Nerf Herders drittes Album sollte all jenen gefallen, die wie ich schon die ersten beiden ("Nerf Herder" 1996, "How to meet girls" 1999) heiß und innig liebten. Das fängt schon mit dem Opener "Welcome to my world" an, bei dem sich mir ein breites Grinsen über das ganze Gesicht legte, und setzte sich bei Knallern wie "Cashmere", "Rock city news" und "Nervous breakdown" fort. Die Texte sind wieder genial lustig und (selbst-)ironisch, die Musik sowieso über jeden Zweifel erhaben - wo andere Bands, die ebenfalls den Pop-Punk-Pfad beschreiten, krampfhaft nach Hooklines mit Wiedererkennungswert fahnden, wartet das Quartett um Parry Gripp in fast jedem Song mit denselben auf. Nix Hochgeistiges also, sehr gut zum lauten Mitsingen geeignet, und es muß ja nicht immer Radiohead sein... Diese Band muß man einfach ins Herz schließen. Leider ist das Album insgesamt etwas kurz geraten, aber bei solchen Songs, die einem durchaus über verregnete Sommertage hinweghelfen können, sieht man darüber gerne hinweg.