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am 17. August 2004
Dieser Film hat mir imponiert.Ein großartiger Film,regt zum nachdenken an und zeigt die Hinter-und Abgründe einer normalen amerikanischen Familie.Ein fantastische Leistung der Schauspieler(Kevin Spacey als vater der sich in die Freundin seiner Tochter verliebt und daraufhin sein Leben umkrempelt).
Eigentlich ist die Beschreibung des Filmes nicht besonders aufregend,ich habe ihn mir nur angeschaut,weil ich ein großer Fan von Scott Bakula bin (spielt den schwulen Nachbarn mit einer guten Portion Humor).Ich saß dann wie gefesselt vor dem Fehrnseher,die Geschichte wird mit Spannung erzählt und es ist wahnsinnig interessant die Veränderungen der Charaktere zu beobachten,man kommt von der Story nicht mehr los und hängt mit den Gedanken ständig daran.Nach dem sehr intensiven Ende blickt man noch auf den Fehrnseher und bleibt mit einigen,auch tragischen Gedanken zurück.
Fazit:Ein Meilenstein der Filmgeschichte,der beste,intensivste und intelligenteste Film den ich jemals gesehen habe.Man sollte sich ihn anschauen,dieser Film gehört zweifelsfrei zu den Pflichtprogrammen,die man sich im Leben anzusehen hat.
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"Look at me, jerking off in the shower - this will be the high point of my day. It's all downhill from here." Lester Burnham (Kevin Spacey) hat wahrlich nicht mehr viele Höhepunkte in seinem Leben. Sein Job bei einer Werbeagentur kotzt ihn an. Seine Frau Carolyn (Annette Benning) verachtet ihn und leidet selbst an zahllosen Komplexen ob ihrer wenig erfolgreich verlaufenden Karriere als Immobilienhändlerin. Seine Tochter Jane (Thora Birch) hält ihn für einen Loser. Doch zwei Dinge sorgen dafür, dass Lester aus diesem Wachkoma, welches er für sein Leben hält, erwacht. Bei einem Basketballspiel verliebt er sich in die aufreizende Angela (Mena Suvari), die beste Freundin seiner Tochter. Zum zweiten freundet er sich mit Ricky Fitts (Wes Bentley), dem Sohn der neuen Nachbarn, an. Lester krempelt sein Leben von Grund auf um: Er schmeißt seinen Job hin und erpresst sich dabei noch ein hübsches Sümmchen an Abfindung, lässt sich von seiner Frau nichts mehr sagen, treibt regelmäßig Sport, kauft sich das Auto seiner Träume und wird bester Kunde von Ricky Fitts, der sein Taschengeld durch den Verkauf von Hasch aufbessert: "I feel like I've been in a coma for the past 20 years. And I'm just now waking up" fasst Lester seine neue Lebenseinstellung zusammen.

Ich kann mich noch genau erinnern, als ich den Film 1999 das erste Mal im Kino gesehen habe. Ich wusste nicht, worum es in dem Film gehen sollte und habe mich ohne große Erwartungen zwei Freunden angeschlossen, die "American Beauty" unbedingt sehen wollten. Eine weise Entscheidung meinerseits. Der Film stellt einerseits eine beißende Satire auf das Leben der durchschnittlichen amerikanischen Kleinstadtfamilie dar, die es nur mühsam schafft, die Fassade der Normalität, unter der sich emotionale Abgründe verbergen, aufrechtzuerhalten. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt des Films ist die Rebellion eines Mitvierzigers in der Midlife Crisis, der sich nach Jahrzehnten der Anpassung von den Ketten der gesellschaftlichen Erwartungshaltungen an ihn löst und somit tatsächlich ziemlich nahe an einen Zustand von innerer Zufriedenheit gelangt. Und schließlich ist "American Beauty" ein zutiefst menschlicher Film, der aufzeigt, was für Möglichkeiten wir haben, wenn wir nur den Mut aufbringen, uns nicht völlig von den Normen, Werten und Erwartungen der Gesellschaft vereinnahmen zu lassen und uns selbst den Freiraum gewähren, ab und zu gegen diese Diktatur der Normalität zu rebellieren und auf die in Stein gemeißelten Dogmen der political correctness zu pfeifen.

