"American Veggie" enthält nicht nur Rezepte aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Es entpuppt sich auch als ein Buch der unbegrenzten Möglichkeiten und Geschichten. So ist es genau das richtige Buch sowohl für kalte als auch für sonnige Lesereise- und Kochtage! Während die Sonne durchs Fenster schien und die Kälte draußen blieb, habe ich mir dank Irmela Erckenbrechts Rezepten und Infos gestern den deutschen Herbst mit amerikanischen Reise- und Kochträumen versüßt. Ich fläzte mich nach einer köstlichen und heißen Butternut-Birnen-Suppe mit einem frisch-zitronigen Eistee, Toll House Cookies und dem Buch, das mir die Kochanleitungen für all das geliefert hatte, am Sonntagnachmittag genüsslich auf dem Sofa. Denn siehe da: Der Klappentext hatte nicht zu viel versprochen. "American Veggie" eignet sich tatsächlich nicht nur bestens zum Kochen, sondern auch zur Sofalektüre. Wissen Sie, welch bleibenden Einfluss die Native Americans nicht nur auf die amerikanische, sondern auch auf unsere europäische Küche hatten? Wussten Sie, dass das Toast Hawaii ein Deutscher erfand? Wer war es denn noch gleich? Und was haben Kelloggs und die Erdnussbutter miteinander zu tun und was Vollkornmehl mit den Amish? Oh ja, nicht nur die Rezepte des Buches möchte ich in ihrer Mischung aus Novitäten und Traditionen weiterempfehlen und weiterverschenken. Auch die Texte, die die Rezepte begleiten. Sie sind spannend zu lesen - ein bisschen Krimi, ein bisschen historischer Roman. So hat das Buch einiges zu bieten, was überraschend gut zueinander passt: nicht nur die USA und die vegetarische Küche. Vieles, was ich schon immer über Amerika zu wissen glaubte, erscheint mir, schmökere ich im Buch, in einem neuen Licht. Zudem enthält das Best-Bakery-Kapitel viele Leckereien, die süß von den aufregenden Zeiten Amerikas träumen machen. Let's go West!