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American Doll Posse
 
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American Doll Posse

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4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (34 Kundenrezensionen)
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Wiedergabe   2. Big Wheel 3:18 EUR 0,99
Wiedergabe   3. Bouncing off Clouds 4:08 EUR 0,99
Wiedergabe   4. Teenage Hustling 3:59 EUR 0,99
Wiedergabe   5. Digital Ghost 3:50 EUR 0,99
Wiedergabe   6. You Can Bring Your Dog 4:03 EUR 0,99
Wiedergabe   7. Mr. Bad Man 3:18 EUR 0,99
Wiedergabe   8. Fat Slut 0:40 EUR 0,99
Wiedergabe   9. Girl Disappearing 3:58 EUR 0,99
Wiedergabe 10. Secret Spell 4:03 EUR 0,99
Wiedergabe 11. Devils and Gods 0:52 EUR 0,99
Wiedergabe 12. Body and Soul 3:55 EUR 0,99
Wiedergabe 13. Father's Son 3:59 EUR 0,99
Wiedergabe 14. Programmable Soda 1:25 EUR 0,99
Wiedergabe 15. Code Red 5:26 EUR 0,99
Wiedergabe 16. Roosterspur Bridge 3:58 EUR 0,99
Wiedergabe 17. Beauty of Speed 4:08 EUR 0,99
Wiedergabe 18. Almost Rosey 5:22 EUR 0,99
Wiedergabe 19. Velvet Revolution 1:17 EUR 0,99
Wiedergabe 20. Dark Side of the Sun 4:16 EUR 0,99
Wiedergabe 21. Posse Bonus 1:45 EUR 0,99
Wiedergabe 22. Smokey Joe 4:16 EUR 0,99
Wiedergabe 23. Dragon 5:02 EUR 0,99
Wiedergabe 24. Drive All Night 4:06 EUR 0,99
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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Genialer Kern! 1. Mai 2007
Format:Audio CD
Tori Amos ist und wird wohl auf alle Zeit mit einem großen Markel behaftet sein. Nämlich dem, das sich ihre Fans, zumindest diejenigen der ersten Jahre (und das sind viele aus ihrer überaus treuen Fangemeinde), doch eigentlich irgendwie die rotbeschopfte Frau zurückwünschen die allein und verloren am Bösendorfer sitzt und einem was von der Welt erzählt: der da draussen und vor allem der in ihr drinnen.

Aber Tori Amos wäre keine wirkliche Künstlerin wenn sie, mittlerweile 43, noch bei der "a girl and her piano" Nummer geblieben wäre, mir der sie mit den Alben von 1991 und 1994 bekannt wurde. Die Dame hat sich, ebenso wie die Welt um sie herum, weiterentwickelt.

Nun also das neue Album "American Doll Posse" - Konzept und Titel klingen zunächst ein wenig abenteuerlich. Tori entwickelt insgesamt fünf weibliche Charaktere (von denen einer immerhin noch sie selbst ist), die sich in einer Art Girlgroup zusammenschließen und auf einem gemeinsamen Album ihre Sichtweise auf die Dinge kundtun die die Welt so bewegen (kurzgesagt). Das erinnert ein bisschen an das Coveralbum "Strange little girls" bei dem zumindest die Optik in diese Richtung ging. Das schöne ist, wenn man die CD erst in Händen hält, das Booklet mit den Kurztexten pro Charakter durchliest und auch einen Blick auf die zugehörigen Songtexte wirft merkt man schnell: es ist verstiegen, verkopft und irgendwie schräg, aber es hat einen genialen Kern und Frau Amos meint es mit ihrer Idee, wie immer, durchaus ernst. Marketingtaugliche Werbegags a la "ich gründe eine Girlgroup mit mir selbst" gibt es hier nicht...dazu ist die Sache in ihren Einzelteilen viel zu schwer zu schlucken.

Bezüglich der Musik läßt sich auf jeden Fall eines festhalten: American Doll Posse ist das am besten produzierte Tori Amos Album bis dato überhaupt - und es hat eine Richtung. Letzteres war das große Manko des Vorgängeralbums "The Beekeper", bei dem man das Gefühl bekam das Frau Amos gleichzeitig über zu viele Themen reden und musikalisch in zu viele Richtungen rennen wollte. Da ging es dann letztendlich um alles und nichts, und viele schöne einzelne Momente fügten sich nicht zu einem wirklichen Ganzen. Dies ist auf "American Doll Posse" anders... auf schräge Keyboard-Sounds wird zugunsten eines auf Live-Auftritte ausgerichteten Band-Sounds verzichtet in dem das Klavier immer vorhanden aber nie übermäßig präsent ist. Einige Nummern (Teenage Hustling, You can bring your dog...) kommen mit fetten E-Gitarrensounds daher, was hier zum ersten mal bei Amos nicht künstlich, sondern nach einem wirklichen Band-Sound klingt. Andere Songs bewegen sich eher in dem Tori Amos so eigenen angeschrägten Pop-Segment (Bouncing off Clouds, Secret Spell, Big Wheel). Und dann blitzen doch auch immer wieder die so intensiven Momente auf in denen es einem kalt über den Rücken läuft...so bei Code Red, Almost Rosey, Girl Disappearing, Dragon. Da merkt man das sich das Songwriting trotz aller erreichten Geschliffenheit doch nicht gänzlich von der emotionalen Unmittelbarkeit verabschiedet hat, das die ersten drei Amos-Alben prägte. Da ist dann doch wieder das Mädchen am Klavier das einem etwas von sich selbst und der Welt erzählt.

