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American Splendor (Digipack)
 
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American Splendor (Digipack)

Paul Giamatti , Harvey Pekar , Shari Springer Berman , Robert Pulcini    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Rezensionen

Movieman.de

Wenn man mit dem Wort "Meisterwerk" nicht so vorsichtig sein müßte, würde es jetzt fallen. Aber halten wir die Begeisterung etwas zurück. Auf jeden Fall ist "American Splendor" einer der unterhaltsamsten Filme der letzten Jahre. Dies liegt an seiner souveränen Stilistik, die mit abstrakten Settings, Animationssequenzen und der Filmlogik ihr Spiel treibt, am dynamischen Drehbuch und an den absolut fantastischen Darstellerleistungen. Natürlich auch an den herben und göttlich skurrilen Figuren...allerfeinstes Unterhaltungs-Kino. Fazit: absolut sehenswert

Moviemans Kommentar zur DVD: Sehr solides Bild, feinsinniger Sound, sinnvolle Extras.

Bild: Die Schärfe liefert in Montagesequenzen, die mit Comic-Bildern hantieren, Bestnoten (00.25.55, Fahrt über Comic-Cover). Im Realfilm-Part ist die Detailzeichnung und Konturierung ein wenig schwächer, aber immer noch deutlich im Gut-Bereich. So werden auch in Totalen noch Personen akzentuiert abgebildet (00.03.29). Kamerabewegungen können unter minimalen Schärfeverlusten leiden (00.06.08, Fassade). Die Rauschwerte bleiben zurückhaltend, so dass auch die Abbildung von Kacheln (üblicherweise ein Problem) problemlos bleibt. Der Kontrast ist hoch und schafft saubere Helligkeitsabstufungen. Leichte Konturenschatten können Gesichter umspielen (00.08.27), fallen aber kaum ins Gewicht. Die Farben sind gesund in Formtreue und Sättigung.

Ton: Das Klangbild ist detailvoll und feinsinnig angelegt. Es fällt aber auf, dass es insgesamt zu leise abgemischt ist, was die Dynamik und den Rauschfaktor ungünstig beeinflussen kann. Die Kulisse ist vital (00.20.59, Disc 2, Restaurant) und liefert ein hohes Maß an Authentizität (00.07.28, Hall einer zuschlagenden Tür). Die jazzige Musik ist weiträumig und klar angelegt (00.07.43, Vibraphon und Saxophon). Die deutschen Stimmen neigen zuweilen zu einem leichten Übermaß an Hall (00.32.13, Disc 2, im Bücherladen). Insgesamt erfreulich.

Extras: Ein spannender, Figurenbezogener Kommentar, der deutsche und der englische Trailer (die sich auch im Schnitt unterscheiden) und allerlei Infos und Hintergründe: sehr nett. --movieman.de

VideoMarkt

Harvey Pekar, Aktenverwalter in Cleveland/Ohio, ist das perfekte Abbild eines Antihelden. Zugeknöpft, bieder und deprimiert hangelt er sich durchs Leben, nur sein kaum zu bändigender Sammlertrieb verschafft ihm ein wenig Ablenkung. Seit seiner Jugend hortet Harvey Platten sowie - vor allem - Comics aller Art. Als er auf einem Flohmarkt den Illustrator Robert Crumb kennen lernt, schließen sich die beiden zusammen und bringen Harveys sinnloses Dasein als Comic heraus - die "American Splendor"-Reihe ist geboren.

Video.de

Einfallsreich und originell verknüpfen Shari Springer Berman und Robert Pulcini Zeichentrick-Animation, Spielszenen und Dokumentationsmaterial zu einem ungewöhnlichen Porträt des US-Kult-Comic-Autors Harvey Pekar. Das unter anderem in Sundance, Cannes und Deauville ausgezeichnete Biopic entzieht sich herkömmlichen Erzählstrukturen und ist mal bissig, mal kauzig - ganz wie sein Held, der von Paul Giamatti ("Sideways") großartig verkörpert wird. Für Comic-Freaks und Liebhaber des Independent-Kinos ein Muss.

Blickpunkt: Film

In den 70e Jahren begann Harvey Pekar aus Cleveland, sein einsames und langweiliges Dasein in Form von Comics zu dokumentieren. Seither ist sein Leben in der Comicreihe 'American Splendor' festgehalten - und jetzt auch in einem Film. Die Regisseure Shari Springer Berman und Robert Pulcini verbinden darin mit verblüffendem Einfallsreichtum Zeichentrick-Animationen und dokumentarische Aufnahmen mit gespielten Szenen der wenigen starken und vielen schwachen Momente ihres launigen Helden, den der Zuschauer mit dem gesamten Spektrum seiner Paranoia und seines Ärgers kennen lernen darf. Und das ist ein großes Vergnügen.

