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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die vielleicht beste Satire aller Zeiten,
Rezension bezieht sich auf: American Beauty (Limited Oscar Edition) (DVD)
Als Gewinner von 5 Oscars spielte sich diese erfrischende Tragikomödie in die Herzen der Kinozuschauer auf der ganzen Welt. Dem britischen Theater-Regisseur Sam Mendes gelang mit seinem Regiedebüt eine bissige Satire auf das amerikanische Großstadt-Idyll, nicht zuletzt dank den großartigen schauspielerischen Leistungen von Kevin Spacey und Anette Bening als die Eheleute Lester und Carolyn Burnham, deren Leben perfekt zu sein scheint. Doch die Fassade trügt: Lester wird von seiner Frau unterdrückt, diese bändelt mit einem erfolgreichen Immobilienmakler an und ihre Tochter distanziert sich von den beiden. Schließlich beschließt Lester, sein Leben umzukrempeln und endlich das zu tun, worauf er Lust hat. Dies alles wird mit so viel Humor und Sarkasmus gezeigt, dass der Film dem Zuschauer noch lange in Erinnerung bleibt. Die Musik und die Kameraführung tun ihr Übriges zum absolut perfekten Filmspaß.Wer den Film noch nicht hat, kann bei der Oscar-Edition im schönen Schuber zugreifen. Das Bild ist perfekt, der Sound dem Geschehen angemessen, nur das Bonusmaterial ist etwas dürftig, das tut dem Film-Vergnügen allerdings keinen Abbruch. Besitzer der Erstauflage können diese aber ruhig behalten, da sich bis auf die neue Verpackung nichts geändert hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grandios,
Rezension bezieht sich auf: American Beauty (DVD)
Erstaunlicherweise kenne ich viele Menschen, die mit diesem Film gar nichts anfangen können.Leider konnte ich bis heute nicht ergründen, wo hier das trennende Element liegt, denn dieser, in seiner ganzen Schrecklichkeit unglaublich schöne Film, ist nach wie vor unerreicht. Eigentlich traue ich mich hier gar keine Rezension zu schreiben. Um die Stimmungen, die einen beim Zusehen widerfahren, einigermaßen ausdrücken zu können, müsste man selbst ein Dichter sein. Ohne zu viel zu verraten: dieser Film ist schrecklich. Man möchte am liebsten das Drehbuch umschreiben, um es zu verhindern... Aber all der Schrecken ist hier nur Oberfläche und darunter taucht ein anderes Gefühl auf, das dieses Werk so einmalig macht: eine Zärtlichkeit, ein zartes Berühren des Lebens, eingefangen auf zwei Stunden Film. Irgendetwas berührt hier, dieses aber in Worte kleiden zu wollen, scheint schier unmöglich. Ganz großes Kino voller wahrem Gefühl und in seiner emotionalen Tiefe beinahe schon magisch zu nennen. Ein Film, der all die kleinen Irrungen des Menschseins humorvoll beiseite nimmt und einen Einblick ins Innerste gewährt, ganz langsam und vorsichtig. Nichts für Romantiker, nichts für Ehrgeizlinge, nichts für Satte und Zufriedene, aber ein Film für alle, die beobachten und schauen können und sich der Tränen nicht schämen. Grandiose 5 Sterne, ein Jahrhundertwerk. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Amerika erkennt sich selbst,
Von Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: American Beauty (DVD)
Schon formal ist der Film großartig. Eine prägnante Filmmusik leitet die Handlung ein. Eine Vorstadt wird gezeigt, in schönen Bildern, die dem Zuschauer aber auch nicht ein gewisses Gefühl von Gleichförmigkeit, Langeweile und Anonymität zeigt. Berühmt geworden ist die Szene mit der Tüte im Wind, die zeigt, dass Freude sich in ganz ungewöhnlichen Augenblicken versteckt. Und die Darsteller stellen äußerst verschiedene, aber immer extreme Charaktere immer glaubwürdig dar - so dass man selbst mit den schrecklichen unter ihnen gemeinsam die Probleme und Konflikte erleidet. Und dann gibt es natürlich den im Trailer oft verwendeten Höhepunkt: Die Verwandlung der eher durchschnittlich aussehenden, blonden Teenagerin in eine nackte Göttin mit blutroten Lippenstift zwischen Rosenblättern. Ein Männertraum. Es wird auch nur ein Traum bleiben.Natürlich ist das gesamte Setting des Films typisch amerikanisch. Da ist nicht nur die Vorstadt, da ist auch die "Pursuit of Happiness" des "American Dreams". Da sind dumme Jobs mit hoher Bezahlung, McDo-Jobs mit mehr Sinn aber weniger Geld, da sind die dummen Sprüche der üblichen Motivationstrainer. Da ist das leere Glück des mittelständischen Reichtums mit Eigenheim und Familie, aber immer am Rande des sozialen und emotionalen Absturzes. Da ist auch die permanente Präsenz von Gewalt und Sex, die beide auf ihre Weise die amerikanische Massenkultur prägen. Aber im ernst: Sind wir in Europa nicht auch längst auf dem Weg dahin? Vor diesem Hintergrund kämpfen nun die Hauptpersonen um ihr Glück. Bei vielen könnte man dabei von einem "Coming Out" sprechen. Insbesondere Lester, der Familienvater erkennt, wie weit sein Leben inzwischen von seinen eigenen Wünschen entfernt ist. Und plötzlich beginnt er, diese Wünsche auszuleben. Natürlich muss er das mit dem neuen Leben erst einmal lernen. So wirkt ein Mann in den besten Jahren (also irgendwo in den 40ern) nicht wirklich sexy sondern lächerlich, wenn er einer Teenagerin hinterher steigt. Aber dennoch ist es er, der wohl am konsequentesten die Neurosen seines Lebens durchschaut und daraus seine Schlüsse zieht. Und am Ende kriegt er ja auch noch die Kurve, als er merkt, dass sich hinter seiner Leidenschaft nur ein unsicheres, kleines Mädchen verbirgt, das verzweifelt um Anerkennung kämpft. Seine Frau kriegt wohl nicht mehr die Kurve. Zu verquert ist ihr Leben, zu schräg sind die Lügen, die sie sich und anderen immer wieder erzählt. Dazwischen ist dann noch die Tochter, ein Freak, aber ein Freak mit Verstand. Merkwürdig, dass die Veränderung ihres Vaters nicht für mehr Nähe zwischen den beiden sorgt. Aber sie lebt vielleicht zu isoliert in ihrer Welt, um die Veränderungen wahr zu nehmen. Und auch sie wird erst dann wirklich frei, als sie ihrem Nachbarn begegnet, auf seine Weise auch ein Freak, aus einer Problemfamilie, die Lesters Probleme noch weit in den Schatten stellt. Und so gibt es noch viele, andere, wunderschön schreckliche Geschichten in diesem Film, und das schöne ist, dass für jeden etwas dabei ist. Und das teilt der Film mit vielen anderen, schönen Kunstwerken - es gibt mehr als eine Aussage, Bedeutung und Geschichte. Wenn es alles nicht (auch) so traurig wäre, würde ich sagen: Mehr davon! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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