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Amerigo: Die Geschichte eines historischen Irrtums [Taschenbuch]

Stefan Zweig
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. Dezember 1989
Eine »kleine Studie über das Vespucci-Problem« nannte Stefan Zweig diesen didaktisch angelegten Essay, der zuerst 1944 posthum mit dem Untertitel ›Geschichte eines historischen lrrtums‹ erschien. Diese Untersuchung, wie es zur Benennung Amerikas nach dem Vornamen eines Mannes kam, der mit der eigentlichen Entdeckung gar nichts zu tun hatte, gehört, trotz ihres schmalen Umfangs, in die Reihe von Stefan Zweigs »histoires racontées«, seiner großen Zeit- und Geschichtsdarstellungen. Der italienische Seefahrer Amerigo Vespucci (1451–1512) deckte mit seiner Erkenntnis eines anderen, des neuen Erdteils lediglich Christoph Columbus' Irrtum auf, er habe den kürzesten Seeweg nach Indien gefunden. Für die Namensgebung aber ist er durchaus nicht verantwortlich – die erfolgte, ohne sein Wissen und Zutun, 1507 durch den Kartographen Martin Waldseemüller in der ›Cosmographiae introductio‹, der Einführung in die Kosmographie. Dort heißt es, da Americus - eine eigenwillig latinisierte Form von Amerigo! - den vierten Erdteil als solchen erkannt habe, könne man ihn Americus oder - da alle Erdteile weiblich bezeichnet werden - America nennen. Dies also ist »der eigentliche Taufschein Amerikas«, und so hat für lange Zeit der Namenspatron Amerigo Vespucci ungerechtfertigterweise als der Entdecker der Neuen Welt gegolten...

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Amerigo: Die Geschichte eines historischen Irrtums + Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam + Joseph Fouché: Bildnis eines politischen Menschen
Preis für alle drei: EUR 26,89

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 112 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 16 (1. Dezember 1989)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596292417
  • ISBN-13: 978-3596292417
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 1 x 19,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 127.841 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren, lebte von 1919 bis 1934 in Salzburg, emigrierte von dort nach England und 1941 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seine historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Am 23. Februar 1942 schied er in Petrópolis, Brasilien, freiwillig aus dem Leben. Seine von einer vergangenen Zeit erzählenden Erinnerungen »Die Welt von Gestern« erschienen posthum.

