| ||||||||||||||||||||||||
Produktinformation
|
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
75 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sozialsatire,
Von thrillseeker (Erfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: American Psycho (Broschiert)
American Psycho - viel diskutiert für die minuziös beschriebenen Szenen unvorstellbarer Grausamkeiten - ist eine kompromisslose Kritik an der US-amerikanischen Gesellschaft der 90er Jahre. Patrick Bateman, der (ohne wirklich zu arbeiten) Unmengen von Geld verdient, hat es auf materieller Ebene weit gebracht - finanziell stehen ihm beinahe alle Türen offen. Doch die Fähigkeit zu Empathie und menschlicher Wärme ist ihm - wenn er sie jemals bessesen hat - irgendwo auf dem Weg vom Elite-College an die Wallstreet verloren gegangen.
Die edlen Visitenkarten seiner Arbeitskollegen oder sein Scheitern beim Versuch, einen Tisch in einem angesagten Restaurant zu reservieren - diese Dinge verursachen bei Patrick Bateman Schweißausbrüche und grenzenlosen Neid. Für all jene, die weniger erfolgreich sind als er, hat er hingegen nur tiefste Abscheu übrig - und das Einzige, was ihm kurzzeitig so etwas Ähnliches wie Freude bereitet, ist, diesen Menschen Schmerzen zuzufügen. Im Verlauf des Buches stumpft Bateman allerdings immer weiter ab, sodass er trotz der immer weiter steigenden Grausamkeit seiner Taten am Ende nichts als eine totale innere Leere empfindet. Das Monster Patrick Bateman, das von Bret Easton Ellis auf diese Weise beschrieben wird, ist jedoch nicht - wie oft angenommen - das im Körper einer einzelnen Person konzentrierte, pure Böse. Vielmehr hält Ellis der amerikanischen Gesellschaft einen schonungslosen Spiegel vors Gesicht. Gier, Neid, Rücksichtslosigkeit und der Verlust jeglicher Menschlichkeit sind eben nicht das Problem eines neurotischen Psychopathen und Serienmörders, sondern das einer ganzen Zivilisation, deren Wertesystem sich auschließlich nach einem einzigen Ziel ausgerichtet hat - dem Profit. Wer den Film gesehen hat, wird sicher über die Story im Bilde sein, sollte aber dennoch zum Buch greifen. Denn Ellis' großartiger Erzählstil fehlt der Verfilmung ebenso, wie die sozialkritischen Töne, die man in "American Psycho" in erster Linie zwischen den Zeilen findet. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
52 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Oberflächlich?,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: American Psycho (Taschenbuch)
Das Wort oberflächlich fiel mir mehrfach ein. Zum einen zum Protagonisten zum anderen aber auch über die eigene Betrachtungsweise. Nachdem seitenlang Designer augezählt wurden, seitenweise Geldbeträge genannt wurden, die für was auch immer ausgegeben wurden (Kleidung, Getränke, Essen, Eintrittsgelder) fragte ich mich was das ganze soll. Geht doch auch kürzer. Nach langem Nachdenken muß ich gestehen: nein, es geht nicht kürzer. Denn die Auflistungen des vermeintlich Langweiligen wiegt einen in Sicherheit, welche durch die bestialischen Szenen verloren geht. Die Oberflächlichkeit der Gesellschaft wird perfekt beschrieben. Und die Oberflächlichkeit von Pat ist die unsrige. Überzogen dargstellt (denn die wenigstens leben den Gegensatz von Schein und Sein so extrem). Und das Desinteresse für die Wirklichlichkeit ist ein Spiegel dessen was wir leben. Pat fragt nicht, was mit seinen Opfern wird, er sucht nicht die Zeitungen nach Meldungen ab. Wegwerfgesellschaft par excellance! Dieses Buch hat 5 Sterne verdient, denn es schafft etwas, was Büchern selten gelingt: es regt