Mit "Amerika" legt Sibylle Berg ihr drittes und meiner Meinung nach bestes Buch vor. Wem "Sex II" zu heftig war, aber "Einige Leute..." geliebt hat, sollte Frau Berg eine neue Chance geben, sie/ihn in ihre Welt am Rande des Erträglichen zu ziehen. Der Roman handelt nicht wirklich über die Staaten, "Amerika" steht vielmehr als Sinnbild für die ungegrenzten Möglichkeiten und Träume. Für Sibylle Bergs Protagonisten sind Reichtum, Erfolg, Schönheit und Liebe das, was sie scheinbar vom Glücklichsein abhält. Was passiert aber, wenn Gebete erhört werden? Nach der Lektüre wird sich der Leser vor allem wünschen, wunschlos zu sein, egal, ob glücklich oder nicht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)