Fazit: Die den Oscarverleihungen des Jahres 2000 erhielt "American Beauty" fünf Auszeichnungen, unter anderem für den besten Film, die beste Regie (Sam Mendes) und den besten männlichen Hauptdarsteller (Kevin Spacey). Für mich bleibt "American Beauty" der lustigste, bitterste, tragischste, weiseste, schönste und schlicht und einfach beste Film, den ich bisher im Kino sehen durfte.
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am 8. August 2005
Die Rezensenten, die dieses geniale Meisterwerk mit gerade mal einem Stern bedacht haben, kann ich absolut gar nicht verstehen. Für mich ist American Beauty einer der besten Filme, die ich kenne (obwohl ich eigentlich im horror und thriller genre angesiedelt bin...).Über diesen Film haben wir eine Englisch-Klausur geschrieben, wodurch ich gezwungen war ihn 2 mal anzusehen, und ich war so begeistert von dem Film, dass ich ihn noch weitere 2 male freiwillig geguckt habe (also 4 mal innerhalb einer einzigen Woche!!!!) und ihn jedesmal einfach nur super fand. Selbst nach dem endlosen "auseinandernehmen" von Szenen zwecks Klausurvorbereitung, der absolute Härtetest also. Für mich gibt es nicht den kleinsten Makel oder auch nur die Spur eines Makels. Man muss sich auf den Film einlassen; er ist einfach was für sich.
Übrigens: Ich finde besonders die Englische Originalsynchro toll!
Fazit: Super!!
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am 22. März 2006
Als Gewinner von 5 Oscars spielte sich diese erfrischende Tragikomödie in die Herzen der Kinozuschauer auf der ganzen Welt. Dem britischen Theater-Regisseur Sam Mendes gelang mit seinem Regiedebüt eine bissige Satire auf das amerikanische Großstadt-Idyll, nicht zuletzt dank den großartigen schauspielerischen Leistungen von Kevin Spacey und Anette Bening als die Eheleute Lester und Carolyn Burnham, deren Leben perfekt zu sein scheint. Doch die Fassade trügt: Lester wird von seiner Frau unterdrückt, diese bändelt mit einem erfolgreichen Immobilienmakler an und ihre Tochter distanziert sich von den beiden. Schließlich beschließt Lester, sein Leben umzukrempeln und endlich das zu tun, worauf er Lust hat. Dies alles wird mit so viel Humor und Sarkasmus gezeigt, dass der Film dem Zuschauer noch lange in Erinnerung bleibt. Die Musik und die Kameraführung tun ihr Übriges zum absolut perfekten Filmspaß.

Wer den Film noch nicht hat, kann bei der Oscar-Edition im schönen Schuber zugreifen. Das Bild ist perfekt, der Sound dem Geschehen angemessen, nur das Bonusmaterial ist etwas dürftig, das tut dem Film-Vergnügen allerdings keinen Abbruch. Besitzer der Erstauflage können diese aber ruhig behalten, da sich bis auf die neue Verpackung nichts geändert hat.
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am 6. Februar 2007
Diesen Film langweilig zu finden, ist nicht schwer.

Diesen Film als belanglos zu bezeichnen ist nicht schwer.

Diesen Film schnell wieder zu vergessen, ist nicht schwer.

Aber nur, wenn man schon die selben Fassaden um sich herum errichtet hat, wie die der Menschen in diesem Film.

Aber ist das schon alles ? Nein.

Wahre Schönheit zeigt sich eben nicht im schlichten Niederreißen gutbürgerlicher Fassaden.

Die feine Melodie des Erkennens wird nur für denjenigen hörbar, der bereit ist, zwischen den Zeilen zu lesen (sehen). Dann eröffnet sich einem die eigentlich recht simple, glasklare Aussage dieses Films.

Und wenn ich mir einige nur-1-Stern-Bewertungen ansehe, dann zeigt sich meines Erachtens dort, was scheinbar diesen, und vielen anderen Menschen leider fehlt:

Emotionale Intelligenz.

