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America.
 
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America. [Gebundene Ausgabe]

Tom Coraghessan Boyle , Werner Richter
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (83 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 392 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser; Auflage: 7 (26. August 1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446187367
  • ISBN-13: 978-3446187368
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (83 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 546.522 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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T. C. Boyle
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"... zwei vollkommen entgegengesetzte Leben, die Tom Coraghessan Boyle parallel bis zum sintflutartigen Finale erzählt ... T.C. Boyle hat einen bitterbösen Roman geschrieben, der uns selbst dort, wo er gelegentlich zum lauten Lachen reizt, sofort wieder verstummen läßt, weil wir entweder an der falschen Stelle gelacht haben, oder weil die unglaubliche Grausamkeit so blitzschnell auf den vermeintlichen Witz folgt, daß wir kaum Zeit finden, richtig durchzuatmen. ... "América" ist ein tief moralisches Buch, dessem Autor es mit einer bewundernswerten, erzählerischen Sicherheit gelingt, nicht zu moralisieren." Mathias Nolte, Die Welt, 16.11.1996 "Boyle hat ein feines Gespür für Ironien, Groteskes und Lächerliches. Wie jeder Roman lebt auch dieser vom Wurf, dem Atem, der Spannung, der Musik. Das alles hat "América" im Übermaß. Der Sarkastiker Boyle hat ein wichtiges Buch geschrieben, das beim Leser einige moralische Fragen zurücklässt." Ilija Trojanow, Die Weltwoche, 07.11.1996

"Grell und spannend wie ein Alptraum, der einen in den Tag hinein verfolgt … Das Buch trifft ins Zentrum nicht nur der amerikanischen Gegenwart." Ulrich Greiner, Die Zeit, 06.09.1996 "T.C. Boyle hat einen bitterbösen, komischen und hochpolitischen Roman über illegale Immigranten in Kalifornien geschrieben. ... Eine Predigt ist Boyles Buch weiß Gott nicht. Vor dem Moralisten schützt ihn seine Spezialität, die bittere Situationskomik, die noch im Moment der Katastrophe zum Lachen reizt." Reed Stillwater, die tageszeitung, 24.08.1996 "T.C. Boyle zeigt in seinem neuen, unglaublich spannenden Roman einen Fall von Massenhysterie." Brigitte, 16.10.1996 "T. Coraghessan Boyle hat seine Geschichte fest im Griff. Die Spannung, die aus diesem sozialen Konflikt erwächst, hält Boyle dank seiner erzählerischen Kraft bis zum bitteren Ende durch." Eberhard Rathgeb, F.A.Z., 01.10.1997 "Der amerikanische Schriftsteller ist mit allem begabt, was einen Großen auszeichnet. Er kann schöne Sätze bilden, Spannung erzeugen, aber auch überzeugende Charaktere schaffen und das moralische Bewußtsein des Lesers schärfen. Ein Prosa-Glanzlicht." Jamal Tuschick, Frankfurter Rundschau, 09.10.1996 "Allein durch genaues, zuweilen satirisch pointiertes Erzählen entsteht die Struktur eines Konflikts, dessen schaudererregende Dynamik nur eine Lösung zu kennen scheint: Explosion." Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung, 09.11.1996

Kurzbeschreibung

Dumpfe Ressentiments und bohrende Engstirnigkeit - eine zum Brüllen tragikomische Geschichte Zwei Welten, die sich fremder nicht sein könnten: hier América und Cándido, illegale Einwanderer aus Mexiko, dort das Ehepaar Mossbacher - liberale, umwelt- und ernährungsbewußte Angloamerikaner in Los Angeles ...

Der Zusammenstoß Cándidos mit Delaney Mossbachers wachsgepflegtem Auto ist ein wortwörtlicher: Cándido, auf dem Weg zur Arbeit, rennt Delaney direkt vor die Haube und wird schwer verletzt. Da die Schuldfrage sich nicht klären läßt und der Mexikaner offenbar kein Englisch kann, drückt Delaney ihm eine 20-Dollar-Note in die Hand ... Delaney sieht seine geschützte Welt zunehmend bedroht: Kojoten dringen in das Grundstück ein und töten die kleinen Hunde, dunkelhäutige, verdächtige Gestalten lungern herum, wo er seine Wanderungen macht. Jenseits der eleganten Villensiedlung, tief unten im Topanga Canyon, hausen Cándido und América wie die Tiere. Sie versuchen ihr Glück auf dem illegalen Sklavenmarkt - verfolgt von der Immigrantenpolizei, vom Hunger, von der Verachtung der Weißen, von der Bösartigkeit der eigenen Landsleute. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Bedrückend, deprimierend, realistisch, schwer verdaulich!, 25. November 2006
Rezension bezieht sich auf: América: Roman (Taschenbuch)
Eine Freundin gab mir dieses Buch mit den Worten: Das ist so deprimierend, das möchte ich nicht weiterlesen

Und in der Tat, es handelt sich wirklich um harten Stoff, bei dem es weniger als sonst bei Boyle zu lachen gibt, was an den unter die Haut gehenden Schilderungen der trostlosen Lebens- bzw. besser Existenzbedingungen des mexikanischen Einwandererpärchens liegt.

