Produktbeschreibungen
Wie auch The '59 Sound wurde American Slang von Ted Hutt produziert und kündigt einen weiteren großen Sprung nach vorn an. Tracks wie Bring It On, Orphans oder Stay Lucky knistern nur so vor Spirit, vor Seele und vor künstlerischer Abenteuerlust einer Band, die sich ihrer selbst ganz sicher ist und die ihre Stimme und ihren Sound gefunden hat.
motor.de
Den Stein ins Rollen bringen The Gaslight Anthem im Jahre 2007 mit ihrem Debüt „Sink Or Swim“. Zwar ist die Band seinerzeit noch deutlicher am Punk Rock orientiert und Brian Fallons Gesang um einiges rauher als auf den späteren Veröffentlichungen, jedoch ist bereits damals abzusehen, dass The Gaslight Anthem ein ungeheures Potential mitbringen. Die an den Tag gelegte Leidenschaft hört man den Songs bereits an und auch die häufig zitierte Working Class-Attitüde der Band – Fallon arbeitete früher als Schreiner - ist sprichwörtlich mit Händen zu greifen. Somit lassen sich die beiden größten musikalischen Einflüsse auf den Sound von The Gaslight Anthem schnell ausmachen: Der "Working Class Hero" Bruce Springsteen - wie die Band übrigens aus New Jersey - und die befreundeten Hot Water Music, dessen Gitarrist und Sänger Chris Wollard sogar auf „Sink Or Swim“ zu hören ist. Den meisten sind The Gaslight Anthem aber wohl erst seit „The 59‘ Sound“ ein Begriff, welches wie kein zweites Album die perfekte Schnittmenge zwischen Soul und Punk Rock darstellt. Songs wie der Titeltrack der Platte oder „Great Expectations“ werden in kürzester Zeit zu Hymnen und The Gaslight Anthem wird als erster amerikanischer Band die Ehre zuteil, das Cover des britischen Musikmagazins Kerrang! zu zieren. Nun erscheint mit „American Slang“ also das dritte Album innerhalb von drei Jahren. „Look what you started!“ heißt es gleich zu Beginn des Titeltracks und wahrscheinlich scheint Brian Fallon mit dieser Zeile all das zu reflektieren, was ihn während der Arbeit an „American Slang“ beschäftigt hat. Die unglaubliche Erwartungshaltung nach „The 59‘ Sound“ ebenso wie die Suche der Band nach dem eigenen Sound. Und während sie diesen nun endgültig gefunden haben, dürfte es dennoch nicht wenige geben, die von „American Slang“ ein wenig enttäuscht sein werden. Doch im Grunde genommen gibt es dafür nicht den geringsten Anlass, denn was die vier Jungs aus New Jersey auf ihrem neuen Album bieten ist nachwievor hymnischer Springsteen-Punk mit jeder Menge Soul und Attitude. Und auch, dass das Überraschungsmoment nach „The 59‘ Sound“ aufgebraucht sein würde, hätte jedem klar sein müssen.
Um es gleich vorweg zu sagen, die Hymnen-Dichte ist auf „American Slang“ nicht ganz so groß wie auf dem Vorgänger-Album, was jedoch kein Zufall sein muss. Andererseits finden sich mit dem Titeltrack, „Stay Lucky“ oder auch „Boxer“ nachwievor genügend Songs, bei denen man bereits nach wenigen Durchläufen euphorisch mitsingen möchte und das Verlangen spürt, sich seinen Nebenmann zu greifen, um mit ihm bei einem Bier das Leben zu feiern. Die herausstechenden Gitarren-Melodien von Alex Rosamilia sind auch auf „American Slang“ sehr eingängig und funktionieren gerade im Zusammenspiel mit der knackigen Rhythmusfraktion und Brian Fallons souligem Gesang nachwievor besonders gut. Allerdings schlägt die Band an einigen Stellen des Albums auch ungewohnte Töne an. Allem voran muss da das finale Stück „We Did It When We Were Young“ erwähnt werden. Der Song bietet Brian Fallons Stimme besonders viel Raum, während der Text den Blick nicht melancholisch in die Vergangenheit richtet, sondern den nötigen Realismus erkennen lässt, um fest im Hier und Jetzt zu stehen („But I’m older now and we did it when we were young“). Somit steht der Song symptomatisch für die Entwicklung von The Gaslight Anthem. War „The 59‘ Sound“ das richtige Album zur richtigen Zeit, so ist „American Slang“ die behutsame Weiterentwicklung der eigenen Stärken ohne dabei – um ausnahmsweise einmal Guido Westerwelle zu zitieren – den inneren Kompass zu verlieren. Alle diejenigen, die etwas anderes erwartet haben, können also von „American Slang“ nur enttäuscht sein.
