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American Beauty

Kevin Spacey , Annette Bening , Sam Mendes    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (210 Kundenrezensionen)
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Rezensionen

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Von der ersten Einstellung an, einem Establishment Shot einer typisch amerikanischen Vorstadt-Umgebung, besticht American Beauty durch bewundernswerte Selbstsicherheit und Scharfsinn, die durch Kevin Spaceys ruhige Erzählung verkörpert werden. Spacey ist Lester Burnham, ein geplagter Jedermann, dessen Midlife Crisis das Rückgrat des Films bildet. Schon seine ersten Zeilen ziehen den Zuschauer mit stichelndem Fatalismus in ihren Bann. Wie Joe Gillis in Boulevard der Dämmerung erzählt auch Burnham seine Geschichte posthum aus dem Grab heraus. Ein kühner Start für einen Film, der diese Kühnheit mehr als rechtfertigt. Sozialsatire, Familientragödie und eine Wer-hat-es-getan-Geschichte miteinander verwebend, wagt Alan Balls erstes Bühnenskript, Genregrenzen zu verwischen und uns aus dem Gleichgewicht zu bringen, indem es nahtlos von schwarzer Komödie zu einem tief bewegenden Drama übergeht.

Die Burnham-Familie reiht sich perfekt in die Liste disfunktionaler amerikanischer Kinofamilien ein, als Lester gegen seine manische, materialistische Makler-Frau Carolyn (Annette Bening, die aus ihrer unsympathischen Rolle das Bestmögliche heraus holt) und seine mürrisch herablassende Teenager-Tochter Jane (Thora Birch, ausgesprochen überzeugend in ihrer Gradwanderung zwischen Egozentrik und wehmütiger Sehnsucht) aufbegehrt. In das Leben der Kernfamilie treten zwei Außenseiter, die ausreichend Projektionsfläche für brach liegende Lebensenergie und verborgene Wünsche bieten: Eine Cheerleaderin (Mena Suvari), die Lester in sexuelle Fantasien und damit in einen zweiten Frühling katapultiert. Und ein irritierend ruhiger junger Nachbar (Wes Bentley), der durch seinen clever zurückhaltenden Einfluss, Lester und Jane nachhaltig verändert.

Der britische Theaterregisseur Sam Mendes entpuppt sich als unglaublich begabter Leinwand-Newcomer. Es gelingt ihm, die potenziell unvereinbaren Elemente der Geschichte zu einem ausgezeichneten Ensemblestück zu vereinen, das eine eigene Gangart entwickelt, ohne in transparente Selbstverliebtheit abzugleiten. Mendes hat zu seiner Erfolgsarbeit kluger Weise eine Crew aus erfahrenen Bühnenveteranen hinzu gezogen. Visual Designer Conrad Hall beispielsweise rundet den Film ab, indem er das triste Interieur des Burnhamschen Lebens mit lebhaftem Purpurrot, der Farbe von Rosen und von Blut, kongenial kontrastiert. Darüber hinaus ist Mendes mit Wes Bentley eine fantastische Neuentdeckung geglückt. Ihm gelingt es mit seiner beeindruckenden Darstellung des Ricky Fritts, stellenweise zum Dreh- und Angelpunkt der Handlung zu werden. --Sam Sutherland

Kurzbeschreibung

Lester Burnham brennt eine Sicherung durch, als er die lolitahafte Freundin seiner mißmutigen Tochter Jane kennenlernt. Sexuell frustriert setzt er sich eine Affäre mit dem Teentraum in den Kopf. Er kündigt seinen Routinejob und beginnt sich wieder rebellisch wie ein Jugendlicher zu benehmen.

VideoMarkt

Gattin Carolyn geht fremd, Tochter Jane übt sich in Unnahbarkeit. So besteht der einzige Höhepunkt des Tages für Familienvater Lester darin, allmorgendlich unter der Dusche zu onanieren. Da verguckt sich der Mittvierziger in Janes Freundin Angela und beschließt, sein Leben umzukrempeln. Der Job wird gekündigt, der Van gegen einen Sportwagen eingetauscht, mit Hanteln gegen den Bierbauch vorgegangen. Und damit sich auch im Gehirn ein entspanntes Gefühl einstellt, lässt sich Lester vom skurrilen Nachbarsjungen mit Marihuana versorgen...

Video.de

Mit seiner rabenschwarzen Tragikomödie avancierte Regie-Debütant Sam Mendes zum strahlenden Sieger der Oscar-Verleihung 2000. Fünf Trophäen, darunter die für die beste Regie, den besten Film und den besten Hauptdarsteller (Kevin Spacey), gingen an diese schonungslose Abrechnung mit dem amerikanischen Traum. Obwohl Pessimismus statt des üblichen US-Optimismus und Frust statt Freude dieses blendend beobachtete Meisterwerk bestimmen, zeigte sich das Kino-Publikum begeistert und machte "American Beauty" zum handfesten Sleeper.

Blickpunkt: Film

Theaterregisseur Sam Mendes demontiert den allamerikanischen Traum von suburbaner mittelständischer Normalität provokativ pessimistisch und gleichzeitig ätzend amüsant. Eine hervorragende Besetzung macht die einfallsreich-originelle Tragikomödie zum hinreißenden Hochgenuß. Ausgezeichnet mit fünf Oscars.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Höchst originelle Tragikomödie, in der der allamerikanischen Traum von mittelständischer Normalität virtuos demontiert wird.

Synopsis

Lester Burnham brennt eine Sicherung durch, als er die lolitahafte Freundin seiner missmutigen Tochter Jane kennenlernt. Sexuell frustriert setzt er sich eine Affäre mit dem Teentraum in den Kopf. Er kündigt seinen Routinejob und beginnt sich wieder rebellisch wie ein Jugendlicher zu benehmen.

Produktbeschreibungen

"Mein Name ist Lester Burnham. In weniger als einer Woche werde ich tot sein. Aber das weiss ich natürlich noch nicht..." Lester Burnham (Kevin Spacey) ist der Anti-Held des Jahres, eine jämmerliche Spießerseele, die irgendwann alles hinschmeißt und einen zweiten Anlauf ins Leben wagt. Seine Familie nimmt ihm das ausgesprochen übel - das Kinopublikum aber war begeistert! "American Beauty" erwies sich als der Überraschungshit des Jahres, war mit fünf Academy Awards (u.a. Bester Film, bestes Drehbuch, bester Hauptdarsteller) der große Abräumer bei der Oscar-Verleihung 2000, wurde zudem mit drei Golden Globes und dermaßen vielen anderen Preisen ausgezeichnet, dass selbst Regisseur Sam Mendes inzwischen den Überblick verloren haben dürfte. Es ist die ultimative Satire auf den amerikanischen Traum, ein bitterböser Blick hinter die geschniegelten Kulissen der Vorstädte. Nicht nur Lester Burnham - der seinen Job hasst, der heimliche erotische Phantasien über die minderjährige Freundin seiner Tochter hegt, der nicht mehr weiss, was er noch mit seiner Ehefrau reden soll - ist hier unglücklich. Seine Gattin Carolyn (Annette Bening), deren Drang zum Perfektionsimus bereits an eine Manie grenzt - ist scharf auf ihren größten Geschäftskonkurrenten. Lesters Tochter Jane (Thora Birch) verachtet ihre Eltern und liebt den psychisch labilen Nachbarsjungen Ricky (Wes Bentley). Der dealt allerdings mit Drogen, muss sich nahezu täglich der brutalen Mißhandlungen seines Vaters (Chris Cooper) erwehren und mitansehen, wie seine Mutter im Medikamentenrausch dahindämmert.
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