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Amedeo Modigliani
 
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Amedeo Modigliani [Gebundene Ausgabe]

Anette Kruszynski
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Prestel (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3791316494
  • ISBN-13: 978-3791316499
  • Größe und/oder Gewicht: 24 x 16,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 863.148 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die schön gestaltete Pegasus-Reihe des Prestel Verlages bietet nicht nur gut lesbar aufbereitete Information und üppige Bildausstattung, sondern auch ein schönes haptisches Erlebnis für bibliophile Leser: Der dicke, warm-samtige Pappeinband zusammen mit dem einen lebendigen Akzent setzenden Hochglanz-Rechteck, das einen sitzenden Akt zeigt, machen das Buch zu einem edlen Geschenk.

Nach einführenden Worten, die die grundsätzlichen Aussagen zu seinem Werk vorwegnehmen, folgt eine Darstellung Modiglianis Werdegang. Auch die weniger bekannten Bildhauer-Arbeiten, stark beeinflußt von Constantin Brancusi, werden ausführlich dokumentiert.

In seinen Porträts zeigt sich Modigliani beeinflußt von der italienischen Renaissance, die er mit den aktuellen afrikanischen und asiatischen Einflüssen verbindet. Die langgezogenen Glieder und Gesichter mit den blinden Augen werden zu einem wiederkehrenden Stilmerkmal. Immer hält er aber am "intakten Menschenbild" fest, wehrt sich gegen die Zersplitterung der menschlichen Kontur, mit der die Fauves oder die Kubisten experimentierten.

Es kann unterschieden werden zwischen den stilisierenden Modellstudien einerseits, in denen er den formalen Ausdruck zu perfektionieren sucht und die Probleme der Komposition erforscht, und den faszinierenden psychologischen Porträts seiner Freunde andererseits. Letztere werden anhand ausgewählter Bildnisse erläutert und in Beziehung zur Lebenssituation Modiglianis gesetzt.

Ab 1918 etwa setzt dann, vor allem sichtbar bei den Frauenbildnissen, eine stärkere Stilisierung und formelle Gestaltung ein. Der Effekt dieser Hinwendung zur ästhetisch-dekorativen Auffassung: Die Porträts strahlen eine gewisse Distanz und Kühle aus, eine Würde und schlichte Majestät. Die feinfühligen Kommentare der Autorin erleichtern dem Leser das Nachempfinden.

Und dann natürlich die berühmten Akte. Offene Sexualität, ohne Scham vorgestellt, aber nie schamlos, stattdessen ästhetisch und lebendig. Der Entwicklung der Aktdarstellung widmet die Autorin mehrere Kapitel, die wie das gesamte Buch reich bebildert sind. Eine biographische Zeittafel mit zeitgenössischen Fotografien sowie ein kleiner Anhang und eine Auswahlbibliographie runden den schönen Band ab. --Kathrin Rüstig

Neue Zürcher Zeitung

Buchkunst

ces. Kann man das Phänomen Paul Gauguin auf die «Bilder aus der Südsee» reduzieren, Tizian durchgängig unter dem Titel «Nymphe und Schäfer» charakterisieren, Modigliani kurz unter demjenigen der «Akte und Porträts» erschliessen und sich mit Betrachtungen wie «Monet in Giverny» und «Cézanne in der Provence» begnügen? Man kann – wenn man sich wie der Prestel-Verlag mit seiner Pegasus-Reihe («zum Sammeln und Schenken») die Beschränkung auf Augenfälligkeiten zum Programm macht und grosse Namen in Klischees bündelt. Populär beschrieben und populär illustriert wird das Leben und Schaffen der einzelnen Künstler (Künstlerinnen existieren hier vorderhand erst in angekoppelter Version wie in «Rodin und Camille Claudel» oder «Kokoschka und Alma Mahler»). Dabei bleibt der essayistische Weg, mit dem sich John Berger in einem Briefwechsel mit seiner Tochter Katya Berger Andreadakis Tizian annähert – und damit die kleine Form der Kunstbetrachtung in eine feine verwandelt –, Ausnahme einer originären und lebendigen Auseinandersetzung mit dem Gegenstand. In bibliophiler Aufmachung und hoher Druckqualität legt die Reihe alles in allem ihren Schwerpunkt unübersehbar auf Anekdoten und Unterhaltung; nichts Neues fügt sie dem kunsthistorischen Diskurs zu. Kurz: anzuzeigen ist hier mehr Buchkunst als Kunstbuch.


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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen emotionsreich gelebt ..., 25. Juli 2003
Von 
FrizzText "frizz" (Wuppertal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Amedeo Modigliani (Gebundene Ausgabe)
einzig die skulpturen aus marmor, die in venezia vor einigen jahren auf dem kanalgrund gefunden wurden und die modigliani angeblich angefertigt haben soll - sie sind in diesem buch nicht vorhanden, und das ist gut so. was er wirklich jedoch malte (oder brancusi-ähnlich trotz lungenkrankheit bildhauerte), das ist besprochen. nicht nur die berühmten liegenden und sitzenden akte kurz vor seinem tode 1920, sondern auch die vorhergehenden porträt-studien sind ausgiebig in den kontext gestellt; seine stilentwicklung insgesamt wird analysiert, die sich mehr beeinflusst zeigt von der renaissance oder afrikanischer kunst, keinesfalls vom damals aktuellen kubismus. müssen bohemiens immer mit 35 sterben? "du lebst nicht, bis du genau weißt, dass du lebst." dieses modigliani-zitat ist nicht nur tautologisch, sondern lässt ahnen, dass der maler mit aller inbrunst sich verzehrt, vielleicht zu früh aufgezehrt hat. nicht nur der liebe, auch den drogen soll er zugetan gewesen sein. nicht wegen einer gewollten weiterentwicklung einer kunst-theorie innerhalb einer künstler-gruppe begab sich modigliani also ans werk - im zentrum seines schaffens stand sein menschliches empfinden, das er authentisch, keiner mode folgend, auszudrücken suchte. es ging wohl alles nicht emotionslos zu: seine lebensgefährtin jeanne hébuterne nahm sich hochschwanger das leben - einen tag nach seinem tuberkulose-tod. man hätte den beiden wahrlich ein längeres zusammensein gewünscht. dass man wenigstens die gelebten jahre intensiver versteht - dabei hilft uns diese umfassendste der fachkundigen veröffentlichungen der auf modigliani seit längerem spezialisierten anette kruszynski...
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