Das Schicksal des Films kommt dem seiner Protagonisten nahe: Erst drei Jahre nach der amerikanischen Premiere fand die Produktion einen deutschen Verleih und den Weg in die kleinsten Kinos der größten Städte. Als einziger Gast der Vorstellung raubte ich dem Vorführer einen vorzeitigen Feierabend. Als Kompromiss ließ er den Film ohne Werbung anlaufen. Nur diese DVD-Ausgabe setzt noch eins drauf: Keine Untertitel, keine Trailer, keine Produktionsnotizen, keine Kommentare, von einem Making-Of ganz zu schweigen. Nicht einmal eine Tafel mit einem Cast&Crew-Verzeichnis. Die Auflösung winzig, ausgewaschene Farben, die Bildqualität so schlecht, dass bewegte Szenen kaum zu erkennen sind.
Das hervorragend inszenierte und gespielte Drama hat das nicht verdient. Fazit: Verlierergeschichte, Großstadtdrama und durchgehend fesselnde Vater-Sohn-Geschichte in durchgehend unwürdiger Präsentation.