Stattdessen sollte man aber den Hut vor dieser immer noch jungen Band ziehen, da sie sich zu keinem Zeitpunkt aus der Ruhe hat bringen lassen und mit „American Slang“ ein Album vorlegt, welches es sogar noch besser als sein Vorgänger versteht, die verschiedenen Fixpunkte Punk, Rock und Soul zu einem homogenen Ganzen zusammen zu führen. „So don’t sing me your songs about the good times“ heißt es in ”Old Haunts” und genau diese Zeile trifft den Nagel auf den Kopf. Die guten Zeiten haben für The Gaslight Anthem gerade erst begonnen.
Um es gleich vorweg zu sagen, die Hymnen-Dichte ist auf „American Slang“ nicht ganz so groß wie auf dem Vorgänger-Album, was jedoch kein Zufall sein muss. Andererseits finden sich mit dem Titeltrack, „Stay Lucky“ oder auch „Boxer“ nachwievor genügend Songs, bei denen man bereits nach wenigen Durchläufen euphorisch mitsingen möchte und das Verlangen spürt, sich seinen Nebenmann zu greifen, um mit ihm bei einem Bier das Leben zu feiern. Die herausstechenden Gitarren-Melodien von Alex Rosamilia sind auch auf „American Slang“ sehr eingängig und funktionieren gerade im Zusammenspiel mit der knackigen Rhythmusfraktion und Brian Fallons souligem Gesang nachwievor besonders gut. Allerdings schlägt die Band an einigen Stellen des Albums auch ungewohnte Töne an. Allem voran muss da das finale Stück „We Did It When We Were Young“ erwähnt werden. Der Song bietet Brian Fallons Stimme besonders viel Raum, während der Text den Blick nicht melancholisch in die Vergangenheit richtet, sondern den nötigen Realismus erkennen lässt, um fest im Hier und Jetzt zu stehen („But I’m older now and we did it when we were young“). Somit steht der Song symptomatisch für die Entwicklung von The Gaslight Anthem. War „The 59‘ Sound“ das richtige Album zur richtigen Zeit, so ist „American Slang“ die behutsame Weiterentwicklung der eigenen Stärken ohne dabei – um ausnahmsweise einmal Guido Westerwelle zu zitieren – den inneren Kompass zu verlieren. Alle diejenigen, die etwas anderes erwartet haben, können also von „American Slang“ nur enttäuscht sein.
Stattdessen sollte man aber den Hut vor dieser immer noch jungen Band ziehen, da sie sich zu keinem Zeitpunkt aus der Ruhe hat bringen lassen und mit „American Slang“ ein Album vorlegt, welches es sogar noch besser als sein Vorgänger versteht, die verschiedenen Fixpunkte Punk, Rock und Soul zu einem homogenen Ganzen zusammen zu führen. „So don’t sing me your songs about the good times“ heißt es in ”Old Haunts” und genau diese Zeile trifft den Nagel auf den Kopf. Die guten Zeiten haben für The Gaslight Anthem gerade erst begonnen.
kulturnews.de
Bruce Springsteen brachte die Erkenntnis: Als The Gaslight Anthem die Bühne mit der Rocklegende teilen durften, wurde Sänger Brian Fallon schlagartig klar, dass auch sein Ziel die großen Stadien waren. Auch er wollte sich einen Platz im Rockolymp erkämpfen - "und nicht nur eine Fußnote in der Musikgeschichte sein." Fürs dritte Album hat sich das Quartett aus New Brunswick deshalb extra ins Zeug gelegt. Das ist nicht mehr nur schnodderiger Punkrock, jetzt sind außerdem Hymnen und groß angelegte Melodien angesagt, hier und da auch mal rhythmisches Fingerschnippen. Die Jubelgitarren teilen sich die Hauptrolle stellenweise aber nur ungern mit Fallons kratziger, emphatischer Stimme, die ihm schon Vergleiche mit Größen wie Joe Strummer und Mike Ness eingebracht hat. Ganz so existenzialistisch und depressiv wirkt Fallon aber nicht. Zum Glück. Sonst hätten die Songs auf "American Slang" nicht den positiven Charakter, der sie für die großen Stadien prädestiniert. Das Ziel ist klar, der Weg bereitet. The Gaslight Anthem kommen. (es)