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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
77 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
kein grab ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: American VI: Ain't No Grave (Audio CD)
Man kann mit Toten so und so umgehen. Man kann Ausschussware aus einem vergessenen Studiomistkübel fischen, wie im Fall der peinlichen jüngsten Falco-Veröffentlichung.Man kann aber auch mit größtem Respekt die Erinnerung an einen Künstler wach halten, der bereits vorausgegangen ist, aber wichtige Arbeiten unfertig zurückgelassen hat. So wie es im Fall von Johnny Cashs Nachlass geschieht. Dessen Hinterbliebene und Produzent Rick Rubin sorgen dafür, dass hier nichts verramscht wird. Auch die aktuelle Veröffentlichung ist wieder mit größter Sorgfalt gestaltet worden: "American VI: Ain't No Grave" erschien am 26. Februar 2010, an Cashs 78. Geburtstag. Das Album enthält die letzten Tracks, die Cash für die "American Recordings"-Serie Rick Rubins aufgenommen hat. Zum Großteil entstanden die Stücke 2003, in den wenigen Monaten zwischen dem Tod von Cashs Frau June und seinem eigenen. Mit brechender, aber immer noch keinen Widerspruch duldender Stimme wendet sich hier ein Abschied Nehmender, der schon hinüberschaut, ein letztes Mal an uns. Was aber noch mehr ergreift: Das Album hört sich kein bisschen wehmütig an. Ein Mann, der seine Lebensbegleiterin verloren hat und selbst todkrank ist, singt seine letzten Lieder - und er weiß es! - und klingt dabei stolz, mutig und lebensbejahend. Im zentralen Stück ("I Corinthians 15:55"), dem einzigen, das er selbst komponierte, vertonte Cash fast beschwingt die Bibelzeilen aus dem Korintherbrief: Tod, wo ist dein Stachel? Grab, wo ist dein Sieg? Ähnlich ist die Kernaussage im ersten Lied, dem Traditional "Ain't No Grave": "Kein Grab kann meinen Körper gefangen halten" singt Cash, während die Band gespenstisch wilde, schaurige Akkorde setzt. Und in "Redemption Day" (von Sheryl Crow) weiß Cash, was ihn am Ende nach all der Trauer, dem Hunger und dem anderen irdischen Trübsal erwartet, wenn die Eisenbahn das Himmelstor erreicht: Freedom. Die Auswahl der Songs ist großartig, denn hier geht es nicht nur um den Tod, sondern um alles, was Johnny Cashs Leben ausmacht. So hören wir etwa eine anrührend fragile Fassung von Kris Kristoffersens "For The Good Times", mit den zärtlich geraunten, plötzlich gar nicht mehr sarkastisch klingenden Zeilen "Lay your head upon my pillow, lay your warm und tender body close to mine, hear the whisper of the raindrops blow softly against my window, make believe you love me, one more time". In "Satisfied Mind" wieder heißt es, gesungen mit der Weisheit eines Mannes, der ganz unten, ganz oben und überall dazwischen war: "Kein Geld kann dir die Jugend zurückkaufen, wenn du alt bist, oder einen Freund, wenn du einsam bist, oder die Liebe, die erkaltet ist." Und er singt auch noch einmal das alte Protestlied "Last Night I Had The Strangest Dream" und träumt klar und kraftvoll vom Ende der Kriege - wer traut sich das noch? Ganz am Ende sagt er "Aloha Oe", und dann ist er weg, aber nicht fort. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Cash,
Rezension bezieht sich auf: American VI: Ain't No Grave (Audio CD)
Auf meinem CD-Case von "American V - A Hundred Highways" von 2006 klebt ein Aufkleber, auf dem zu lesen ist "The Final Recordings". Nach "American Recordings", "Unchained", "Solitary Man", "The Man Comes Around", der 5CD-Box "Cash Unearthed" und der bereits genannten "A Hundred Highways" nun doch noch ein 32 1/2-minütiger Nachschlag mit 10 Songs, "Johnny`s Final Studio Album", wie auf der Frontseite aufgeklebt zu lesen ist, aufgenommen zwischen Mai und September 2003, in den selben "Sessions" wie "A Hundred Highways". Stilistisch / minimalistisch wie nicht anders erwartet, hören wir von Johnny Cash 10 Lieder, die thematisch alle irgendwie auf ein Abschiedsalbum passen. Ich gebe gerne zu, dass ich bei jedem Hören der CD (momentan läuft bei mir kaum etwas anderes) dazu neige, sentimental zu werden, aber "For The Good Times", "Can`t Help But Wonder Where I`m Bound" oder "Last Night I Had The Strangest Dream" in diesen Versionen mit dieser Stimme, und am Ende dann noch "Aloha Oe (Until We Meet Again)", einfach überirdisch! Danke Johnny für diese 10 Songs, danke Rick Rubin für die Produktion, und danke American Recordings für dieses letzte (wirklich?) Studio-Album von Johnny Cash!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Krönender Abschluss,
Von
Rezension bezieht sich auf: American VI: Ain't No Grave (Audio CD)
Tatsächlich noch eine Steigerung der "American"-Ausgabe.Eine wirklich gelungene, wenn auch posthum zusammengestellte Reihe von Titeln, die es "in sich haben"! Absolut hörenswert für alle Anhänger dieses großartigen Sängers, der auch nach noch seinem Ableben die Country-Szene nachhaltig beeinflusst hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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