Wobei das so natürlich nich stimmt: Fast alle Filme, die dieser Tage aus Hollywood über den Planeten strömen, sind ausgesprochene B-Filme. Nur eben hinter A-Budgets versteckt. Da mag ich's lieber ehrlicher: 'Q:The winged serpent' ist ein echter B-Film. Larry Cohen bringt doch glatt eine Junkie-Losergeschichte mit Monsterelementen zustande. Das allein schon ist für das Sci-Fi/Horrorgenre mehr als außergewöhnlich. Und klappt erstaunlich gut. Wenn auch Drehbuch und Regie zuweilen etwas holprig rüberkommen: Manche Szenen und Sequenzen funktionieren in sich geschlossen erstaunlich gut und beinahe schon skuril. Dann wieder schlechte Übergänge und schlampige Schnittarbeit...
Am Anfang fragt man sich noch, was die Geschichte von Ex-Junkie Jimmy - der's auch als Gangster überhaupt nicht bringt, mit dem über Manhattan umherschwirrenden Monstervogel zu tun hat. Aber die beiden Handlungsstränge führen zusammen, als Jimmy auf der Flucht des Horrorwesens Versteck entdeckt. Auf gute amerikanische Art versucht Jimmy sich mit seinem exklusiven Wissen freizukaufen und natürlich noch ein Vermögen an der Tötung des fliegenden Menschenfressers zu verdienen (inklusive Exklusivrechte auf Foto- und Filmaterial).
Die Verbindung von New Yorker street credibility mit den Stop-Motion Effekten klappt zwar nicht allzu gut, aber nach Harryhausens Rentengang (1979) mußte man ja froh sein, dass sich noch überhaupt jemand unserer geliebten animierten Gummimonster annahm. Die Effekte sind exemplarisch für den ganzen Film: Einige Effekte sind wirklich gut - andere etwas schlampig. Alles in allem aber sehenswert und nie langweilig! (Etwas was die meisten Genrefilme heutzutage nicht von sich behaupten können!). Und überhaupt: Ich finde es vom menschlichen Standpunkt her mutig und einfach groß, einen Junkie zum Protagonisten zu machen!
Bild- und Tonqualität sind sehr gut, der Audio-kommentar von Larry Cohen ebenfalls. EMPFEHLUNG!