zum Nachdenken an. so zum Beispiel habe ich mich gefragt, wie viele Stunden ich mit dem berühmten Small-Talk vergeudet habe. Wie oft bewertet man das Aussehen anderer, diskutiert über Restaurants und berichtet von Neuanschaffungen? Einfach, weil man sich nichts zu sagen hat und - mal ehrlich- mehr einen auch vom Gegenüber nicht interessiert. Ohne Frage: das Buch ist grausam und die Perversitäten unendlich lange (und somit recht schmerzhaft für den Leser) geschildert, aber Hand auf's Herz: würde man das Buch sonst nicht einfach unter "gelesen" ins Regal stellen, ohne zu hinterfragen? Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schon mal beim lesen einen Klos im Hals gehabt?,
Von
Rezension bezieht sich auf: American Psycho (Taschenbuch)
American Psycho ist einer der umstrittensten Romane der 90er gewesen. Patrick Bateman, ein erfolgreicher aber einsamer Wallstreet-Yuppie ist tagsüber der übliche Reiche und verwandelt sich nachts zur kannibalistischen, rassistischen Bestie. Der Ich-Erzähler entführt den Leser in den ersten Seiten in eine heile Welt, in der es um Luxus, Status, Klatsch, Tratsch, Sex, Drogen, Mode, Restaurants und Mineralwasser geht. Ist ein Restaurant zu billig, ist es nicht Wert besucht zu werden. Das Alles versteht man noch. Doch langsam kommen - wie kleine in einen Film reingeschnittene Szenen, die den Betrachter wundern lassen, ob er die Szene sich jetzt gerade eingebildet hat - kurze Bemerkungen Batemans, die die Spannung des Romans und die Neugier, wann denn endlich die Lethargie des Buches überwunden ist, steigern. Bateman scheint in seiner eigenen kleinen Welt zu leben, er grenzt an Schizophrenie. Viel zu oft äußert er sich, er hätte jemanden umgebracht, er rennt mit blutverschmierter Kleidung rum, die Putzfrau wischt Blut von den Wänden, die dutzenden Leichen werden vielleicht gefunden, aber niemand sucht ihn - all das sind Indizien, dass eigentlich keiner Bateman Beachtung schenkt. Man hört ihm nicht zu, oder hat einfach Angst (im Falle der Putzfrau) irgendwas zu unternehmen. "American Psycho" ist lahmarschig - am Anfang! Aber das braucht dieses Buch. Denn die Illusion der Welt der Schönen und Reichen ("Sitzt mein Haar richtig?") muss perfekt sein (und für Bateman IST sie langweilig!), damit der Gegensatz zur Bestie und dem Umschalten zum gesellschaftsfähigen Mann um so schockierender ist. Liest man die Stellen der Folter und des Hardcore-Sex, dann fragt man sich schon, wie krank ein Mensch sein kann. Die Beschreibungen sind dermaßen blutig und brutal, dass man teilweise aus Unverständnis und absoluter Entrüstung den letzten Satz noch mal liest. Man bekommt einen richtigen Klos im Hals. Das ist absolut nix für schwache Nerven. 4 Sterne gibt es nur deshalb, weil auf den ersten 150 Seiten der Autor es einfach übertreibt mit den Modebeschreibungen der Leute. Es ist einfach langweilig die unzähligen, überflüssigen, unaussprechlichen Mode-Designer zu lesen. Irgendwann ist auch mal gut. Zum Ende wurde es dann weniger. Was ebenfalls die 4 Sterne bringt sind die zusammenhangslosen, überflüssigen Discographie-Rezensionen von Künstlern wie Whitney Houston, Phil Collins und anderen. Langweilig. Im Gegensatz zum Modefimmel nun gar nicht notwendig um das Leben und die Werte Bateman's darzulegen. Aber man kann's ja (wie die Mode-Zeilen) einfach überspringen. Viel Spass mit diesem Buch. Und durchalten - es lohnt sich! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
Die neuesten Kundenrezensionen |
|
Das Forum zu diesem Produkt
Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
|
|