Fazit: Dieser Film KANN die Seele berühren.
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am 28. Januar 2004
Ich weiss, der Film ist nicht mehr taufrisch, aber der Inhalt überzeugt auch heute noch! Was hier die Schauspieler zeigen, ist erste Sahne und die Regiearbeit erntet höchstes Lob von mir. Hier wird die «gute alte amerikanische Familienidylle» auf den Kopf gestellt und schamlos entlarvt. Bei diesem Film stimmt einfach alles: Dekor, Musik, Drehbuch, Thematik und natürlich die Schauspieler/innen (allen voran Kevin Spacey, aber auch Thora Birch!). Muss man einfach gesehen haben!
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am 25. März 2007
Erstaunlicherweise kenne ich viele Menschen, die mit diesem Film gar nichts anfangen können.
Leider konnte ich bis heute nicht ergründen, wo hier das trennende Element liegt, denn dieser, in seiner ganzen Schrecklichkeit unglaublich schöne Film, ist nach wie vor unerreicht. Eigentlich traue ich mich hier gar keine Rezension zu schreiben. Um die Stimmungen, die einen beim Zusehen widerfahren, einigermaßen ausdrücken zu können, müsste man selbst ein Dichter sein.
Ohne zu viel zu verraten: dieser Film ist schrecklich. Man möchte am liebsten das Drehbuch umschreiben, um es zu verhindern...
Aber all der Schrecken ist hier nur Oberfläche und darunter taucht ein anderes Gefühl auf, das dieses Werk so einmalig macht: eine Zärtlichkeit, ein zartes Berühren des Lebens, eingefangen auf zwei Stunden Film. Irgendetwas berührt hier, dieses aber in Worte kleiden zu wollen, scheint schier unmöglich.
Ganz großes Kino voller wahrem Gefühl und in seiner emotionalen Tiefe beinahe schon magisch zu nennen. Ein Film, der all die kleinen Irrungen des Menschseins humorvoll beiseite nimmt und einen Einblick ins Innerste gewährt, ganz langsam und vorsichtig.
Nichts für Romantiker, nichts für Ehrgeizlinge, nichts für Satte und Zufriedene, aber ein Film für alle, die beobachten und schauen können und sich der Tränen nicht schämen.
Grandiose 5 Sterne, ein Jahrhundertwerk.
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am 24. Februar 2007
Eine Review zur cineastischen Offenbarung "American Beauty" zu schreiben ist schon eine ziemlich schwierige Sache: Wie soll man bloß in Worten wiedergeben, was dieses mit fünf Oscars ausgezeichnete Wahnsinnsmachwerk ausmacht? Vielleicht als Einstieg: "Forest Gump", "Donnie Darko" und Konsorten: Go home!

Zur Story: Der Durchschnittstyp und Pantoffelheld Lester Burnham hat es nicht leicht: Seine Tochter und Frau halten ihn für einen Vollversager, in der Firma ist er nur "eine Hure" der Strippenzieher, aus seinem Liebesleben ist seit zwanzig Jahren die Luft raus. So ist sein Alltag bestimmt vom Letargie und Zynismus. Dann aber kreuzt die scheinbar männerfressende Highschool-Freundin seiner Tochter, Angela, seinen Weg und Lester, fasziniert und schlicht Hals über Kopf verliebt, erblüht zu neuem Leben. Er erwacht aus dem Tiefschlaf und beginnt ein neues, von der Schönheit der Welt erfülltes Dasein, ohne zu wissen, dass es ein letztes Aufbäumen vor dem Tod sein wird (Der Film beginnt mit Lesters Narration: "(...)in weniger als in einem Jahr werde ich tot sein, aber das weiß ich natürlich noch nicht!").

Alles andere sei hier nicht verraten: Nur soviel, dass man sogar als verwöhnter Cineast voller Staunen, Ehrerbietung, Gänsehaut und Sinnestaumel vor diesem Kultstreifen auf die Knie fallen muss. Mit einem Wort: Dieser Fim hinterlässt im Zuschauer einen tiefen Graben der Erkenntnis. Kaum zu glauben, dass dies eine amerikanische Produktion ist (Oder besser gesagt: Mit diesem Film beweist Hollywood, dass es mehr als nur Popcorn-Kino generieren kann). Mehr noch: In seiner Message braucht "American Beauty" den Vergleich mit Max Frischs "Homo Faber" nicht zu scheuen (eine gewisse Parallele wird dem aufmerksamen Zuschauer nicht entgehen). Wohlgemerkt handelt es sich hierbei, anders, als vielleicht auf den ersten Blick vermutet, um keine Lolita-Story. Der Aspekt der erotischen Anziehung zur Kindfrau Angela spielt keine zentrale Rolle in diesem Meisterwerk!

Fazit: Großartiges Kino mit einem atemberaubenden Soundtrack, einer eigenwilligen Ästhetik und einer großartigen Aussage. Also Leute: "Jeder neue Tag ist der erste Tag vom Rest eures Lebens". Nutzt ihn und lasst Euch "American Beauty" nicht entgehen. Genießt einen anbetungswürdigen Kevin Spacey: Spätestens nach diesem Film werdet ihr zu einem Fan dieses Ausnahmeschauspielers!

