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So mancher Prog-Fan wähnte seine Lieblinge, die der Welt einst Göttergaben wie Rage For Order, Operation: Mindcrime und Empire schenkten, schon im kreativen Niemandsland. Die letzten Alben Operation: Mindcrime II und Tribe waren allenfalls von mittelmäßiger Qualität und zeigten eine unsichere, orientierungslose Band, die nicht wusste, wie sie mit ihrer Vergangenheit umgehen sollte. Der Selbstfindungsprozess scheint mittlerweile abgeschlossen zu sein, denn American Soldier gefällt endlich wieder mit intelligentem, textlich wie musikalisch anspruchsvollem Progressive Metal jenseits von langweiligen Riffs und austauschbaren Melodien. Geoff Tate und seine Kollegen erfinden das Genre zwar nicht neu, sind aber endlich wieder mit Herzblut und inspiriert bei der Sache. Ihr Konzeptwerk über die Ambivalenzen des amerikanischen Soldatenlebens ist die erste Queensryche-Scheibe, die halbwegs an die Großtaten der Band aus dem 20. Jahrhundert anknüpfen kann. - Michael Rensen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Prog vom Feinsten,
Von
Rezension bezieht sich auf: American Soldier (Audio CD)
Operation Mindcrime ist wohl Segen und Fluch für Queensryche. Segen, weil es wohl DIE Prog-Scheibe des letzten Jahrhunderts war. Fluch, weil wohl jedes neue Queensryche Album daran gemessen wird/wurde.Bob Marley sagte mal: "Das schöne an der Musik ist, dass sie sich ständig weiterentwickelt" (sinngemäß). Nachdem ich mir heute die "American Soldier" angehört habe, musste ich diese, meine erste, Rezension schreiben. Als Fan seit "Rage for Order" durchlebte ich wohl die gleichen Höhen und Tiefen mit Queensryche, wie wohl viele andere auch. Da lag vor über 20 Jahren plötzlich ein "Operation Mindcrime" Album im Player, von dem man einfach nicht genug bekam und darauf folgte noch eine orgasmatische Livecrime-DVD. Weiter ging's 2 Jahre später mit einem fast ebenbürtigem "Empire", welches Queensryche wohl in jedem noch so kleinem Winkel der Prog-Metal-Szene zu einer Ikone werden ließ. Doch was kam da 4 Jahre später mit "Promised Land"? Ein Album, das polarisierte. Den einen fehlte die Power, war es viel zu ruhig und melancholisch, die anderen, und dazu gehöre auch ich, entdeckten das Potential und den emotionalen Tiefgang verpackt im feinsten Prog-Gewand. Für mich ist "Promised Land" das beste Queensryche-Album. Der Weg der Band war nach "Hear in the Now Frontier", und "Q2K" klar erkennbar und auch ich verlor durchaus enttäuscht das Interesse an den darauffolgenden Alben, mangelte es doch an Abwechslung; wobei ich mir nicht anmahßen würde zu behaupten, dass ein "Problem der Selbstfindung" vorlag, wie Hr. Rensen es bezeichnet. "American Soldier" präsentiert sich als Konzept-Album erster Güte. Auch wenn die Thematik eine andere ist, und sicherlich keine leichte, würde ich nach dem ersten Hören das Ganze als "Promised Land II" bezeichnen. Für mich ist von Langeweile und Eintönigkeit keine Spur, ganz im Gegenteil. Wer "Promised Land" mag, der sollte nicht zögern, sich diese Scheibe zu kaufen, die Anlage etwas lauter drehen, die Augen schließen und sich eine Stunde lang von souveränen Geoff, Michael, Ed und Scott mit feinstem Prog und einer ausgezeichneten Sound- und Effektkulisse verzaubern lassen. Queensryche in Hochform! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
..about time!,
Von
Rezension bezieht sich auf: American Soldier (Audio CD)
Es war echt an der Zeit das sich die Herren um Mr. Tate zurückgemeldet haben. American Soldier ist sicher keine Kost, welche die "Headbanger Fraktion" in seliges Nicken verfallen lässt..... das war aber niemals das primäre Anliegen von Queensryche! Viel eher transportierten hier eine knappe handvoll Musiker, deren Fähigkeiten über jeden Zweifel erhaben sind, ein Thema welches wirklich zum kotzen ist. Es ist die (bisher)unerzählte Geschichte die hinter jedem (American)Soldier steht, der einen Abstecher in die Hölle gemacht hat.Ähnlich sensible Themen wurden auch schon in der Vergangenheit, z.B. auf Mindcrime, Empire usw. angeschnitten, aber niemals in solch einer geballten Form. Die Musik lässt sich nicht mit "Heavy Metal" umschreiben, eher noch mit Prog- oder Mindmetal.....American Soldier ist sehr düster, passend zu den Texten und zum Thema, ein perfekter Soundtrack zu einem Albtraum. Um das ganze verstehen zu können muss man vielleicht wirklich ein American Soldier (gewesen) sein. Ich habe viele Rezensionen auf amerikanischen Websites gelesen, da lässt sich erkennen, dass ein anderer Hintergrund auch eine andere Betrachtungsweise bedingt. Hier in Germany steht eher der Umschlag des Buches (die Musik) anstelle des Inhaltes (Texte) im Vordergrund, mit dieser Betrachtungsweise wird man American Soldier auf keinen Fall gerecht. Texte und Musik sind perfekt aufeinander abgestimmt und deshalb ist für mich American Soldier eines der ganz großen Alben von Queensryche. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tarnkappenalbum,