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Kundenrezensionen

4.7 von 5 Sternen
4.7 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum heisst Amerika Amerika ? 20. Juni 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
In seiner unverwechselbaren klaren Sprache erzählt Stefan Zweig die Verkettung von mehr oder weniger grossen Irrtümern, die schliesslich dem Kontinent Amerika seinen Namen gibt. Man folgt ihm durch die Jahrhunderte seit der Entdeckung Amerikas durch Columbus, der nicht wusste, dass er einen neuen Kontinent entdeckte bis hin zur Etablierung des Namens Amerika.
Man ergreift mal für, mal gegen Amerigo Vespucci Partei, je nachdem, welches Kapitel man liest.
Schlussendlich ist es aber nicht mehr zu ändern und die Frage, ob Amerigo Vespucci zu Recht unsterblich wurde oder nicht letztlich müssig.
Ein gut geschriebenes, informatives und spannendes Buch.
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41 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Irrtümliche Namensgebung der Neuen Welt 31. Mai 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dieses Essay, das 1944 posthum mit dem Untertitel "Geschichte eines historischen Irrtums" erschien, ist eine Studie über das sogenannte Vespucci-Problem, eine Untersuchung, wie es zur Benennung Amerikas nach dem Vornamen eines Mannes kam, der mit der eigentlichen Entdeckung des Kontinents gar nichts zu tun hatte. Der italienische Seefahrer Amerigo Vespucci (1451 - 1512) klärte lediglich den Irrtum von Christoph Columbus auf, der den kürzesten Seeweg nach Indien gefunden zu haben glaubte. Für die Namensgebung des neuen Kontinents Amerika im Jahre 1507 war der Karthograph Martin Waldseemüller schließlich verantwortlich und so hat für lange Zeit der Namenspatron Amerigo Vespucci ungerechtfertigterweise als der Entdecker der Neuen Welt gegolten. Stefan Zweig (1881 - 1942) gestaltet diese Verkettung vieler Irrtümer in seinem unverwechselbaren Sprachstil und macht so dieses schmale Bändchen zu einer lesenswerten historischen Miniature. "Und so gebrauchen wir heute das Wort, das ein blinder Zufall in heiterem Spiele ersonnen, schon selbstverständlich als das einzig wahre und denkbare: das klingende, das schwingende Wort 'Amerika'." (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen kurze reise in das mittelalter gefällig? 22. Mai 2002
Von Fritze
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Und wieder ist es Stefan Zweig mit seinem wunderbaren Schreibstil gelungen, den Leser nicht nur über den historischen Verlauf der Namensgebung für die neue Welt zu informieren, sondern ihm gleichzeitig das Gefühl zu geben, dirket mit dabei zu sein und die Stimmung der Zeit mit den Fingern greifen zu können.
Dieser schmale Band ist für jedermann geeignet und es ist auch kein Vorwissen notwendig. Außerdem sind die ca. 100 Seiten schnell zu lesen und somit auch als "Mini-Roman" genießbar.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte pur, kurz und spannend 19. März 2007
Format:Taschenbuch
Wunderbares, spannendes und informatives Buch.

Sehr schön geschrieben. Kurz. Ein MUß für jeden der sich für

die Geschichte der Endeckung Amerikas interessiert, für Mittelalter

und für die Entstehung von "Geschichte" per se.

Ich habe es schon zweimal verschenkt.

Sehr zu empfehlen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Irrungen und Wirrungen über den Namensgeber Amerikas 25. Februar 2013
Format:Taschenbuch
1492 kommt der junge Amerigo Vespuci nach Sevilla. Er ist "factor" eines Kaufhauses, welches sich mit der Ausrüstung von Schiffen befasst und ein Ableger der Medici- Bank aus Florenz ist.
Bald kennt der junge Angestellte die Schiffe detailgenau, er besitzt Kenntnisse über Nautik, sowie über Längenberechnung, Sternkunde und das Anlegen von Karten.

Als Fachmann und Berichterstatter begleitet er nun eine Erkundungsfahrt von Alonso de Hodeja und landet als erster an der brasilianischen Küste. Seine anschließenden Berichte schreibt er an den König von Portugal, sowie an Lorenzo di Medici.

Voraussichtlich werden seine Reiseberichte nun von skrupellosen Herausgebern und Druckern aufgeplustert und verfälscht, ohne dass Vespucci davon in Kenntnis gesetzt wird. Die Beschreibungen von Schiffbrüchen, Kämpfen, Kannibalen und Riesenschlangen finden jedenfalls reißenden Absatz.
Sein Name ist seitdem in aller Munde und ein junger Kartograph zeichnet Jahre später seinen lateinischen Vornamen auf die neu entdeckte "Inselgruppe".

Von diesen und anderen Wirrungen berichtet Stefan Zweig in seiner Biographie über den jungen Entdecker und Namensgeber eines ganzen Kontinents. Wie immer stilistisch und inhaltlich eine reine Lesefreude und - wenn das Wortspiel erlaubt ist - eine Erweiterung des Horizonts.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Irrtum warum Amerika Amerika heißt . . . 8. Juni 2011
Von A. Bothe
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Stefan Zweig brilliert einmal mehr in diesem Büchlein. Denn jedes Schulkind weiß heutzutage, dass Christoph(er) Columbus Amerika 1492 entdeckt hat. Columbus hat allerdings Zeit seines Lebens geglaubt, dass er Indien entdeckt hat.

