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am 1. Juni 2005
Dem zukünftigen Leser dieses Buches müssen ein paar Dinge von vornherein klar sein. Erstens braucht man wirklich harte Nerven. Die Mordszenen sind mit ziemlicher Detailverliebtheit beschrieben und grausam. Zweitens muß man neugierig sein auf etwas ganz neues, ganz eigenartiges, nämlich eine Erzählung die gar keine ist, sondern eine nervöse Aneinanderkettung vor Ereignissen, die nur im Gesamtbild eine Art Sinn ergeben. Drittens muß man Interesse daran finden, sich in die Lage des völlig kranken Hauptcharakters "Patrick Bateman" versetzen zu wollen.
Die Kunst dieses Buches besteht nicht in der Erzählung oder dem Inhalt (außer man will einen Lehrgang in Designermarken, exzessiven Erotikpraktiken und kranken Mordmöglichkeiten absolvieren). Die Kunst ist die unglaubliche Monotonie der Erzählung. Man steigt ein bei Seite eins und ist einige hundert Seiten später nicht weitergekommen. Das Leben des Bateman ist nun mal so. Die Essenz ist: Unendliches Geld macht es Bateman möglich, neben teuren Restaurants, Drinks, Drogen, Marken, Produkten auch Vergewaltigungen und makaberste Morde als seinen standardmäßigen Alltag zu betrachten, ohne einen Unterschied zwischen einer Flasche Evian oder zwei Leichen zu machen.
Lieber Leser, ich hoffe Du bist gewarnt! Es ist ein nervenzerfetzendes Erlebnis!
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am 3. März 2016
„American Psycho“ ist ein Buch, für das ich nie besonderes Interesse hatte. Sogar die Verfilmung interessierte mich nicht besonders, und das, obwohl ich Bale sehr mag. Die ganze Serienkiller-Yuppie-Nummer kam mir eher öde vor. Dann hat Dennis Scheck gesagt, dass „American Psycho“ sein Allzeitlieblingsbuch sei. Der Mann weiß eigentlich, was er tut. Also ran an die 400 Seiten, hab ich mir gesagt.

Vorweg: Ich verstehe vollkommen, warum viele Leute das Buch mehrfach angefangen und nie beendet haben. Die Kaskaden von Klamottenbeschreibungen, von Produktbewertungen, Restaurantkritiken, von Musikbesprechungen sind erst einmal abschreckend, weil ermüdend und scheinbar sinnfrei. Ich habe erneut wegen Scheck durchgehalten. „Da muss noch was kommen“, so mein Gedanke – und oh boy, wie recht ich hatte.

Diese ganze Form dient, das merkt man eben erst später, von Zeile 1 an einer unheimlich dichten Charakterzeichnung des Protagonisten im Schattenriss, und der hypnotische Sog der Litaneien einerseits und ihre völlige Belanglosigkeit und die damit einhergehende Erschöpfung des Lesers andererseits, sind essentiell, um Bateman … nicht zu verstehen, Grundgütiger, aber doch wenigstens einzugrenzen, zu umkreisen. Sie sind der Rahmen, in den sich die Gewaltexzesse nachher sowohl in literarischer Form als auch in ihrer Bedeutung für Bateman nahtlos einfügen.

Und dieses Panoptikum von Belanglosigkeit und Oberflächlichkeit kippen zu sehen in Identitätsverlust und Panik, Gewalt und Drogen, immer noch mit dem Lack der ursprünglichen Ebene – das allein ist größte Literatur, weil zumindest ich mich selten beim Lesen einer Geschichte so sehr irritiert, verloren und verwirrt gefühlt habe: selten so sehr die Lebensentwürfe und Konzepte der Akteure hinterfragt habe; selten so sehr ins Grübeln über meine eigenen gekommen bin (Fazit sehr eindeutig: Alles richtig gemacht!).

Und das macht auch die Gewaltszenen so unfassbar überwältigend: Ihre nahtlose Einordnung in eine Welt, in der das Leider der Opfer nicht mehr Wert sind als die neue Genesis-CD oder ein besonderer Weinöffner aus einem bestimmten Laden – nicht selten sogar entschieden weniger. Und das nicht (nur) aus der psychotischen Disposition des Protagonisten heraus, sondern eben in erschütternder Übereinstimmung mit dem Wertesystem, in dem er sich bewegt wie ein Fisch im Wasser.