Insgesamt ist "American Doll Posse" seit "From the Choirgirl Hotel" das gelungenste Tori Amos Album...nicht weil die Alben dazwischen schlecht gewesen wären, sondern weil hier das erste mal wieder eine Ausgewogenheit von Aussage und musikalischen Mitteln erreicht ist. Ein phantastisches Album an dem man lange zu knappsen haben wird.
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32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lalobo TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Hoppla - das hätte ich nicht erwartet: Ein richtig gutes Album von Tori Amos. (Und das sage ich als Langzeitfan!) Aber Tori Amos entwickelte sich in letzter Zeit immer mehr zu einem zweischneidigen Vergnügen. Inzwischen scheint die Plattenfirma dahinter gekommen zu sein, dass eine sehr treue Fangemeinde sofort losstürmt und nicht nur ein weitgehend zweitklassiges Album wie THE BEEKEEPER verzeiht, sondern sich darüber auch noch mit einer schönen aber im Wesentlichen bekannten Gesamtausgabe (A PIANO THE COLLECTION) und diversen sich ständig wiederholenden LIVEmitschnitten von sechs Konzerten der letzten Tour zudeckt. Hier wird offensichtlich die sicherlich gehaltvolle Amos-Karriere doch ein wenig sehr zu sehr ausgeschlachtet und in ständig neuen Appetit-Häppchen Retrokost verteilt.
Zusätzlich dauernervig natürlich die stets "meta-psychischen" Exkursionen von Amos selbst: Erst wollte sie männlich sein, dann stakste sie als Scarlet auf einer nebulösen Reise quer durch Amerika (hier widerspreche ich allerdings anderen Rezensenten: die Musik von SCARLETS WALK ist großartig) um sich dann in den verschiedenen GÄRTEN Bienenschwärme zu halten, die natürlich erst tiefenphilosophisch voll erfasst werden können. Auch in ihrer (Video)retroperspektive ließ sie sich nicht ihre wertvollen Kommentare nehmen. Als Krönung können wir in AMERICAN DOLL POSSE nun mit ihr in fünf unterschiedliche Charaktere schlüpfen, wohl damit sich das Album keine Perspektivlosigkeit vorwerfen lassen muss.
Aber - bleiben wir fair. Vorbehaltlos hören wir uns die neue Scheibe lieber gut an.
Zwei Kritikpunkte entpuppen sich sehr schnell als Unsinn:
1. Das Album sei zu lang - was soll das heißen? (Findet man den Stop Knopf nicht mehr, wenn man genug hat?)Mal ehrlich: Das ist doch ein Vorteil, dann kann man selbst einige Stücke rausschneiden und hat immer noch ein gutes Gesamtalbum
2. Es sei zu anstrengend. - Hallo, wir reden hier von Tori Amos, nicht von Norah Jones. Tori Amos wollte schon immer den etwas unbequemeren Weg gehen.
Gerade den Punkt 2 halte ich für eine ausgesprochene Stärke des Albums. Diese partielle Beliebigkeit und Langweiligkeit des Vorgängeralbums THE BEEKEEPER muss sich AMERICAN DOLL POSSE nicht vorwerfen lassen.
Im Gegensatz zu manchen anderen Kritikern bin ich sogar eher erstaunt, dass der rockige Ansatz des Albums ziemlich gut gelingt. Im Gegensatz zu SHE`S YOUR COCAINE aus dem CHOIRGIRL HOTEL (gewollt aber nicht gekonnt), gelingen die Ausflüge ziemlich gut und machen das Album kurzweilig. Zwar liegt der Verdacht nahe, dass hier mit diesen neuen Stilmitteln der mangelnde kompositorische Einfallsreichtum kaschiert werden soll, und ja, auch ich bin etwas geschockt, wenn gleich nach dem Intro in BIG WHEEL man sich jetzt auf Country Klänge einlassen soll, ... aber immerhin: Es scheint so, als wollte die Amos wieder Kraft (!) und Leidenschaft (!) für die Musik zurückgewinnen. Das gelingt manchmal besser (TEENAGE HUSTLING) mal schlechter (SECRET SPELL, YOU CAN BRING YOUR DOG).
Beruhigend für den, der jetzt etwas geschockt ist: Auch dieses Album beruhigt sich zum Ende hin. Für die wahren Höhepunkte halte ich diesma CODE RED und DRAGON, aber auch bis dahin hat man schon viel Erfreuliches gehört. Die Wiedereinführung von kurzen "Interludes" wie sie wohl im R&B Business heissen würden (Fat Slut, Devils and Gods, Programmable Soda, Velvet Revolution und Posse Bonus), die natürlich konzeptiell an BOYS FOR PELE erinnern, finde ich bespielsweise äußerst erfrischend, auch wenn die Stücke im Einzelnen mal mehr und mal weniger gelungen sind.
Leider bleibt vollkommen richtig, dass man insgesamt dann doch noch weit von BOYS FOR PELE entfernt ist: Tori scheint nie wirklich sooo engagiert oder verzweifelt, und die Musik nicht wirklich so hochklassig (vielleicht liegt das auch an der dickeren, ungestümeren Instrumentierung). Nun, da könnte uns ja der Unsinn mit den fünf verschiedenen Charakteren weiterhelfen: Tori Amos gewinnt in diesem Album eigentlich erstmalig einen gewissen Abstand zu ihrer Musik, und nimmt sich nicht so fürchterlich wichtig. Vielleicht ist sie dafür inzwischen alt genug geworden.
Die vier Sterne vergebe ich für dieses Album insgesamt sehr gerne, und lege noch ein Viertel des fünften obendrauf. Vielleicht ist es ja wirklich so traurig, dass sie für den ganzen fünften inzwischen zu alt geworden ist.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Genialer Kern! 1. Mai 2007
Format:Audio CD
Tori Amos ist und wird wohl auf alle Zeit mit einem großen Markel behaftet sein. Nämlich dem, das sich ihre Fans, zumindest diejenigen der ersten Jahre (und das sind viele aus ihrer überaus treuen Fangemeinde), doch eigentlich irgendwie die rotbeschopfte Frau zurückwünschen die allein und verloren am Bösendorfer sitzt und einem was von der Welt erzählt: der da draussen und vor allem der in ihr drinnen.

