Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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34 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fellini, Fellini, 23. Juli 2004
Fellini hat insgesamt sechs absolute Meilensteine der Kinogeschichte geschaffen, namentlich "La dolce Vita", "8 1/2", "Julia und die Geister", "Amarcord", "Fellinis Schiff des Träume", "Fellinis Intervista", von den anderen Filmen, die ebenfalls hoch gefeiert wurden ("La Strada", "Satyricon", "Ginger und Fred") gar nicht zu sprechen. Läutete "La dolce Vita" noch den Beginn von Fellinis episodenhaft gestrickten Filmen ein, eine Vorgehensweise die in "8 1/2" (vermutlich die Summe des Kinos schlechthin) kopiert und um den inneren Monolog ergänzt wird (ein Verfahren, das er gleich darauf in "Julia und die Geister" wiederholt, diesmal jedoch in Farbe - und selten wurde Farbe so sinnvoll eingesetzt, wie hier), so beginnt schließlich schon mit "Amarcord" Fellinis Spätwerk. Alles erscheint hier, was fortan durch jeden seiner Filme geistern sollte: Barbusige, korpulente ÜberFrauen, Verrückte, schmächtige Männlein, Dicke, Arrogante, Geschniegelte, Verlogene, derbe Zoten, hochemotionale Ereignisse und ungeheuer viele weitere Bestandteile des fellinesken Kosmos. Erstmals begegnet man hier dem Meer aus Plastik (später erneut in "Stadt der Frauen" und "Fellinis Schiff der Träume")und einem Pappozeanriesen ("Das Schiff der Träume"), zwei Kunstgriffe, schlicht und sichtlich künstlich, aber dennoch oder auch gerade deswegen umso faszinierender und ergreifender. Neben dieser ganz eigenen Form, in die Fellini sein Bestiarum an Charaktern zwängt, bleibt noch die Handlung: Wie schon zuvor - episodenhaft - vorgehend, erzählt der italienische Leinwandmaestro hier die Geschichte des jungen - autobiographisch angelegten - Titta, der im Rimini zur Zeit Mussolinis der graziösen Gradisca nachsteigt, erotische Erlebnisse mit der Tabakverkäuferin über sich ergehen lässt, Lehrer und Mitschüler neckt und einen Familienausflug mit seinem verrückten Onkel unternimmt, der flugs auf den nächsten Baum klettert und sich beharrlich weigert wieder herunterzusteigen, bis man ihm nicht eine Frau besorgt. Wenn es darum geht, dass Filme verzaubern sollen, Stimmungen vermitteln sollen, ja schlichtweg unterhalten sollen (und dies sollte tatsächlich die größte Aufgabe des Films an und für sich sein), dann ist "Amarcord" ganz großes Kino.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Liebevolle Hommage, 9. Juli 2007
Zweifellos der persönlichste Film von Fellini (1920 - 1993). Liebevoll und augenzwinkernd verewigt Fellini hier Herkunft und seine Heimatstadt. Schon der Titel "Amarcord" - eine Dialektmischung aus "Liebe" und "Erinnerung" - deutet darauf hin. Der 1973 entstandene Film erhielt ein Jahr später einen Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Inhaltlich besteht die Hommage an Rimini aus einem Kaleidoskop skurriler Charaktere und Situationen, aus der Sicht des 16 Jahre alten Jungen Titta. Neben der Schule und der Familie spielen der aufkeimende Faschismus, das Kino und immer wieder die erwachende Sexualität eine Rolle in diesem bezaubernden Film, der durch die Jahre nichts an Attraktivität eingebüsst hat.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mehr Fellini geht nicht, 17. Juni 2005
Einfach genial: Der privateste fellinischste und witzigste von allen Fellini-Filmen. Klar, denn er malt augenzwinkend die Kindheit und Jugend des "Maestros" in der italienischen Provinz wie ein farbenprächtiges Fesko aus - und enthält noch jede Menge zeitgeschichtlicher Bezüge von der "Republica" bis zum "Duce".
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