Liftjunge in einem gut besuchten Hotel ergeht es ihm nicht viel besser, wie später als versklavter Diener einer heruntergekommenen , selbstsüchtigen Opernsängerin. Obgleich er immerfort als " Mittel" für die eigennützigen Zwecke anderer eingesetzt wird, stellt dieser stets hilfsbereite junge Mann das niederträchtige Verhalten seiner Gegenüber nicht in Frage, sondern ist bemüht vernünftige Argumente zu finden, um deren Tun auf irgend eine Weise zu exkulpieren. Karl erscheint als einer der wenigen feinen Menschen unter einer Herde egoistischer Rohlinge.
Dieser Roman Kafkas ist ein Fragment.
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen Es ist ein extrem gekürztes Hörspiel!
Ich bin sehe von diesem "Hörbuch" enttäuscht!
Zum einen ist das gar mein Hörbuch, sondern ein Hörspiel! Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von grossmaul veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Gutes Buch
Der junge Karl kämpft sich in einer fremden Welt durchs Leben, das Leben kann für einen kleinen Jungen sehr schwer sein.......
Vor 4 Monaten von miki veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnetes Buch für Kafka-Neulinge und Liebhaber
Der Verschollen - auch unter dem Namen 'America' bekannt geworden - ist wie die meisten Roman von Franz Kafka nur ein Fragment; leider wurde er nie fertiggestellt. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Daniel veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Homo homini lupus
Manchmal erweist es sich als äußerst segensreich, wenn Nachlaßverwalter einen Wunsch des Verstorbenen ignorieren. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Borux veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Mein erster Kafka ...
Ich wollte schon immer mal Franz Kafka lesen. Durch die ebooks von Amazon bin ich dazu gekommen und weil ich sie mir auf mein Tablet geladen habe. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Wilfried veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen exzellent !
Wie immer ein Meisterwerk der Sprache und der Psychologie. Eine hervorragende Darstellung des amerikanischen Lebensumfeldes in dieser Zeit, obwohl Kafka niemals in Amerika war.
Vor 13 Monaten von Guenter Kraus veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnet!
eil mangelt. Aber es ist ein Wunder, weil man den Eindruck hat, der Autor Amerika besucht habe, aber er hatte in die ersten Jahren des neunzehnten Jahrhundert etwas über... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von L. Klinkon veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen .....das hörspiel von swr2: dunkle klangwelt in amerika
Eines vorne weg: Kafkas Fragment DER VERSCHOLLENE ist von seinen drei großen Romanfragmenten das Unterhaltsamste. Man bedauert es hier noch stärker (als z.B. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von J. Fromholzer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen sehr realistisch, atemlos und amüsant
Habe mir dieses Buch von Kafka auf Empfehlung von seiten der Uni gekauft und kannte bisher nur die Kafka Erzählungen, das Schloss , die Verwandlung und die Briefe. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Katzenmama veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Kafkas Erstling
Der 16 jährige Karl Roßmann kommt Anfang des 20. Jahrhunderts per Schiff in New York an und symbolisiert einen von Tausenden deutschen Auswanderen, alle auf der Suche... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Jens Neumann veröffentlicht
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