Christina von Schweden wird bereits als Fünfjährige auf ihre zukünftige Rolle als Königin erzogen. Dies geschieht durch ihren Erzieher nicht nur äußerst unpädagogisch, sondern sogar sehr brutal!
Von ihrer Mutter völlig im Stich gelassen, zieht sich das Mädchen völlig in sich zurück. Nach außen "funktioniert" Christina, doch richtet sie ihr gesamtes Leben auf jenen Zeitpunkt vor, zu dem sie Schweden verlassen und zum Katholizismus konvertieren wird.
Gloria Kaiser beschreibt das unrastige Leben der schwedischen Königin in Rückblenden. Leider gelingt dieses Unterfangen nicht so gut wie bei den Werken "Leopoldina" und "Don Pedro".
Vieles wird nur in Andeutungen geschildert, der Leser ist auf Vermutungen oder die eigene Fantasie angewiesen.
Besonders ausführlich sind die Kinderjahre in Schweden geschildert.
Die Beschreibung der Jahre in Rom, speziell die Zeit mit jenem Jesuitenpater, dessen Schriften Christina bereits in ihrer Heimat faszinieren, hätte ich mir ausführlicher gewünscht.