Aus der Amazon.de-Redaktion
Dabei zeichnet sich Marshall auf dieser CD noch kaum als Songwriterin aus, und die einzigen zwei Titel ("Sitting On The Top Of The World", "Let's Get Lost") die sie allein komponiert hat sind -- wenn auch ordentlicher -- Mainstream. Ihre wahre Klasse liegt in der Stimme und dem Gefühl ihres Gesangs.
Die Inbrunst, mit der Amanda Marshall den Opener "Let It Rain" (ihr erster Hit) singt, läßt Gutes erahnen. Im folgenden, piano-getragenen und mit schönen Sax-Einsprengsel veredelten "Birmingham" klingt sie noch etwas nach Sheryl Crow. Doch ihre jugendliche, manchmal zart-angerauchte Stimme ist geradezu prädestiniert für Stücke wie "Dark Horse" und "Trust Me", die entfernt an Fleetwood Mac und an "The Long Run" der Eagles erinnern. Ihre wirkliche Extraklasse beweist sie in den traumhaften Balladen der CD, die sie ohne jeden Schmalz meistert. Hervorzuheben ist dabei das leicht soulige "Beautiful Goodbye", dessen Finale sie so herausschreit, daß es unter die Haut geht.
So kann sich Amanda Marshall gegenüber der Konkurrenz ihrer Kolleginnen leicht behaupten. --Johannes Minnich
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