Fast in Wurfweite zu diesen - und doch in einer schier unerreichbaren Parallelwelt - leben die bürgerlichen, pseudoliberalen Delaney und Kyra (typische Boyle-Figuren: Keine dumpfbackigen Migrantenhasser, aber auch keine Helden, sondern Menschen, die gerne liberal reden, dann jedoch anders oder gar nicht handeln), deren Hauptsorge und Mitgefühl vor allem dem Verschwinden ihrer taschenrattengroßen Hunde gilt. Ihr Leben bildet den zweiten Erzählstrang, und hierin gibt es dann auch einige witzige, typisch boylsche Passagen.

Wie bei Boyle zu erwarten, schneiden und überlappen sich diese gegensätzlichen Erzählstränge immer wieder.

Trotz gelegentlicher Längen in der Schilderung des trostlosen Daseins der Mexikaner ein spannendes und bewegendes Buch.

Keine leichte Kost, kein Gute-Laune-Schmöker, aber unbedingt lesenswert für den, der sich darauf einzulassen vermag!
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen (Un-)Gewollte Aktualität, 5. Mai 2006
Von 
Mag Wolfgang Neubacher "wolfgang_neubacher" (A - 5203 Köstendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Die USA brauchen sie (angeblich), die (illegal) eingewanderten Mexikaner. Die Landwirtschaft und der Dienstleistungsbereich würden ohne sie wahrscheinlich zusammenbrechen. Auch Mexiko braucht diese Auswanderer; sie überweisen immerhin jährlich 25 Milliarden Dollar in ihre Heimat - gleich viel, wie Mexiko durch seine Ölexporte erlöst.

Diese Welt der illegalen Einwanderer zeigt uns T. C. Boyle mit diesem Roman am Beispiel des Paares Candido und America, die (natürlich illegal) auf dem Grunde eines Canyons in der Nähe von LA hausen, nein, eher vegetieren; immer auf der Suche nach (Gelegenheits-)Arbeit (und das meist erfolglos).

Auf der anderen Seite das Ehepaar Moosbacher auf der "Butterseite" des Lebens: Delaney Moosbacher schreibt gemütlich seine Kolumnen für ein naturwissenschaftliches Magazin, seine Frau Kyra ist eine erfolgreiche Immobilienmaklerin. Sie leben in Arroyo Blanco, in einem der Natur regelrecht abgetrotzten Gebiet, gefährdet u.a. durch Waldbrände, gestört durch wilde Tiere (Kojoten, Klapperschlangen...) Die beiden Moosbachers verkörpern all das, wonach diese (illegalen) Einwanderer streben...

Dieses Buch ist ein regelrechter "Hammer", es kennt keine Kompromisse. Vielleicht ist manches zu schwarz-weiß gezeichnet; Tatsache ist aber, dass die Problematik der illegalen Einwanderung in die USA zu einem immer drängerenden Problem wird.

Der Leser wird gezwungen, Partei zu ergreifen. Man wird sich wohl auf der Seite der Ausgebeuteten wiederfinden.

Ein beeindruckendes Buch mit einem hohen Spannungspotential, das - leider - sehr aktuell ist!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Er hat sich wieder selbst übertroffen, 24. November 1998
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: América: Roman (Taschenbuch)
Besser kann man die Barriere zwischen Arm und Reich nichtbeschreiben, wie T.C. Boyle in diesem Buch. Auch wenn die Geschichte in den USA spielt, ist sie natürlich auch auf unsere Gesellschaft übertragbar. Die Beschreibung auf der Rückseite des Buches aus der "taz": "Bittere Situationskomik, die noch im Moment der Katastrophe zum Lachen reizt" halte ich, trotz des bekannt brillanten Stils des Autors, für völlig unangebracht. Keines seiner Geschichten, die nach einem ähnlichen Muster einer immer größer werdenden Katastrophe verlaufen, hat nicht annähernd die Ernsthaftigkeit dieses Buches. Es ist ein äußerst unterhaltsames Buch, aber auch ein Buch zum Nachdenken, lieber Herr Reed Stillwater aus der taz.
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