Fünf Oscars sind noch zu wenig!!!!!
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am 25. August 2002
...nun, er könnte sich einen Film anschauen, sich amüsieren und danach schön schlafen gehen. ODER aber er schaut sich AMERICAN BEAUTY an und hat einige Stunden zum Nachdenken. Dieser "Film" - wenn man es überhaupt so nennen darf - ist in jeder Hinsicht die allergrößte Kunst, die ich jemals auf einer Kinoleinwand habe laufen sehen. Ich denke, dass es nichts gibt und auch so schnell nichts geben wird, was an diesem Meisterwerk, das in der Schule zur Pflichtanschauung werden müsste, herankommt. 5 Oscars sind noch zu wenig (mind. noch einer für die Musik von Thomas Newman ---> sehr empfehlenswert der Soundtrack/Score!). Ich für meine Person kann mir gelassen eingestehen, dass es das beste ist, was es in Form von "Fernseh'Gucken" gibt. Anderes Material in dieser Form kann man in ein jeweiliges Genre einordnen, AMERICAN BEAUTY nicht. Es ist ein dramatischer, komischer, tief in die Seele greifender Denkzettel über die Werte des Lebens im täglichen Miteinander mit Familie, Freunden und Feinden. Die Schauspieler wirken, als haben sie hiermit ihren Lebenssinn erfüllt...also, sie wirken eben nicht mehr wie Schauspieler, sondern wie echte Menschen. Sie tragen auch einen großen Teil dazu bei, dass der ganze "Film" nicht wie ein Film wirkt, weshalb ich das Wort in diesem Fall auch immer in Anführungszeichen setze. Wie auch immer...lange Rede, kurzer Sinn: Wer AMERICAN BEAUTY nicht sieht, der ist selbst Schuld und verpasst was für's Leben. Danke...
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am 4. Oktober 2015
Schock, Begeisterung, Spaß, Nachdenklichkeit...

Anfangs noch köstlich amüsant, wandert die Story im Verlauf tiefer ins Realistische, welche mit einer bitteren Tragik serviert wird. Wenn man sich auf American Beauty einlässt, wird man am Ende geschockt dasitzen und sich viele Gedanken machen, anstatt sich zu amüsieren. Wie lange dieser Schock anhält, liegt an jedem selbst. Nur sehr selten erlebt man Filme, die so unter die Haut gehen - American Beauty ist einer davon.

Wir sehen Lester Burnham (Kevin Spacey): verheiratet, durchschnittlicher Typ, nervtötende und stressige Ehefrau, pubertierende Tochter, vom Alltag gestresst. Als wäre das schon nicht genug, bekommt Lester Null Respekt entgegen. Der einzige „Höhepunkt“ am Tag ist der, unter der Dusche zu masturbieren. Gefangen im imaginären Käfig, erlebt er keinen Spaß mehr und versucht deswegen, auszubrechen.

Eines Abends sieht er bei einer Sportveranstaltung Angela, eine Freundin seiner Tochter und ist darauf hin und weg. Durch ihre Attraktivität ist Lester wie ausgewechselt und träumt sogar von ihr. Voller Energie versucht er, seinen eingerosteten Körper wieder in Form zu bringen, um die Attraktivität zu steigern und somit bei Angela zu punkten.

Hinzu kommt, dass er seinen erdrückenden Job kündigt und dafür eine Stelle in einem Fast-Food-Restaurant annimmt. Lester schafft es noch während der Kündigung, einen entsprechenden Jahresgehalt abzukassieren, womit er sich sein Traumauto, einen 1970 Pontiac Firebird, erwirbt.

„Ich suche einen Job mit dem geringstmöglichen Maß an Verantwortung.“

Nebenbei lernt er Ricky Fitts kennen, welcher erst kürzlich mit seinen Eltern in die Nachbarschaft gezogen ist und später bei Lester's Tochter Jane versucht, anzubandeln, und kommt wie in seinen besten Jugendtagen durch Rick in den Kontakt mit Marihuana.

Langsam aber sicher wird Lester wieder der, wer er einmal war und ist dabei glücklich. Im Rausch des Glücklichseins, versucht er bei seiner Ehefrau die guten, vergessenen Zeiten erneut aufleben zu lassen, dies jedoch scheitert. Im Materialismus verfallen, denkt die Ehefrau in dieser Situation stattdessen nur an das Sofa, wo Lester zuvor etwas Bier verschüttet hat. Lester schließt mit der Ehe so gut wie ab und es ist ihm nun alles egal.