Das Ganze dann letztlich noch ambivalent enden zu lassen; die Idee des unzuverlässigen Erzählers immer dringlicher (und durch die 350 Seiten vorher: vollkommen überzeugend) werden zu lassen, ist fast schon zu gnädig. Ich habe vor „American Psycho“ die „Otherland“-Reihe gelesen, und habe nach diesen Büchern beschlossen, etwas lesen zu wollen, dass in der Realität verankert ist. In der Mitte von „American Psycho“ habe ich dann als nächstes Buch „Chasm City“ bestellt, einen Space Opera/ Hard Science Fiction Band, der in hunderten Jahren Zukunft und sehr weit weg spielt. Ich wollte einer Welt, in der Patrick Bateman existiert, mit dem nächsten Buch so weit wie möglich entkommen. Nachdem ich das Buch beendet habe, ist dieser Drang sehr gemildert, aber nicht weg. Denn „American Psycho“ ist ein Buch, das nicht mehr aus deinem Leben weggeht, wenn du es erst mal reingelassen hast. Und ob das nun angenehm ist, oder nicht: Es ist ein Zeichen großer Literatur.
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am 15. Februar 2015
Dieses Buch ist brutal, so furchtbar brutal, dass man an einigen Stellen die Hände vor die Augen schlagen und gar nicht mehr weiterlesen mag und sich fragt, wieso es legal und frei zugänglich war. Doch American Psycho ist nicht auf Blutbäder und Folterungen reduziert, es enthält vor allem Kritik an einem überreichen Gesellschaftsteil, der gefangen ist in einer eintönigen, oberflächlichen Bedeutungslosigkeit und angereichert ist mit blinder Ignoranz.
Und Ellis gelingt es, den Leser mitzuschleifen, durch Höhen und Tiefen, ihn immer weiter in Angst zu versetzen, und zugleich an einigen Stellen zum Schmunzeln bis hin zum Lachen zu bringen.
Dieses Buch ist sicherlich nichts für schwache Nerven, und ich rate dringend davon ab, es in diesem Fall zu lesen. Gleichzeitig darf man es nicht bloß auf seine Gewalt reduzieren.
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am 3. Mai 2007
Leider ist dieses Buch und die Intention des Autors Bret Easton Ellis aufgrund des schockierenden Inhaltes oft missverstanden worden. Es ist unglaublich, auf welch schonungslose Art und Weise uns dieses Buch den Spiegel vorhält. Es zeigt eine Gesellschaft, die in so absurd hohem Maße oberflächlich, anonym, sinnfrei, lethargisch und emotional kalt ist, dass man oft darüber lachen muss - ohne zu merken, dass man selbst Teil dieser Gesellschaft ist. Es handelt sich bei diesem Buch um eine Satire auf die Yuppie-Kultur der Achtziger Jahre, aber auch über Gesellschaftsmuster an sich, heute noch so aktuell wie damals. Patrick Batemans Welt besteht nur aus dem Ausprobieren neuer Szenerestaurants, schicken Clubbesuchen und den neuesten Markenartikeln. Auch definiert er sich und seine Mitmenschen nur über deren Kleidung und Prestige - anders hat er es nicht gelernt. Er verfährt bei deren Beschreibung so langatmig detailliert wie bei der Beschreibung seiner Morde. Dies wirkt teilweise langweilig, gehört aber ins Konzept, u.a. macht es z.B. den Charakter sehr konsequent - eines der vielen Stilmittel, die den Leser sich über kurz oder lang mit Bateman identifizieren lassen - ob er will oder nicht. Ein weiteres Stilmittel ist die chaotische Anordnung des Buches - statt Kapiteln einfach nur einzelne Episoden, zumeist ohne Zusammenhang, ohne Chronologie, die Batemans Absturs in den Wahnsinn dokumentieren - genauso, wie Bateman selbst sein Leben wahrnimmt - eine Abfolge belang- und bedeutungsloser Zeiteinheiten. Die Tatsache, dass sich niemand einen Dreck um Batemans Morde schert, reflektiert erneut die Gleichgültigkeit der Menschen. Dieser wichtige Aspekt wurde in der deutlich schwächeren Verfilmung des Buches (trotz beachtlicher Leistung von Christian Bale in der Hauptrolle) völlig verhunzt. Bateman hat jede Grenze überschritten, um sich Gehör zu verschaffen - und scheitert dennoch dabei. Die trivialen und langweiligen Menschen, mit denen Bateman verkehrt, und deren Gespräche, strotzen vor einem besonderen schwarzem Humor, der das Buch auszeichnet,und lassen einen Batemans Versuche, aus dieser Welt auszubrechen, oft sehr gut nachvollziehen, die Grundstimmung ist jedoch eine Hoffnungslosigkeit, so schonungslos wie Batemans Gewalttaten. Dafür bezeichnend ist schon der erste Satz des Buches, als auch der letzte (wahrscheinlich die genialsten und passendsten ersten und letzten Sätze, die je verfasst worden sind)! Den größten Fehler, den man machen kann, ist, dieses Buch zu ernst zu nehmen. Es handelt sich dabei um eine Satire, eine bitterböse Attacke auf die Konsumgesellschaft, und um die Charakterstudie eines Psychopathen. Auch als Verfechter des Buches muss man zwar zugeben, dass EllisŽ Konzept auch