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Moviemans Kommentar zur DVD: Farben und Schärfe fallen recht ansprechend aus, die Kompressions- und Rauschwerte hingegen bleiben schwach. Akustisch wird ebenso nicht mehr als angenehmer Durchschnitt geboten. Lediglich in sprachlicher Hinsicht findet sich im Original eine bemerkenswerte Direktionalität. Leider sind keine Extras auf der Disc enthalten.
Bild: Das in dunkleren Einstellungen leicht grobkörnige Bild leidet dort stark an Rauschen (Küche, 00:02:18). In guter Ausleuchtung sieht das aber schon ganz anders aus. Hier bieten sich dem Auge gestochen scharfe Detailansichten (Toast und Messer, 00:02:36). Auf die Kontrastwerte wirkt sich das leider weniger aus (Gesicht auf Treppe). Diese bleiben eher durchschnittlich und geben sich nur in taghellen Einstellungen präzise. Leider findet sich Rauschen auf praktisch allen hellen Oberflächen (Wand, 00:13:02). Angenehm satt fallen die Farbstimmungen der Disc aus, wenngleich hin und wieder auch mal etwas übersättigte Ansichten zu finden sind (Sally im Jugendzimmer, 00:13:56). Auch die Kompressionswerte bewegen sich eher im Mittelfeld als zu überraschen. Leichte Doppelkonturen und Moirés (Säulen, 00:18:58) lassen sich immer wieder ausfindig machen. Feiner strukturierte Muster neigen praktisch durchgängig zum Flimmern und auch in Schwenks findet sich häufig ein unangenehmes Bildzittern (Pflanzen, 00:25:33). Einzig Schärfe (Hautporen, 00:36:25) und Farben können als mehr als nur durchschnittlich bewertet werden.
Ton: Nicht nur, dass das Original im Vergleich zu den anderen DD 5.1-Fassungen wesentlich saftiger und voluminierter klingt, es transportiert auch wesentlich mehr Kulissenanteile und sprachliche Feinheiten. Zwar fällt auch die deutsche Synchronisation sehr klar aus und fügt sich angenehm in die Kulisse ein, die Nähe und Direktionalität des Originals wird allerdings nicht erreicht. Dort hören sich die Stimmen nicht nur dicht, sondern regelrecht vollmundig und den Raum breit ausfüllend an (vgl. Stimme des Agenten, 00:30:15 oder des Präsidenten, 00:33:51). Die Kulisse hat nicht darunter zu leiden, obgleich diese eher etwas dünn ausfällt. Auch kräftigere Effekte sind nicht groß zu erwarten, so dass die vorhandene Räumlichkeit eher über den Soundtrack zu entstehen vermag. Zwar mischen sich immer wieder mal kleine, die Atmosphäre spielerisch einfärbende Richtungswechsel ein (Sportwagen von links, 00:38:56), wirklich satt fallen diese aber nicht aus.
Extras: Die Disc enthält keinerlei Extras. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Als Autor und Koautor hat Weitz mit 'American Pie' den Sexklamauk reanimiert, mit der Nick-Hornby-Adaption 'About a Boy' und der Business-Komödie 'Reine Chefsache' zumindest zwei Studien in Charme absolviert. Jetzt fühlt er sich berufen, den Traum vom Ruhm, die Manipulationsmechanismen von Politik und Fernsehen und Nahost-Terrorismus in einer Satire kollidieren zu lassen. Auch wenn er sich damit leicht übernommen hat, seine Ziele zu offensichtlich sind und seine Munition nicht scharf genug ist, legt Weitz auch hier eine Komödie vor, die mit einigen guten Momenten aufwarten kann. Schwerer als in der überzeugenderen zweiten Häfte tut sich sein Film zu Beginn, wenn die verschiedenen Plot-Stränge angelegt werden, die schließlich im Finale zusammenlaufen. Zunächst wird Hugh Grant, bereits in 'About a Boy' mit giftigen Spurenelementen, als selbstverliebter, rücksichtsloser Moderator der Hit-Show 'American Dreamz' eingeführt. Wie in 'Deutschland sucht den Superstar' tummeln sich in diesem Wettbewerb talentfreie Zonen und überschaubare Vokalbegabungen, wird vor allem durch peinliche Auftritte Quote gemacht. Hoffnungen auf den Sieg darf sich Sally (Mandy Moore) machen, die hinter dem Image des guten amerikanischen Mädchens eine kalte Karrieristin verbirgt. Trittbrett für ihren Aufstieg wird Ex-Freund William. Nachdem sie ihn sprichwörtlich in die Wüste geschickt hat, er auf dem Weg zum ersten Irakeinsatz verwundet wird, holt sie den Instanthelden medienwirksam an ihre Seite zurück. Schärfster Rivale im Kampf um den Show-Thron wird ein terroristischer Schläfer, der sich im arabischen Trainingscamp nicht nur durch sein Faible für 'Chorus Line' disqualifiziert hat, jetzt aber für seine Ausbilder interessant wird. Denn der US-Präsident soll im Finale der Show als Juror auftreten und dabei mit Hilfe einer Bombe zur Hölle fahren. Dennis Quaid genießt seinen Auftritt als einfältiger Staatschef auf den Spuren von Lloyd Bridges ('Hot Shots 2'), der eine Angstneurose pflegt und Placebos für illegale Drogen hält. Auch Grant steht seine berechnende Figur gut, die sein ungeliebtes Image als romantischer Hush Puppy demontiert. In Analogien zeigt die Regie, wie sehr sich Politik und Showbiz ähneln. Dominant ist dabei das Bild der Fremdsteuerung, denn hinter dem Präsidenten steht sein Stabschef, hinter Sally ihr Agent und hinter dem Schläfer die Terroristen. Dass auch sie dem American Way of Life verfallen, ist für einige harmlose Gags gut und spiegelt das zentrale Missverständnis der US-Außenpolitik, die selbst anderen Kulturkreisen immer diese Sehnsucht unterstellt. kob.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Es folgt eine Show, die die Welt nicht vergessen wird.