Rezension bezieht sich auf: American Soldier (Audio CD)
Queensryche hatten ihren Karrierehöhepunkt für meinen Geschmack zwischen 1986 und 1994 mit den Werken "Rage For Order", "Operation: Mindcrime", "Empire" und "Promised Land". Diese vier Alben sehe ich in ihrer musikalischen Qualität ziemlich gleichranging an, obwohl sie teilweise auch schon recht unterschiedliche Stile beinhalten. Alles, was danach kam, habe ich nicht mehr richtig mitbekommen. Es hat mich aber auch nicht weiter interessiert, nachdem ich mal kurze Bekanntschaft damit gemacht hatte. Ist alles eher dünn und mager. Vor allem OM2 ist soundmäßig so dermaßen schlecht, dass sich für mich allein deshalb schon keinerlei weitere Betrachtung der Musik alleine ergeben kann.Zufällig hat es sich nun ergeben, dass ich in den Besitz des aktuellen Werkes "American Soldier" kam. Was heißt hier zufällig, ich habe es halt einfach mal bei Amazon bestellt. Ich will damit vielmehr sagen, dass mich dieses Album von Anfang interessiert hat und ich es deshalb unbedingt kaufen wollte. Nun aber endlich zur Musik: Einige haben hier ja schon erwähnt, dass dieses Album ziemlich gleichförmig, um nicht zu sagen langweilig daherkommt. Diesen Eindruck hatte ich anfangs auch. Alles ist schön brav, ohne Akzente, ohne Höhepunkte. Durchschnittsware von der Stange sozusagen. Wie gesagt, diesen Eindruck hatte ich auch und ich war so nach ca. fünf Hördurchläufen schon bei meinem Abschlussurteil "Mittelmaß" angelangt, aber in Ermangelung aktueller musikalischer Alternativen habe ich dieser CD trotzdem noch weitere Runden im Player zukommen lassen ... und siehe da, auf einmal tut sich doch noch was. Was ist denn beispielsweise auf einmal aus Lied Nummer 5, "A Dead Man's Words" geworden? Das ist doch nicht etwa Gänsehaut, die mir da gerade über den Rücken läuft? Doch, ist es! Und so ergeht es mir noch an einigen anderen Stellen, die ich vorher einfach nicht so wahrgenommen habe. Die anfängliche Gleichförmigkeit ist plötzlich völlig verschwunden. Ich kann nun durchaus viele Ecken und Kanten erkennen. Allein die Stellen um die Saxophoneinlagen sind einfach wunderbar. Als eins der wenigen Lieder, die von Anfang an richtig zünden, ist "Killer" mit seinem tollen klöppelnden Schlagzeug. Sehr schön. "Unafraid" erinnert von der Machart und seinem Groove an "Disconnected". Ebenso lässig, ja fast hypnotisch wirkt auf mich "Middle Of Hell". Außerdem finde ich die beiden Lieder "Silver" und "The Voice" in ihrer Funktion als Albumanfang und Albumende absolut gelungen. "Hundred Mile Stare" und "If I Were King" sind weitere absolute Höhepunkte. Insgesamt kann ich also absolut keinen Schwachpunkt mehr auf diesem Album erkennen, bis auf den Refrain von "Man Down!" vielleicht, den auch schon ein Anderer hier moniert hat und mit "umständlich" meiner Meinung nach vortrefflich beschrieben hat. Die wirklich ausgezeichnete, Gänsehaut erzeugende Einleitung und Strophe geht leider in einen etwas dümmlichen und umständlichen Refrain über. Aber das ist auch schon der einzige Kritikpunkt, mit dem ich ganz ausgezeichnet leben kann. Es wurden hier auch häufig die vielen Samples mit den Zitaten von Soldaten (toller Reim!) bemängelt. Dass das einfach zu viel sei und mit der Zeit einfach nur nervt. Das kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Sie kommen schon sehr häufig vor, das stimmt schon, aber sie sind nicht sooo dominant und ablenkend oder störend. Teilweise sind sie sogar richtig in das Lied als Melodieelement, also songdienend eingebunden, wie etwa bei "A Dead Man's Words". Da finde ich einige Samples auf dem Klassiker "Operation: Mindcrime" übertriebener und nerviger. Wenn ich das jetzt mal etwas provokant formulieren darf. Warum ich das jetzt so ausführlich erzählt habe? Es muss halt einfach auch der Augenblick stimmen, indem man auf ein bestimmtes Werk trifft. Und da gibt es eben günstige (wie bei mir) und eben weniger günstige. Wenn ich dieses Album zum ersten Mal gehört hätte, während mich gerade eine andere CD fasziniert, wäre es wahrscheinlich chancenlos geblieben. Leider! Oder erst Jahre später mal zufällig wiederentdeckt worden ... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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