Aber Tori Amos wäre keine wirkliche Künstlerin wenn sie, mittlerweile 43, noch bei der "a girl and her piano" Nummer geblieben wäre, mir der sie mit den Alben von 1991 und 1994 bekannt wurde. Die Dame hat sich, ebenso wie die Welt um sie herum, weiterentwickelt.

Nun also das neue Album "American Doll Posse" - Konzept und Titel klingen zunächst ein wenig abenteuerlich. Tori entwickelt insgesamt fünf weibliche Charaktere (von denen einer immerhin noch sie selbst ist), die sich in einer Art Girlgroup zusammenschließen und auf einem gemeinsamen Album ihre Sichtweise auf die Dinge kundtun die die Welt so bewegen (kurzgesagt). Das erinnert ein bisschen an das Coveralbum "Strange little girls" bei dem zumindest die Optik in diese Richtung ging. Das schöne ist, wenn man die CD erst in Händen hält, das Booklet mit den Kurztexten pro Charakter durchliest und auch einen Blick auf die zugehörigen Songtexte wirft merkt man schnell: es ist verstiegen, verkopft und irgendwie schräg, aber es hat einen genialen Kern und Frau Amos meint es mit ihrer Idee, wie immer, durchaus ernst. Marketingtaugliche Werbegags a la "ich gründe eine Girlgroup mit mir selbst" gibt es hier nicht...dazu ist die Sache in ihren Einzelteilen viel zu schwer zu schlucken.

Bezüglich der Musik läßt sich auf jeden Fall eines festhalten: American Doll Posse ist das am besten produzierte Tori Amos Album bis dato überhaupt - und es hat eine Richtung. Letzteres war das große Manko des Vorgängeralbums "The Beekeper", bei dem man das Gefühl bekam das Frau Amos gleichzeitig über zu viele Themen reden und musikalisch in zu viele Richtungen rennen wollte. Da ging es dann letztendlich um alles und nichts, und viele schöne einzelne Momente fügten sich nicht zu einem wirklichen Ganzen. Dies ist auf "American Doll Posse" anders... auf schräge Keyboard-Sounds wird zugunsten eines auf Live-Auftritte ausgerichteten Band-Sounds verzichtet in dem das Klavier immer vorhanden aber nie übermäßig präsent ist. Einige Nummern (Teenage Hustling, You can bring your dog...) kommen mit fetten E-Gitarrensounds daher, was hier zum ersten mal bei Amos nicht künstlich, sondern nach einem wirklichen Band-Sound klingt. Andere Songs bewegen sich eher in dem Tori Amos so eigenen angeschrägten Pop-Segment (Bouncing off Clouds, Secret Spell, Big Wheel). Und dann blitzen doch auch immer wieder die so intensiven Momente auf in denen es einem kalt über den Rücken läuft...so bei Code Red, Almost Rosey, Girl Disappearing, Dragon. Da merkt man das sich das Songwriting trotz aller erreichten Geschliffenheit doch nicht gänzlich von der emotionalen Unmittelbarkeit verabschiedet hat, das die ersten drei Amos-Alben prägte. Da ist dann doch wieder das Mädchen am Klavier das einem etwas von sich selbst und der Welt erzählt.

Insgesamt ist "American Doll Posse" seit "From the Choirgirl Hotel" das gelungenste Tori Amos Album...nicht weil die Alben dazwischen schlecht gewesen wären, sondern weil hier das erste mal wieder eine Ausgewogenheit von Aussage und musikalischen Mitteln erreicht ist. Ein phantastisches Album an dem lange zu knappsen haben wird.
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