mit weniger expliziter Gewalt aufgegangen wäre - aber er weiß halt, wie man Kontroversen schafft. Durch den hohen Schockfaktor hat er dafür gesorgt, dass sein Roman sehr lange im Gespräch bleibt - was mehr könnte sich ein Autor wünschen? Dieses Buch ist für jeden, der Batemans Schmerz auf die eine oder andere Art verstehen kann. Es ist kein krankes Buch - es spiegelt sich darin lediglich wieder, wie krank und pervers unsere wirkliche Welt teilweise selbst ist. Dies ist eine Thematik, mit der sich jeder auseinandersetzen sollte, und diesbezüglich regt auch das Buch oft zum Nachdenken an. Es ist allerdings nur für jene zu empfehlen, die einen starken Magen haben - und zwischen den Zeilen lesen können!
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am 3. Dezember 2014
Es bleibt mir nicht viel mehr zu sagen, als zu unterstreichen, dass alles bisher Geschrieben stimmt. Dieses Buch ist ein Albtraum für Feministinnen, ein Albtraum für Zartbesaitete, eine Inspiration für düstere Seelen und zu guter Letzt eine phantastische Satire auf die Greed Mentality der 80er Jahre an der Wallstreet.
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am 26. August 2014
Die Geschichte ist brutal, so wie ich es mag. Leider jedoch gleichzeitig bisweilen auch langatmig und langweilig weil der Autor ständig auf so viele uninteressante Details eingeht, dass man sich selbst regelrecht quälen muss weiter zu lesen. Auf der anderen Seite glaube ich jedoch, dass dies pure Absicht ist. Denn genau das ist ja was den Protagonisten dazu verleitet diesem uninteressanten und oberflächlichen Alltag durch brutale Morde zu entgehen. Kann ich jedem empfehlen der keine moralischen Bedenken hat.
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am 2. August 2013
Ich lese das Buch noch, kann also keine abschliessende Bewertung abgeben, habe aber genug gelesen, um mir eine Meinung bilden zu können. Ich finde ein solcher Inhalt kann nicht so richtig 5 Sterne bekommen, weil das Buch erfolgreich Menschen beschreibt, die verabscheuungswürdig sind weil sie Menschenverachter und Selbsthasser sind. Das hat das Buch allerdings sehr detailgenau (Kleidermarken, Oberflächlichkeiten, menschenverachtende Fantasien und taten etc.) und wirkungsreich hinbekommen. Man kann es nicht lesen, ohne sich immer wieder zu denken "wie gut, dass ich nicht zu dieser Klasse von Lebewesen gehöre) und das nicht einmal diese Menschen, sondern ihr Leben (ab)wertend.
Man kann das Buch nur Lesern empfehlen, die sich für diese Art, zynischer, wahrscheinlich aber auch realistischer und vor allem schonungsloser Beschreibung von bestimmten Menschen/Sozialgruppen interessieren. Wer was "Schönes" lesen will, kann das Buch gleich vergessen. Wer aber z.B. David Lynch Filme mag, ist viel wahrscheinlicher auch mit dieser Lektüre gut beraten.
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am 4. Januar 2013
Die Phantasie des Autors ist wirklich beeindruckend. Ich habe selten so eine kranke Geschichte gelesen. Die Szenen werden sehr detailgetreu und brutalst beschrieben, besonders markant sind die umfangreichen Schilderungen wer welche Kleidung trägt, und die gewalttätigen Szenen mit den Frauen - wobei diese im Lauf des Buches immer schlimmer werden.
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am 30. Dezember 2012
Wohl eher beides. Easton Ellis' hat mit AP einen Meilenstein der Thriller-Literatur gesetzt. Leider war dieses Meisterstück zu lange indiziert. In Originalsprache hat das Buch für mich noch ein kleines Plus an Schaurigkeit. Trotzdem nur etwas für starke Nerven und Fans dieses Genres.
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am 25. Februar 2002
schlecklich und doch so faszinierent, ein gefühl des ekels im magen jedoch unfähig das buch beiseite zu legen.
die detaillierte beschreibung der kleidung und einrichtungsgegnstände erscheint zwar im ersten augenblick komisch, je mehr man sich dem buch aber hingibt desto deutlicher wird der sinn des ganzen und der zusammenhang mit der mordlust des akteurs. die oberflächlichkeit der achtziger werden dadurch nur umso deutlicher und die befreidigung batemans in der vestümmelung seiner opfer immer klarer. auch die designerkleidung ist eine art befriedigung für bateman, der an minderwertigkeitkomplexen leidet und sie durch training und luxusgegenstände, letztendlich durch das hinmetzeln kompensiert.
die einzelnen elemente ergeben am schluß das mosaik von batemans persönlichkeit, faszination des grauens.
ein tolles buch, im sinne von schreibweise und aufbau. bei manchen passagen hätte der autor jedoch nicht ganz so ins detail gehn müssen!
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