„Es ist eben nichts so wie es scheint … sehen sie genau hin.“

American Beauty ist ein Film der zeigt, wie bitter und schön das Leben sein kann. Es zeigt, dass man im Leben selbst mal etwas genauer hinsehen muss, um zu erkennen, wie verrückt gewisse Dinge sind, sei es die Gesellschaft und deren Ziele, deren Moral, deren Einstellungen. Ein Film, der zum mehrmaligen Anschauen einlädt, um beim dritten oder vierten Mal neue Aspekte zu erkennen, welche zuvor noch transparent erschienen. Cineastisch auf höchstem Niveau!

Alle Schauspieler sind bis ins kleinste Detail hervorragend besetzt. Hier bekommt sogar ein gewisses Objekt eine kleine, aber große und bedeutende Rolle. Im kompletten Cast sticht natürlich ein Schauspieler besonders heraus – Kevin Spacey. Dieser sticht aber nicht durch die bessere Leistung heraus, sondern deswegen, weil die meisten Szenen (Screen Time) mit Spacey vorhanden sind, die wie für ihn gemacht sind. Die Rolle seines Lebens! Aber auch die Rolle der Ehefrau Carolyn, gespielt von Annette Bening, sorgt an manchen Stellen für Gänsehaut pur, auch wenn diese etwas weniger vertreten ist.

Erstaunlich ist auch die Inszenierung. Wir sehen die komplette Vorstadt aus der Weitsicht, im Herbst umhüllt, wodurch wir sofort sehen, wo und wie die Familie Burnham lebt. Wir sehen saubere Straßen und gepflegte Vorstadthäuser, wie man sie aus Amerika größtenteils kennt – im Gesamtpaket sehen wir also wunderschöne Aufnahmen. Aber immer mehr wird man erkennen, wie dieses harmonische Bild zerfällt und beginnt, zu bröckeln.

Special-Effects wie die Rosenblätter werden hier nur minimal und wirkungsvoll eingesetzt, ansonsten war's das schon an Effekten.

Ein ganz großes Lob an Regisseur Sam Mendes, welcher mit American Beauty sein Regiedebüt gab und gleich so eine Wucht von Film ablieferte. Wie brillant muss man sein, um solch ein Werk zu schaffen – schonungslos, ehrlich, realistisch, hart… die Menschen in diesem Film tun einem schon leid, dass man es kaum noch aushält. Mendes zeigt uns, wie das Leben in all seinen Facetten ist: Beziehungen, Arbeit, Status, Coming Out, verpasste Träume, gefährliche Vorurteile, Lebenskrise, Liebe…

Zum Soundtrack kann man nur sagen: Wow! Thomas Newman komponierte hier Klavierstücke, welche exotisch, mal klassisch daherkommen und dabei mit begleitenden Instrumenten wie z.B. Glocken unterstützt werden. Ohne diesen Soundtrack wäre der Film nur halb so schön.

Von der anfangs noch einfachen Handlung, wird diese durch weitere Personen schwieriger und komplizierter und wir sehen Menschen, welche auf der Suche nach sich selbst sind und fragen: Was nun? Wo geht es hin? Was ist der Sinn des Lebens? - alles fließt wie aus einem Guss zusammen. Keine Szene ist zu viel, keine zu wenig. Die Arbeit eines sehr guten Drehbuches kommt hier zur Geltung.

American Beauty einem Genre zuzuordnen ist schwierig, da hier irgendwie vieles vorhanden ist: Drama, Tragikkomödie, Satire, hier und da etwas bissiger Witz. Stellenweise ist es auch wirklich kompliziert, exakt zu urteilen und die passenden Wörter zu finden. Diesen Film muss man einfach selbst gesehen haben.

Hier einen Negativpunkt auszumachen, ist schwierig. Es kann einen schon mal kurz vorkommen, dass der Spannungsbogen etwas unterbrochen wird oder ein paar witzigen Stellen die Ernsthaftigkeit nehmen. Jedoch ist dies meiner Meinung nach meckern auf hohem Niveau.

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences haben im Jahr 2000 American Beauty mit 5 Oscars ausgezeichnet, darunter Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Beste Kamera, sowie Bestes Original-Drehbuch. Mit dieser Vergabe kann man sehr zufrieden sein und der Film wurde zu Recht damit überhäuft.

Ein Film, den ich schon vielen Leuten empfohlen habe und meistens 85% positives Feedback zurückkam. American Beauty ist auch ein Film, wo ich Leute verstehen kann, wenn diese viel niedriger bewerten, da es ein sehr spezieller Film ist.

Blu-ray
Diese kommt eher mager daher. Einzig der Film, sowie Szenenwahl sind vorhanden. Keine Extras, kein Making-Of, kein Bonus.

Danke!
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