Nicht zuletzt deshalb, weil die Regisseure, die zuvor Dokumentarfilme gedreht haben, das Genre des Biopics dekonstruieren, indem sie das Leben ihres Helden nicht in eine klassische narrative Form bringen, sondern ihr 'Rohmaterial' zu einem originellen Konstrukt aus dramatischen Szenen mit Paul Giamatti in der Rolle von Harvey Pekar, dokumentarischen Interviews mit dem echten Pekar und animierten Fetzen aus den Comics von Harvey Pekar zusammenpuzzeln. Das Ergebnis ist eine jazzige Collage, die in keine Kategorie passen will und sich damit genialerweise genau dem nähert, dem sie Respekt erweist. Wie Terry Zwigoffs 'Ghost World' oder Todd Solondzs 'Storytelling' macht sich 'American Splendor' Gedanken über eine Sorte Mensch, die im üblichen Sinne als 'Nerds' im gesellschaftlichen Niemandsland oder in komischen Nebenrollen ihr Dasein fristet: die Einsamen, schlecht Angezogenen, ewigen Nörgler, die in Wahrheit die besten Chronisten ihrer Zeit und Umwelt sind und selbst unendlich unterhaltsamen Stoff für Beobachtungen liefen, denn - um es mit Harvey Pekars Worten auszudrücken: 'Das normale Leben ist eine ziemlich komplexe Angelegenheit.'
In seinem Fall ist es zunächst das tödlich langweilige Dasein als Aktenschieber in einem Krankenhaus. Frei von Sentimentalität und mit erschütternd trockenem Humor kommentiert die heisere Erzählerstimme des echten Harvey seine ersten Bemühungen als Comic-Autor, seinen jahrelangen Kampf mit Krebs, den nicht weniger permanenten Trouble mit der Einsamkeit und der höchst komplizierten Beziehung zu seiner (von einer kaum erkennbaren hornbebrillten Hope Davis gespielten) Frau Joyce. Die gespielten Szenen mit dem versierten 'Nerd'-Darsteller Paul Giamatti, der mit einer Brillanz und Komik durch die Szenen schlurft, dass er nicht nur seiner Rolle, sondern auch sich selbst ein Denkmal setzt, gleiten zwischendurch immer wieder hinüber in die Handlung hinter der Kamera: Da sitzen dann der echte Harvey und sein sonderbarer Freund 'Nerd' im Studio und schauen sich selbst zu. Und wenn der Film am Ende Pekar bei seinen Auftritten bei US-Talker David Letterman im Wechsel mit Giamatti zeigt, sind beide auf wunderbare Weise kaum mehr zu unterscheiden.
Nach 100 Minuten schüttelt der Zuschauer Harvey Pekar zum Abschied die Hand, als hätte er mit ihm in irgendeinem Diner gesessen und er ihm bei einem Burger seine Lebensgeschichte erzählt. Genauso eigenwillig ist 'American Splendor' und wie sein Protagonist und dessen Comics voll von schüchternen Beobachtungen hässlicher und allgemeiner Enttäuschungen. Eine surreale Mischung aus Komödie, Drama und Dokumentation, ein trauriger, lustiger, kluger und sehr schöner Film zugleich. cm.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Teils fiktionales Drama, teils Animation, teils Dokumentation über das Leben und die Weltanschauungen des legendären Comic-Book-Autors Harvey Pekar.

Kurzbeschreibung

Der Film beschreibt das launige Dasein von Harvey Pekar - Angestellter in einem Krankenhaus, leidenschaftlich-besessener Sammler und Autor einer halbautobiographischen Comicbook-Serie, die über 20 Jahre lang seine alltäglichen Erfahrungen mit seiner Beziehung, seinem Job und seiner Familie in seiner Heimatstadt Cleveland, Ohio wiedergeben.

Produktbeschreibungen

Willkommen in der Welt von Harvey Pekar, dem Erfinder eines der beliebtesten US-Comics aller Zeiten. Sein durchaus durchschnittliches Leben wird zum Kult, als er zusammen mit dem berühmten Zeichner Robert Crumb (Fritz the Cat) beschließt, das ′ganz normale Leben′ in einem Comic festzuhalten... American Splendor ist einer der originellsten Filme der letzten Jahre. Die extrem unterhaltsame Filmbiografie wurde vielfach ausgezeichnet und war für den Oscar
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