- Plattform: Windows 95 / 98 / Me / 2000
- Medium: Computerspiel
Produktinformation
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Allgemeines:
Und hier beginnt die erste Kampagne des Spiels. Das Spiel umfasst 4 Kampagnen, je eine aus Sicht der Indianer mit 8 Missionen, einer in der man die Rolle der Mexikaner in 6 Missionen übernimmt, die Dritte handelt von einer Bande Desperados (auch 6 Missionen) und in der letzten Kampagne (wie kann es anders sein) befehligt man in weiteren 6 Missionen die US-Armee.
Das Spiel kann man in einem Tutorial beginnen, in dem man in 4 Missionen die wichtigsten Grundlagen des Spiels kennenlernt. Dadurch erübrigt sich fast der Blick ins Handbuch, das insgesamt auch etwas mager ausfällt und meines Erachtens sich nicht bis ins letzte Detail über das Spiel auslässt.
Das Spiel wartet mit vielerlei unterschiedlichen Strategien auf, so daß jede der 4 Zivilisationen mit eigenen Einheiten und einem eigenen Technologie-Baum aufwarten kann. So sind Indianer neben dem Anbau von Kornfeldern auch Jäger, um die erforderliche Nahrung zu beschaffen, während bei den Desperados der Schnaps fliesst und Mexikaner fette Kühe grasen lassen.
Das Spiel knüpft an die frühere amerikanische Geschichte an. Zu erwähnen sind die Schlacht zwischen Mexiko und den USA, der Aufstand der Indianer und die Besiedelung des Wilden Westens.
Spiel:
Das Spiel umfasst wie oben erwähnt 4 Kampagnen mit insgesamt 26 Missionen. Ziele der Missionen sind sehr unterschiedlich gehalten. So lauten Aufträge, bestimmte Ressourcen oder Waffen zu erbeuten, Gegner auszuschalten oder zum Beispiel wichtige Stellungen oder Gebäude zu zerstören. Daneben gibt es jede Menge Multiplayer-Karten, die auch alleine gespielt werden können. Doch wenn man nur gegen den Computer spielt, muß man sich auf einen harten Gegener einstellen. Der Computer spielt schnell und hat ein aggressives Vorgehen. Das Spiel kann in 4 Schwierigkeitsstufen gespielt werden (sehr leicht, leicht, normal und schwer). Gut gelungen sind auch die Zwischensequenzen, weniger durch opulenta grafische Umsetzungen, als durch eine gute Geschichtserzählung. Nach jeder Kampagne erscheint dann eine Abschlußsequenz, eine kurze Animation (ist nett, haut aber keinen vom Hocker).
Grafik:
Die Grafik ist gut gelungen und kann bis in sehr hohe Auflösungen eingestellt werden. Ich habe mich hier für die Einstellung 1024 x 768 entschieden, so daß man die Einheiten noch sehr gut erkennen kann und die Spielgeschwindigkeit bei Kampfhandlungen nicht darunter leidet. Die Gebäude und die Einheiten sind gut dargestellt, so erinnert das Hauptgebäude der US-Armee doch tatsächlich an eines der feudalen Herrenhäuser der Südstaaten.
Spielsteuerung:
Die Steuerung der Einheiten erfolgt nach dem klassischen Muster der Strategiespiele. Mit der Maus werden per linkem Klick die Einheiten gewählt, per rechtem Klick die Aktionen ausgeführt. Auch das bilden von Gruppen ist hier möglich, aber mit einem grossen Wermutstropfen. Die Gruppen können aus maximal 20 Einheiten bestehen. Zwar kann man der zweiten Gruppe befehlen, einer Einheit der ersten Gruppe zu folgen, sollte aber diese Einheit sterben oder verloren gehen, dann bleibt auch die gesamte zweite Gruppe zurück. Hier bleibt eigentlich nur eine vernünftige Möglichkeit, die Gruppen fest zu definieren. Wie auch aus anderen Spielen bekannt, fast man eine Gruppe zusammen, und vergibt ihr mit dem "STRG"+ Nummer eine feste Gruppennummer, so daß nur mit der Nummer auf der Tastatur die komplette Gruppe angewählt werden kann.
Sound:
Die musikalische Untermalung ist vielseitig und wirkt auf Dauer nicht nervtötend. Die Einheiten haben ihren individuellen "Wortschatz" im Spiel. Als ich den Revelverhelden der Mexikaner sagen hörte: "Hasta la vista, baby" erinnerte ich mich an einen bestimmten Film mit einem muskelbepackten Roboter. Leider hatte der Revolverheld ausser diesem Spruch keinen anderen Gemeinsamkeiten mit diesem Superhelden.;-)
Fazit:
Entgegen der Demoversion, die ich vor langer Zeit gespielt habe, hat sich die Vollversion zu einem guten Echtzeit-Strategiespiel entwickelt. Die Missionen machen Spaß, muß man doch auch Köpfchen beweisen und nicht nur die "Haudrauf-Taktik" anwenden. Es macht Spaß, die Figuren zu beobachten und taktische Züge zu entwickeln, wie z.B. einen Angriff aus dem schützenden Wald heraus oder dem Medizinmann bei einem Regentanz zuzuschauen.. Einziges Manko ist die Beschränkung der Gruppen auf 20 Einheiten, aber damit kann man leben. Für mich ein Spiel mit einem hohen Spaßfaktor, das auch noch längere Zeit seinen Reiz behält.
ps. das Spiel ist sehr liebevoll und schön Gestaltet
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