Aber warum gilt dann Amerigo Vespucci als Entdecker Amerikas und dieser Kontinent trägt sogar seinen Namen. Ja, warum denn nur? Stefan Zweig läßt die beiden historischen Figuren gegeneinander antreten. Und was wie ein Duell aussieht, entpuppt sich als zwei Helfershelfer bei der Arbeit.

Vespucci wurde deswegen so berühmt, weil unter seinem Namen Bücher erschienen, die leicht und einfach geschrieben waren und zu der damaligen Zeit von fast Jedermann leicht gelesen oder zumindest für Analphabeten leicht zu verstehen war. Eine neue Welt, die Überfluss an Früchten und Äckern für Alle bietet. Naturvölker die nicht die Knute der Inquisition, der Reformation oder der Religionskriege kennen. Und jetzt kommt Vespuccis Geniestreich: Denn im Gegensatz zu Columbus, bezeichnet er dieses unbekannte, entfernte Land nicht wie die meisten Zeitgenossen als Indien, sondern als neue Welt.

Die Gelehrten streiten damals, ob es eine Insel ist (zum Beispiel Japan, oder China wie von Marco Polo entdeckt) oder eine Landmasse. Aber der Kastograph Vespucci erkennt blitzschnell: Das muß neues Land sein, eine neue Welt.
Allerdings entsteht auch eine jahrhundertelange Debatte: Ist Vespucci ein Betrüger, ein Dieb, kurzum ein Lump? Denn Vespucci war NACH Columbus auf der anderen Seite des Atlantiks. UND: Er war auch nicht dort wo Columbus war, sondern dort wo das heutige Brasilien ist.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Interessante Miniatur
Wenn man alles durchgelesen hat, weiß man endlich, warum Amerika Amerika heißt. Und es soll durchaus einmal gewürdigt werden, dass das Buch von Amazon kostenfrei... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Opodeldok veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Spannender als ein Kriminalroman
Stefan Zwegs Werke gefallen mir persönlich sehr und "Amerigo" dürfte so kleine Bildungslücken schließen, sein Bruder war, na, wenn es nicht erfunden... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Beatrice Grimm veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen in einem Zug
Diese Erzählung habe ich in einem Zug gelesen. Zum zweiten Mal, denn dieses Stück las ich, als 15 Jahre alt war. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Theater Donner veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Amerika ?
Interessant, beinahe spannend zu lesen, die Irrungen und Wirrungen um die Bezeichnung "Amerika " ! Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Josef Stöckl veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Great literature
Surprises of history. Well recounted by a literary master. Fully enjoyed this short
but important account of world history how America obtained its name.
Vor 6 Monaten von Immanuel Bloch veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Historisches Intermezzo
In Amerigo stellt Stefan Zweig nicht nur einen historischen Irrtum richtig, sondern rehabilitiert auch den unglücklichen und versehentlichen Namensgeber. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Karolina veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Aha-Effekt
Dieses Buch sollte Pflicht Lektüre im Geographieuntericht werden.
Stefan Zweig erzählt in eindrucksvoller Art den Irrtum warum "Amerika" Amerika heißt. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Stoker veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Interessante Geschichte
Stefan Zweig verstand es komplizierte Geschichten so zu erzählen, dass man sie gut versteht. Auch das Thema ist noch heute gut zu lesen.
Vor 9 Monaten von ingrid trunetz veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen eine freude zu lesen, ein wortakrobat
so zu schreiben ist nicht vielen vergönnt. amerigo ist etwas langatmiger geraten als maghellan. es ist gut zu lesen und ist bildung pur
Vor 15 Monaten von 123 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Interssant
Wer sich für geshichtliche Vorgänge interessiert und über die Menschen hinter den Fakten etwas erfahren will, ist bei Stefan Zweig immer richtig aufgehoben. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von D. E. Braunstein veröffentlicht
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